14:50

Die Anleger bleiben am Mittwoch besorgt ob der Entwicklung im Nahen Osten. Der Dax geriet nach seiner Vortagserholung wieder unter Druck, wobei schwankend hohe Verluste von anhaltender Nervosität zeugten. Schrumpfte das Minus zur Mittagszeit auf 0,6 Prozent, war es etwas später wieder 1,8 Prozent gross.

Zum US-Handelsstart büsste der Leitindex dann am Nachmittag 1,3 Prozent auf 23'651 Zähler ein. Der MDax gab zeitgleich um ein Prozent auf 29'439 Zähler nach. Während der EuroStoxx auf Eurozonen-Ebene um 0,9 Prozent fiel, bewegte sich der Leitindex Dow Jones Industrial in den USA in den ersten Handelsminuten moderat im Minus.

Der Energiemarkt bleibt im Zuge des Iran-Kriegs weiter das Zünglein an der Waage für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger. Nur zeitweise sorgte es im Verlauf für etwas Erleichterung, dass die Internationale Energieagentur (IEA) nach Angaben von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ihre Mitglieder zur Freigabe von Ölreserven im Umfang von insgesamt 400 Millionen Barrel gebeten hat.

Nach Meinung des Experten Jochen Stanzl von der Consors Bank ist eine Freigabe von Reserven nur eine «Lösung auf Zeit». Auch bei dem Vortagsplus des Dax habe es sich nur um eine «technische Erholung» gehandelt, die noch keinen neuen Trend begründe. Mit einer belastbaren Bodenbildung rechnet er im besten Falle in ein bis zwei Wochen.

Nicht zu einer solchen Bodenbildung beitragen konnten Zahlen zur US-Inflation, die sich im Februar erwartungsgemäss nicht verändert hat. Sie verloren an Bedeutung, weil sie noch ohne Auswirkungen des Iran-Kriegs waren. Laut der Commerzbank dürfte es für die US-Notenbank Fed wichtiger sein, wie lange die Verwerfungen an den Energiemärkten noch das Risiko teurerer Energie mit sich bringen.

Auf Unternehmensseite hat die Agenda zur Wochenmitte wieder einige Zahlenvorlagen auf höchster Ebene zu bieten. Das Feedback auf Rheinmetall und Henkel war jeweils sehr negativ, wie die Abschläge beider Aktien von 6,6 und 4,3 Prozent zeigten. In beiden Fällen monierten Experten ein maues Abschneiden im vergangenen Jahr.

Das im Rüstungsboom von Rheinmetall angepeilte Wachstum konnte die Anleger also wie zuletzt schon nicht mehr begeistern. Nach ihrer Rally aus den Vorjahren sind die Aktien von ihrem Rekord um ein Viertel zurückgekommen und 2026 frisch ins Minus gerutscht. Henkel hat sein diesjähriges Plus fast vollständig abgegeben, nachdem die Aktien in den vergangenen Tagen während des Iran-Kriegs schon viel Schwäche gezeigt hatten.

Mit den 1,9 Prozent schwächeren SAP-Aktien konnte das Dax-Schwergewicht nicht davon profitieren, dass der US-Konkurrent Oracle seine hohen Investitionen in KI-Infrastruktur entgegen allen Zweifeln in Umsatzwachstum ummünzen konnte. Nur den Oracle-Aktien selbst gab dies im New Yorker Handel viel Schub nach oben.

Im MDax war die Reaktion auf Zahlen und vorsichtige Jahresausblicke in zwei Fällen besser. Die Titel der Porsche AG knüpften mit einem Anstieg um 0,8 Prozent an ihre Erholung vom Vortag an. Die positive Kursreaktion auf eigentlich schlechte Nachrichten suggeriert so etwas wie ein Gefühl des Aufbruchs unter den Anlegern.

