09:23

Nestlé dreht nach dem gestrigen Kursfeuerwerk (+3,8 Prozent) am Tag nach der Zahlenpublikation ins Minus.

Kurz nach Handelsbeginn fallen die Aktien um 2,1 Prozent auf 79,10 Franken und führen damit die Abwärtsbewegung im SMI an.

Die Analystenstimmen die derzeit eintreffen, kommentieren das Jahresergebnis gespalten. So etwa die UBS, die das Kursziel auf 80 Franken (78) erhöhte und von Erleichterung sprach - ein stärker als erwartetes Mengenwachstum, solides Preiswachstum im Kaffee und Einsparungen über Plan hätten überzeugt.

Hingegen zurückhaltender zeigt sich CFRA. Die Analysten senkten das Kursziel auf 86 Franken von zuvor 90 und sehen kaum Anzeichen einer kurzfristigen operativen Erholung - zumal der geplante Abbau von 16'000 Stellen Risiken berge.

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09:11

Am Schweizer Aktienmarkt startet am Freitag freundlich. Damit dürfte der heimische Markt seine defensiven Qualitäten ausspielen, denn die Vorgaben sind eher negativ. Sowohl der US-Leitindex Dow Jones als auch die Tech-Börse Nasdaq gaben nach Börsenschluss in Europa noch leicht nach. Sorgen um einen möglichen Angriff der USA auf den Iran machen mit den jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump verstärkt die Runde. Zudem fielen die gestrigen Konjunkturdaten recht gemischt aus und gaben somit Zinssenkungshoffnungen wenig Nahrung.

Der Nachmittag hält nochmals einen bunten Strauss an US-Konjunkturdaten bereit. Mit dem BIP für das vierte Quartal, dem PCE-Preisindex als bevorzugtes Inflationsmass der Fed und dem Uni Michigan Konsumentenvertrauen stehen einige gewichtige Taktgeber an. «Es geht zumindest mit einigem Unbehagen im Gepäck in Richtung Wochenende», sagte ein Händler. Gerade die Geopolitik dürfte Anleger in sichere Häfen treiben.

Gegen 09.05 Uhr notiert der Schweizer Leitindex SMI 0,2 Prozent höher bei 13'826 Punkten.

Im Fokus stehen am heutigen Handelstag insbesondere Sika (+1,2 Prozent) als einziger Bluechip mit Zahlen. Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller musste einen Gewinnrückgang hinnehmen, erhöht aber dennoch die Dividende.

Gerade die defensiven Titel und auch die Schwergewichte Nestlé (-1,68 Prozent), Roche (-0,2 Prozent) und Novartis (+0,36 Prozent) sollten Anleger an Tagen mit erhöhter Unsicherheit im Blick behalten. Zumal der Nahrungsmittelkonzern am Vortag Zahlen vorgelegt hatte und nun Analystenmeinungen dazu eintreffen. Und für Roche kamen gute Nachrichten von der FDA. Die US-Behörde akzeptiert den Zulassungsantrag für das Krebsmittel Giredestrant und genehmigt die Kombibehandlung mit Venclexta und Acalabrutinib. Derweil prüft Novartis einen Rückzug aus Indien.

Eine höhere Dividende gibt es auch für die Anleger von Siegfried (+1,6 Prozent). Der Pharmazulieferer hat mit seinem Umsatz- und Gewinnplus die eigenen Ziele in etwa erreicht und stellt für 2026 weiteres Wachstum in Aussicht.

Derweil ist bei Allreal (+1,1 Prozent) die Ausschüttung unverändert. Sowohl die Mieterträge als auch das operative Ergebnis lagen leicht unter Vorjahr, der Gewinn blieb stabil.

Für Temenos (+2,5 Prozent) und Oerlikon (+5,8 Prozent) könnte es nach Hochstufungen von Oddo BHF bzw. Kepler Cheuvreux ein positiver Tag werden.

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08:10

Der Schweizer Aktienmarkt steht vor einem freundlichen Start. Der Leitindex tendiert im vorbörslichen Handel bei der Bank Julius Bär 0,4 Prozent höher bei 13'855 Punkten. Sämtliche SMI-Titel notieren im Plus. Die höchsten Aufschläge verzeichnet der Baustoffchemiehersteller Sika mit +1,77 Prozent nach Zahlen. Auch Partners Group klettert in den positiven Bereich (+0,89 Prozent) nachdem die Aktien am Donnerstag im Nachmittagshandel deutliche Abschläge von über 5 Prozent hinnehmen mussten.