Befreit wirkten auch die Anleger von Wacker Chemie : Die Papiere holten auf ihrer jüngsten Erholung mit einem fast fünf Prozent grossen Kursplus weiteren Schwung. Analyst Sebastian Satz von der Citigroup wertete es positiv, dass sich die Ziele in dem aktuell schwierigen Umfeld mit den durchschnittlichen Analystenerwartungen decken.

Verluste von 2,4 Prozent mussten am Mittwoch wieder die Aktionäre der Lufthansa einstecken. Neben den kriegsbedingten Turbulenzen müssen sie verkraften, dass die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit für diesen Donnerstag und Freitag zu einem Streik aufgerufen hat.

Einen erneuten Kursrutsch gab es bei Gerresheimer , der aber mit zuletzt 4,4 Prozent Minus merklich kleiner wurde. Der Verpackungshersteller kann den Geschäftsbericht für das Jahr 2025 in der Folge laufender Bilanzprüfungen erst nach dem 31. März veröffentlichen und muss daher voraussichtlich aus dem SDax absteigen.

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14:40

Der Dow Jones Industrial Average gab am Mittwoch nach Eröffnung leicht nach, da die Anleger weiterhin die Entwicklungen im Krieg zwischen den USA und dem Iran sowie die Ölpreise im Blick hatten und wichtige Daten zur Inflation abwogen. Der 30-Aktien-Index verlor 82 Punkte oder 0,2 Prozent. Der S&P 500 und der Nasdaq Composite legten um 0,1 Prozent bzw. 0,3 Prozent zu.

Wie es am Markt heisst, konnten die Anleger etwas aufatmen, da angesichts des anhaltenden Konflikts mit einer umfangreichen Freigabe von Ölreserven durch verschiedene Länder zu rechnen ist. Mehreren Berichten zufolge wollte die Internationale Energieagentur (IEA) im Laufe des Tages eine historische Freigabe von Notfallölreserven bekannt geben.

Bei den Einzelwerten war die Oracle-Aktie am Mittwoch ein Lichtblick und stieg um 9 Prozent, nachdem die Gewinne und Umsätze des Softwareanbieters für das dritte Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen hatten. Das Unternehmen hob ausserdem seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 an.

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14:22

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Mittwochnachmittag klar im Minus. Die Verluste weiteten sich im Handelsverlauf aus, nachdem sich die Hoffnungen auf ein rasches Ende des Iran-Konflikts wieder eingetrübt hatten. Auch die US-Inflationszahlen sorgten für keine Besserung.

Die US-Inflationsrate (CPI) blieb im Februar bei 2,4 Prozent und damit auf dem Niveau vom Januar. Auch die Kerninflationsrate verharrte bei 2,5 Prozent. Experten nannten die Entwicklung «unspektakulär».

Allerdings ist die Aussagekraft der heutigen Daten begrenzt: «In Anbetracht des im Zuge des Iran-Krieges gestiegenen Ölpreises ist das Februar-Datenmaterial ohnehin nicht mehr von allzu grosser Bedeutung», hiess es am Markt. Wichtiger würden die März-Daten.

Die US-Notenbank Fed dürfte laut Experten nun im Spannungsfeld eines schwachen Arbeitsmarktes sowie einer potenziell steigenden Inflation weiter an ihrem eingeschlagenen Kurs festhalten und mit Zinssenkungen abwarten. Dies dämpft die Stimmung an den Aktienmärkten.

Generell schüren die starken Schwankungen des Ölpreises Konjunktur- und Inflationssorgen. Die Ölpreise hatten zu Wochenbeginn zeitweise nahe 120 US-Dollar je Barrel erreicht, ausgelöst durch die Eskalation im Iran-Konflikt.

Am Mittwochnachmittag wird für ein Barrel Brent-Öl 91,95 USD bezahlt (+4,8 Prozent). Im Markt wurde zuletzt darauf verwiesen, dass mehrere Länder strategische Ölreserven freigeben könnten, um mögliche Angebotsausfälle zu kompensieren. Klare Signale zur Lage in der Strasse von Hormus fehlen aber weiterhin.

Der SMI verliert gegen 14.10 Uhr 1,1 Prozent auf 12'917,75 Punkte. Bisher bewegte er sich zwischen einem Hoch von 13'002 und einem Tief von 12'883.

Alle 20 SMI-Titel geben nach, wobei sich die defensiven Swisscom sowie Logitech (je -0,1 Prozent) etwas besser halten. Unter Druck kommen derweil die Pharmawerte Roche (-2,0 Prozent) und Novartis (-0,7 Prozent) sowie Finanzwerte wie Partners Group (-1,6 Prozent) und UBS (-1,1 Prozent).

Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte verliert 1,63 Prozent auf 2939,16 Punkte und der breite SPI gibt um 1,2 Prozent auf 17'905,63 Punkte nach. Auch an den wichtigsten europäischen Börsen überwiegen die Abgaben.

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13:42

Auch am Mittwoch dürfte sich an den US-Börsen zum Handelsbeginn nicht viel tun. Nachdem der Leitindex Dow Jones Industrial am Vortag auf der Stelle getreten war, wird er vom Broker IG rund eine Stunde vor Handelsbeginn 0,1 Prozent niedriger berechnet bei 47'640 Zählern. Der technologielastige Nasdaq 100 lag ebenfalls mit 0,1 Prozent leicht im Minus bei 24'925 Zählern.

Im Fokus steht unverändert die faktisch gesperrte Strasse von Hormus. Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Handel wichtigen Meerenge als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet. Die Sperrung hält die Preise von Energieträgern wie Rohöl und Flüssiggas auf hohem Niveau. Das droht die Inflation anzuheizen und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum zu bremsen. Aktien sind angesichts dieses Szenarios Experten zufolge mit hohen Risiken verbunden.

Im vorbörslichen Handel schnellten die Aktien von Oracle um 10 Prozent nach oben. Der Tech-Konzern kann hohe Investitionen in KI-Infrastruktur entgegen den Zweifeln an der Börse in Umsatzwachstum ummünzen. So stiegen die Erlöse aus dem Cloud-Geschäft im dritten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um 44 Prozent auf fast neun Milliarden Dollar.

Papiere von Nike verteuerten sich um 2,3 Prozent. Die Barclays Bank riet zum Kauf der Aktien. Sie lobte die jüngsten operativen Erfolge und das disziplinierte Management der Amerikaner.

Freude kam bei den Aktionären des Uniformverleihers Unifirst auf. Der Bekleidungshersteller Cintas übernimmt Unifirst und zahlt 310 US-Dollar je Unifirst-Aktie. Deren Kurs schnellte vorbörslich um 7,4 Prozent auf 277 Dollar nach oben.

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13:20

 

Die Gold- und Silberpreise haben sich am Mittwoch kaum bewegt. Eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) Gold kostete am Nachmittag 5.181 Dollar. Der Preis bewegte sich auf dem Niveau vom Vorabend.

Der Iran-Krieg hatte dem Goldpreis bisher keine neue Richtung gegeben. So liegt der Goldpreis derzeit auf dem Niveau von Ende Februar. Nur zu Beginn des Kriegs kam es vorübergehend zu kräftigeren Ausschlägen. Der Goldpreis liegt damit weiterhin deutlich unter seinem Rekordstand von knapp 5600 Dollar, den er Ende Januar erreicht hatte.

Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Kriegs, die US-Präsident Donald Trump Anfang der Woche geschürt hatte, sorgte nur vorübergehend für Auftrieb. Schliesslich gehen die Kriegshandlungen unverändert weiter.

Die Auswirkung des Iran-Kriegs auf den Goldpreis gehen auch in unterschiedliche Richtungen. So sorgt der Konflikt für eine erhöhte Verunsicherung, was den Goldpreis tendenziell stützt. Andererseits erhöht der Konflikt die Inflationsgefahren durch steigende Ölpreise. Dies könnte zu weniger Zinssenkungen durch die US-Notenbank führen, als dies bis jetzt erwartet wird. Höhere Zinsen belasten jedoch die Edelmetallpreise. Vertreter der Europäischen Zentralbank machten zuletzt auch deutlich, dass sie die Inflation unter Kontrolle halten wollen.