Die restlichen SMI-Titel bewegen sich derzeit in einer Bandbreite von +1,35 Prozent (Richemont) und +0,14 Prozent (Swisscom).

Auch der breite Markt tendiert in der Vorbörse grösstenteils freundlich. Dabei fallen die Aktien des Pharmazulieferers Siegfried nach Zahlen mit +1,72 Prozent sowie die Titel von Temenos (+1,64 Prozent) aufgrund einer Kurszielerhöhung durch Oddo positiv auf.

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07:50

Am Devisenmarkt zeigt sich am Freitag eine gewisse Zurückhaltung. Unsicherheit über einen möglichen Angriff der USA auf den Iran zerrt an den Nerven der Anleger. Im Vormittagsverlauf könnten dann einige Konjunkturdaten aus der Eurozone, allen voran zahlreiche Einkaufsmanagerindizes, für etwas Bewegung sorgen.

Der Fokus liegt aber erneut auf den US-Daten. Hier steht neben dem BIP auch der PCE-Preisindex als bevorzugtes Inflationsmass der Fed und das Uni Michigan Konsumentenvertrauen auf der Agenda. Bereits die gestrigen Daten passten eher ins Bild sich zuletzt abschwächender Zinssenkungserwartungen.

Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich gegenüber dem US-Dollar über Nacht mit zuletzt 1,1754 etwas weiter von der Marke von 1,18 entfernt. Derweil tritt das Euro/Franken-Paar bei Kursen von 0,9119 mehr oder weniger auf der Stelle und auch Dollar/Franken bewegt sich mit Kursen von 0,7758 nur wenig.

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07:44

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

- Logitech: Julius Bär mit Hold bis 75 (100) Franken

- Nestlé: UBS mit Neutral bis 80 (78) Franken

- Oerlikon: Kepler Cheuvreux mit Hold (Reduce) bis 3.80 (2.75) Franken

- Sunrise: Julius Bär mit Buy bis 54 (51) Franken

- VAT Group: Jefferies mit Underperform bis 395 (325) Franken

- Zurich Insurance: Berenberg Bank mit Buy bis 656 (642) Franken

- Temenos: Oddo mit Neutral (Underperform) bis 65 (60) Franken

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07:22

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Freitag höher starten. Am Donnerstag hatten ‌Anleger ⁠Kasse gemacht: Der Dax ging nach seinem kräftigen Anstieg ⁠an den vergangenen beiden Handelstagen in die Knie und verlor 0,9 Prozent ‌auf 25'043 Zähler. An der Wall Street ‌ging es ebenfalls bergab.

Im ​Fokus zum Wochenschluss stehen die deutschen Erzeugerpreise für Januar sowie die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie und den Dienstleistungssektor in der Euro-Zone im Februar.

Aus den USA erwartet die Investoren die ‌erste Schätzung zum US-BIP. Der auch anstehende US-PCE-Index, der die persönlichen Ausgaben der Konsumenten beleuchtet, gilt als wichtiges Inflationsmass für die US-Notenbank ​Fed. Der Oberste Gerichtshof der USA könnte zudem ​über die Rechtmässigkeit der von Präsident ​Donald Trump verhängten Zölle entscheiden. Das Gericht teilt allerdings nicht vorab mit, welche ‌Urteile es veröffentlichen wird.

In Japan blicken Investoren auf die frischgebackene Ministerpräsidentin Sanae Takaichi. In einer Grundsatzrede vor dem Parlament kündigte ​sie ​eine Abkehr von der ⁠bisherigen Sparpolitik des Landes an. Zugleich versprach ​sie angesichts wachsender Sorgen ⁠an den Märkten über die sich verschlechternde Haushaltslage Japans, konkrete ‌Indikatoren zur Messung der Fortschritte bei der Sanierung der Staatsfinanzen festzulegen. 

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06:20

Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, tendiert am letzten Handelstag der Woche vorbörslich bei der Bank IG 0,32 Prozent höher bei 13'840 Punkten.

Eine berichtsintensive Woche neigt sich dem Ende zu. Zum Schluss legen der Baustoffchemiekonzern Sika, der Pharmazulieferer Siegfried, die Liechtensteinische Landesbank LLB sowie Allreal ihre Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 vor.

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05:45

Die Aktienmärkte in Asien geben nach. Die Anleger verhalten sich angesichts weltpolitischer Entwicklungen vorsichtig. «Es scheint wenig sinnvoll, angesichts der Unsicherheit im Nahen Osten vor dem Wochenende neue ‌Risiken ⁠einzugehen», sagt Brent Donnelly, Präsident von Spectra Markets. «Heute ist ein guter Tag, um sich aus Schwierigkeiten ⁠herauszuhalten.»