Ähnlich war die Entwicklung beim Silberpreis. Eine Feinunze Silber kostete zuletzt rund 86,23 Dollar. Er lag damit ein wenig unter dem Niveau vom Vortag. Auch der Silberpreis hat seit Ende Februar keine neue Richtung gefunden. Der Preis liegt auch deutlich unter seinem Höchststand von Ende Januar von 121,65 Dollar.

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13:00

Die Futures auf die US-Aktienmärkte notieren leicht tiefer:

- Dow Jones Futures: -0,16 Prozent

- S&P 500 Futures:  -0,10 Prozent

- Nasdaq 100 Futures: -0,06 Prozent

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12:45

Der Bitcoin hat am Mittwoch seinen Kursanstieg der vergangenen Handelstage vorerst gestoppt. Auf der Handelsplattform Bitstamp wurde die älteste und bekannteste Kryptowährung im Mittagshandel bei knapp 70'000 US-Dollar gehandelt und damit etwas niedriger als am Vortag. Zuvor war der Bitcoin zwei Tage in Folge gestiegen und hat in dieser Zeit zeitweise bis zu 5000 Dollar zugelegt.

Nachdem die Finanzmärkte zuletzt von der Hoffnung auf ein eher schnelles Ende des Kriegs im Nahen Osten gestützt wurden, zeigte sich zur Wochenmitte wieder mehr Skepsis bei den Investoren. Eine allgemein trübe Stimmung an den Finanzmärkten bremste auch die Nachfrage nach Kryptowährungen.

Vor allem an den Energiemärkten bleibt die Lage angespannt, nachdem zuletzt unter anderem Berichte über angeblich vom Iran in der Strasse von Hormus verlegte Seeminen die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung befeuert haben.

Seit etwa einem Monat kann sich der Kurs des Bitcoin in der Handesspanne zwischen 62.000 und 74'000 Dollar halten. Er liegt damit deutlich unter dem Rekordhoch, das im vergangenen Oktober bei etwa 126'000 Dollar erreicht worden war.

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12:30

Die europäischen Börsen haben am Mittwoch nach der Erholung am Vortag wieder geschwächelt. «Die Situation im Nahen Osten führt über die Energiepreise zu massiven Beeinträchtigungen der Weltwirtschaft», warnte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. «Das grösste Problem ist und bleibt weiterhin die Unsicherheit, und dadurch verpuffen Hilfsmassnahmen wie eine potenzielle Auflösung von Ölreserven der Länder schnell.»

Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 sank am späten Vormittag um 0,56 Prozent auf 5804,7 Punkte. Ausserhalb der Eurozone gab der britische Leitindex FTSE 100 um 0,82 Prozent auf 10'327,1 Punkte nach. Der Schweizer SMI büsste 0,67 Prozent auf 12'977,4 Zähler ein.

Die Skepsis des Marktes spiegelte sich nicht zuletzt in den Gewinnen der Ölwerte wider. Die Ölpreise haben wegen der Sorge vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die Strasse von Hormus am Persischen Golf nun wieder zugelegt. Der Preisrückgang, der am Montag eingesetzt und sich am Dienstag fortgesetzt hatte, war damit vorerst zu Ende.

Vergleichsweise gut hielten sich auch Einzelhandelstitel. Gewinne des Schwergewichts Inditex stabilisierten den Sektor. Der spanische Textilhändler hatte im vergangenen Geschäftsjahr 2025/26 etwas mehr verdient als gedacht. Die Analysten der Deutschen Bank verwiesen zudem darauf, dass sich das laufende Geschäft im Februar und Anfang März besser als erwartet entwickelt habe. Die Aktie sei günstig bewertet und biete derzeit eine interessante Einstiegsgelegenheit. Inditex stiegen um knapp zwei Prozent.

Auf der Verliererseite standen dagegen diejenigen Sektoren, die unter dem Ölpreisanstieg und dessen Folgen am stärksten leiden. «Am einfachsten lässt sich dies derzeit bei den Fluggesellschaften erkennen, die unter erheblich gestiegenen Kerosinpreisen leiden», so Lipkow. «Diese Kausalität zieht sich durch weitere Sektoren, von der Logistik bis hin zur Chemiebranche.» Deutlich im Minus standen auch die zinssensiblen Immobilienwerten, die unter den Inflationssorgen und den damit verbunden Zinsängsten litten.

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11:45

Am Schweizer Aktienmarkt haben sich die Verluste am Mittwoch im Handelsverlauf ausgeweitet. Marktteilnehmer verweisen auf eine weiterhin hohe Nervosität der Anleger angesichts der Entwicklungen im Nahen Osten und den starken Schwankungen des Ölpreises. Hoffnungen auf ein rasches Ende des Iran-Konflikts erhalten einen Dämpfer und die leichte Erholung vom Vortag scheint abgeblasen.

Im Zuge des Konflikts bleibt der Energiemarkt laut Händlern das zentrale Barometer für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Investoren. Die Ölpreise waren zu Wochenbeginn infolge der Eskalation zeitweise bis nahe 120 US-Dollar je Barrel gestiegen. Inzwischen hat sich der Markt etwas beruhigt: Der Preis für Brent-Rohöl war zwischenzeitlich bis auf rund 82 Dollar zurückgefallen, notiert aktuell mit etwa 92,20 Dollar jedoch wieder deutlich fester.

Im Markt wird zudem darauf verwiesen, dass mehrere Länder strategische Ölreserven von bis zu rund 400 Millionen Barrel freigeben könnten, um mögliche Angebotsausfälle abzufedern. Marktteilnehmer betonen jedoch, dass dieses Volumen im Verhältnis zur Nachfrage begrenzt bleibt. Laut Angaben der Onlinebank Swissquote verbrauchen die IEA/OECD-Länder zusammen rund 45 Millionen Barrel Öl pro Tag, weshalb eine Freigabe der Reserven eher als temporäre Entlastung gesehen wird.

Heute stehen zudem die US-Inflationsdaten (CPI) für Februar im Fokus. Dabei dürfte die Inflation in den USA laut Prognosen nur langsam sinken, was den Spielraum für schnelle Zinssenkungen einschränke. Ausserdem ist die Ölpreisvolatilität im Februar-CPI noch nicht abgebildet, so dass die Aussagekraft begrenzt sein dürfte.

Der SMI fällt gegen 11.40 Uhr um 0,77 Prozent auf 12'964 Punkte zurück. Damit wurden die leichten Gewinne vom Vortag auf einen Schlag ausradiert und der Leitindex steht seit Anfang Jahr damit 1,5 Prozent im Minus. 18 von 20 SMI-Titel geben nach. Der breite SPI gibt um 0,94 Prozent auf 17'987 Punkte nach.

Auch an den wichtigsten europäischen Börsen überwiegen die Abgaben. Die jüngsten Entwicklungen im Iran-Konflikt sorgen auch hier für Zurückhaltung. Die Indikationen für die US-Börsen zeigen sich im Vorfeld der Inflationszahlen am Nachmittag derweil noch richtungslos.

Bei den Bluechips gehören Partners Group (-1,2 Prozent) zu den grössten Verlierern. Der Vermögensverwalter hatte gestern noch Zahlen präsentiert und nach einem volatilen Kursverlauf etwas fester geschlossen. Die Angst vor einer 'kleineren Finanzkrise' in Übersee sei weiterhin gross, was den Titel zusetze, so ein Marktbeobachter. Von den Finanzwerten geben auch die UBS-Titel (-0,5 Prozent) ihre Vortagesgewinne preis.