In Tokio gibt der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,3 Prozent auf 56'718 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert ‌1,3 Prozent niedriger bei 3800 Zählern. Die Börsen in China bleiben ‌wegen Feiertagen geschlossen.

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04:00

Im asiatischen Devisenhandel verliert ​der Dollar geringfügig auf 155,13 Yen und gibt leicht auf 6,9080 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent höher bei 0,7759 Franken. Parallel dazu fällt der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1756 Dollar und zieht leicht auf 0,9120 Franken an.

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03:45

Die Sorge vor einem Konflikt zwischen den ‌USA und dem Iran treibt die Ölpreise an.

Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 0,3 Prozent auf 71,86 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,5 Prozent fester bei ​66,78 Dollar.

Am Donnerstag hatten die Preise bereits den höchsten Stand seit ​sechs Monaten erreicht. US-Präsident Trump hatte erklärt, es würden «schlimme ​Dinge» geschehen, wenn der Iran keine Einigung über sein Atomprogramm erziele, und eine Frist von zehn bis 15 Tagen ‌gesetzt. Der Iran plant unterdessen einer lokalen Nachrichtenagentur zufolge ein gemeinsames Seemanöver mit Russland. Wenige Tage zuvor hatte das Land die Strasse von Hormus für Militärübungen vorübergehend gesperrt.

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23:30

Das wahrscheinlicher werdende Szenario eines Angriffs der Vereinigten Staaten auf den Iran hat am Donnerstag für Kursverluste an den US-Börsen gesorgt. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial gab um 0,54 Prozent auf 49'395 Punkte nach. Damit ist die kleine Erholung vom Vortag wieder Makulatur. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,28 Prozent auf 6862 Zähler.

US-Präsident Donald Trump hat den Iran vor erheblichen Konsequenzen gewarnt, sollte Teheran sich in den Atomverhandlungen mit den USA nicht auf einen Deal einlassen. Sollte es nicht zu einer Vereinbarung kommen, werde es «einen sehr anderen Weg» geben«, warnte Trump bei der ersten Sitzung seines Friedensrats. In welche Richtung es gehen wird, werde die Welt »wahrscheinlich in den nächsten zehn Tagen herausfinden«.

Das Szenario einer kriegerischen Auseinandersetzung drückte auch an der technologielastigen Börse Nasdaq etwas auf die Stimmung. Der Nasdaq 100 verlor 0,41 Prozent auf 24'797 Punkte. Der Index war am Dienstag auf den niedrigsten Stand seit fast drei Monaten gerutscht.

Auf Unternehmensseite waren die Blicke auf Walmart gerichtet. Nach anfänglichen Kursgewinne drehte die Aktie ins Minus und ging 1,4 Prozent tiefer aus dem Handel. Das Unternehmen stapelt für 2026 wegen einer unsicheren Konjunktur tiefer als erwartet. Analyst Corey Tarlowe von der Bank Jefferies attestierte dem Einzelhändler aber ein starkes Schlussquartal 2025.

Gute Nachrichten gab es vom Online-Marktplatz Ebay, dessen Kurs nach einem starken vierten Quartal um gut 3 Prozent anzog. Die US-Bank Goldman Sachs strich ihre Verkaufsempfehlung. »Solche Wachstumsraten haben wir bei Ebay seit Jahren nicht mehr gesehen", schrieb Ross Sandler von der Barclays Bank.

Bekannt wurde ausserdem, dass Ebay für 1,2 Milliarden US-Dollar den Gebrauchtkleidungs-Marktplatz Depop vom Konkurrenten Etsy übernimmt. Dessen Titel zogen daraufhin um gut 9 Prozent an. Laut dem Analysten John Colantuoni von Jefferies bringt sich Etsy damit in Position für eine Rückkehr zu profitablem Wachstum.

Gute Nachrichten gab es auch vom Landmaschinenbauer Deere & Co., der seine Anleger mit einer angehobenen Gewinnprognose, einer Kurs-Rally von fast 12 Prozent und einem Rekordhoch erfreute.

Sehr viel schlechter sah es dagegen bei Unternehmen aus, die mit Autos und Mobilität zu tun haben. Die Titel des Autovermieters Avis Budget brachen wegen eines enttäuschenden vierten Quartals um mehr als 20 Prozent ein. Beim Gebrauchtwagenhändler Carvana sackte der Kurs um 8 Prozent ab, hier zehrten höhere Kosten am Gewinn.

(cash/AWP/Reuters)

Monique Misteli Ringier
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