Ebenfalls klar tiefer notieren die Pharmawerte Roche (-1,3 Prozent) und Novartis (-0,5 Prozent), was den Leitindex zusätzlich belastet. Derweil verlieren auch die Titel des Logistikkonzerns Kühne+Nagel (-0,6 Prozent) weiter an Terrain.

Bei den mittelgrossen Werten stehen Galderma (-2,1 auf 151,40 Fr.) unter Druck. Der Hautpflegekonzern hat im Zusammenhang mit einer Platzierung eines grossen Aktienpakets 1,6 Millionen eigene Aktien zu 143,75 Franken erworben. Der Free Float steigt damit laut Angaben des Unternehmens von 65 auf rund 80 Prozent.

Die wenigen Unternehmensnachrichten treten derweil etwas in den Hintergrund. Der Reisedetailhändler Avolta (+2,8 Prozent) legt entgegen dem Trend klar zu. Das Unternehmen hat Umsatz und Profitabilität weiter gesteigert und überzeugte laut Analysten insbesondere mit dem organischen Wachstum im Schlussquartal. Im Minus zeigen sich nach Zahlen dagegen die Aktien von BKW (-1,7 Prozent).

Auch der Glashersteller Vetropack (-4,1 Prozent) konnte mit den vorgelegten Resultaten und dem Ausblick nicht überzeugen. Deutlich unter Druck stehen die Titel des IT-Grosshändlers Also (-5,2 Prozent). Belastend wirkt hier eine Rückstufung durch die UBS, die unter anderem auf zunehmenden Wettbewerb unter US-Distributoren verweist.

Einen Kurssprung verbuchen derweil Curatis (+24,7 Prozent). Das Biotech-Unternehmen meldete für den Krebskandidaten Corticoreline eine exklusive Lizenz- und Entwicklungsvereinbarung mit Neupharma für den japanischen Markt.

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11:17

Die Ölpreise sind am Mittwoch mit der Sorge vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die Strasse von Hormus am Persischen Golf gestiegen.

Am Morgen wurde für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent 92,31 Dollar gezahlt und damit über fünf Prozent mehr als am Vortag. Der Preisrückgang, der am Montag eingesetzt und sich am Dienstag fortgesetzt hatte, ist damit vorerst gestoppt.

Mit dem Iran-Krieg ist der Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Strasse von Hormus faktisch zum Erliegen gekommen. Zuletzt haben Berichte über angeblich vom Iran in der Strasse von Hormus verlegte Seeminen die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung befeuert.

Zudem wird auch die Durchfahrt des Persischen Golfs zu einem immer grösseren Risiko. Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Handelsschiff von einem mutmasslichen Angriff des Irans getroffen worden. Ein «unbekanntes Geschoss» habe an der Einfahrt zur Strasse von Hormus ein Containerschiff getroffen, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) am Mittwoch.

Medienberichte, dass die Internationale Energieagentur (IEA) die grösste Freigabe von Notfall-Ölreserven in ihrer Geschichte vorschlagen will, konnten die Ölpreise bisher nicht nach unten drücken. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf einen Insider berichtet, soll es sich bei der Freigabe der Reserven um ein Volumen von etwa 300 bis 400 Millionen Barrel (je 159 Liter) handeln.

Derweil notiert der Schweizer Leitindex SMI 1,0 Prozent im Minus bei 12'972 Punkten. Dabei tendieren 18 Titel im Minus, während sich Alcon (+0,06 Prozent) knapp in der Gewinnzone hält und Swisscom (+0,22 Prozent) zulegen kann.

09:52

Die Unsicherheit über die Folgen und die Dauer des Iran-Kriegs hat die Erholung ‌am deutschen ⁠Aktienmarkt gestoppt. Der Dax gab am Mittwochmorgen um ⁠1,4 Prozent auf 23'643 Punkte nach. «Präsident Trump hatte wohl mit einem ‌raschen militärischen Erfolg gerechnet und nicht ‌mit den dramatischen Auswirkungen ​an den internationalen Ölmärkten», sagte IG-Analyst Christian Henke. Doch es gebe Zweifel, ob die Kampfhandlungen bereits in Kürze beendet werden. «Berichten des US-Geheimdienstes zufolge soll der Iran begonnen haben, ‌die Strasse von Hormus zu verminen.» Der Krieg hat den Öltransport durch die wichtige Meerenge praktisch zum Erliegen gebracht ​und die Ölpreise sprunghaft steigen lassen.

Bei den ​Einzelwerten zogen die Aktien ​von Wacker Chemie nach Zahlenvorlage um mehr als acht Prozent an. Für ‌das laufende Jahr rechnet der Spezialchemiekonzern mit einem niedrigen einstelligen Wachstum des Umsatzes, der 2025 um vier Prozent ​auf ​5,49 Milliarden Euro geschrumpft ⁠war. Dagegen brachen die Aktien von ​Gerresheimer um rund ⁠neun Prozent ein. Der mit Bilanzierungsproblemen kämpfende Verpackungskonzern verschreckte ‌die Anleger mit einer verzögerten Bilanzvorlage, die zum Ausschluss der Aktie aus dem SDax führen könnte. «Die ‌katastrophalen Nachrichten gingen weiter. Abwarten - nicht investierbar», ​sagte ein Händler. 

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09:39

Die Aktien von Avolta notieren nach der Vorlage der Jahreszahlen am Mittwoch im frühen Handel klar höher. Analysten beurteilen die Resultate als solide bis gut. Zudem bestätigte der auf Flughafen-Shops spezialisierte Konzern trotz Iran-Krieg seine Ziele bis 2027 und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm an.

Um 9.30 Uhr notiert die Aktie 2,5 Prozent höher bei 47,00 Franken, während der Gesamtmarkt (SPI) 1,0 Prozent im Minus steht. Vor Ausbruch des Iran-Kriegs wurde die Aktie allerdings noch zu Kursen um 52 Franken gehandelt.

Am Markt wird vor allem die solide operative Entwicklung hervorgehoben. Der Konzern habe trotz eines anspruchsvollen Umfelds ein organisches Wachstum von 5,5 Prozent erreicht und die operative Marge weiter gesteigert. Auch die starke Cash-Generierung und die weiterhin sinkende Verschuldung werden von Analysten positiv bewertet. Hinzu kommt eine aktionärsfreundliche Kapitalpolitik mit erhöhter Dividende und einem neuen Aktienrückkaufprogramm über bis zu 225 Millionen Franken.

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09:25

Nach einem Rückgang ‌der Ölpreise ⁠haben die asiatischen Aktienmärkte erneut zugelegt.

In Tokio stieg der Nikkei-Index am Mittwoch ⁠um 1,4 Prozent auf 55'025 Punkte und machte nach dem Kursrutsch zum Wochenstart damit weiter Boden gut. Auch ‌in China legten die Kurse leicht zu. Die Börse ‌Shanghai und der Blue-Chip-Index CSI300 gewannen jeweils ​rund ein halbes Prozent. «Der Iran-Konflikt scheint sich zu entspannen, und risikoreiche Anlagen haben sich durchweg weiter erholt», konstatierten Analysten von Huatai Futures. «Chinesische Aktienindizes profitieren von diesem Trend.» Für Entspannung sorgte ein Rückgang der Ölpreise, nachdem das Wall Street Journal berichtet hatte, dass die ‌Internationale Energieagentur die grösste Freigabe von Ölreserven in ihrer Geschichte erwäge.

Dennoch blieben Investoren nervös. «Mehrere wichtige Fragen überschatten die Entwicklung des Ölmarktes. Die wichtigste davon ist der Zeitpunkt der sicheren ​Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormuz, einem kritischen Engpass für ​die globale Ölversorgung», sagte Kerstin Hottner, Rohstoff-Expertin bei ​Vontobel.

Gefragt waren an den chinesischen Börsen vor allem Titel aus dem Bereich der neuen Energien. Der ‌CSI New Energy Index stieg um gut drei Prozent. Händler wetteten darauf, dass die geopolitischen Spannungen und die dadurch steigenden Energiepreise den Sektor beflügeln werden. Die Aktien des Batterieherstellers ​CATL setzten ​ihre Rally fort und gewannen sechs Prozent, ⁠nachdem das Unternehmen mit seinen Gewinnen die Erwartungen ​übertroffen hatte.

In Hongkong ⁠trat der Leitindex Hang Seng auf der Stelle. Der Hang Seng Tech Index gewann ‌leicht. Die Aktien des Internetriesen Tencent kletterten dank KI-Fantasie um 0,5 Prozent. Die Titel des Elektroautobauers Nio schossen zeitweise um fast 20 Prozent in die ‌Höhe und erreichten den höchsten Stand seit November. Das Unternehmen ​hatte im vergangenen Quartal erstmals einen Nettogewinn ausgewiesen.

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09:13

Der Schweizer Aktienmarkt startet am Mittwoch nach der leichten Erholung vom Vortag tiefer. Zwar tendierten die wichtigsten Aktienmärkte in Asien fester, nachdem der Ölpreis etwas nachgegeben hat. Marktteilnehmer gehen aber davon aus, dass der Handel im Vorfeld der heutigen US-Inflationszahlen nervös und volatil bleibt.

Die Ölpreise hatten zu Wochenbeginn zeitweise nahe 120 US-Dollar je Barrel erreicht, ausgelöst durch die Eskalation im Iran-Konflikt. Am Mittwoch wurde für ein Barrel Brent-Öl zuletzt nur noch rund 87,66 USD bezahlt. Im Markt wird darauf verwiesen, dass mehrere Länder strategische Ölreserven freigeben könnten, um mögliche Angebotsausfälle zu kompensieren. Klare Signale zur Lage im Strasse von Hormus würden aber weiterhin fehlen.

Ami Mittwoch stehen zudem die US-Inflationsdaten (CPI) für Februar im Fokus. Dabei dürfte die Inflation in den USA laut Prognosen nur langsam sinken, was den Spielraum für schnelle Zinssenkungen einschränke. Aussedem ist die Ölpreisvolatilität im Februar-CPI noch kaum abgebildet und damit bleibt die Aussagekraft begrenzt.

Der hiesige Markt, gemessen am SMI, notiert gegen 09.05 Uhr um 0,73 Prozent tiefer auf 12'970Punkten. Der Schweizer Leitindex steht damit weiterhin gut 1000 Punkte unter seinem Jahreshoch. Der SPI-Index für die Mid Caps gibt mit -0,74 Prozent ebenfalls nach - vor allem wegen Abgaben bei Galderma.

19 von 20 SMI-Titel eröffnen im Minus. Am deutlichsten geht es für Partners Group über 3 Prozent abwärts. Die übrigen Abschäge halten sich grösstenteils in Grenzen zwischen -1,2 Prozent (Logitech) und -0,2 (Swisscom). Einzig Alcon vermag sich in der Gewinnzone halten mit 0,2 Prozent im Plus.

Auch in den hinteren Reihen dominiert die Farbe Rot. Die deutlichsten Abschläge verzeichnet Galenica mit über 3,8 Prozent. Auch Galderma steht im Minus mit 2,5 Prozent auf 150 Franken. Der Hautpflegekonzern hat im Zusammenhang mit einer Platzierung eines grossen Aktienpakets für 1,6 Millionen eigene Aktien zu 143,75 Franken erworben. Der Free Float steigt damit laut Galderma von 65 Prozent auf rund 80 Prozent.

Im Fokus stehen heute auch die hiesigen Technologiewerte. Für Unterstützung könnten dabei positive Nachrichten aus den USA sorgen: Die jüngsten Quartalszahlen des Oracle wurden am Markt positiv aufgenommen und konnten die zuvor aufgekommenen Sorgen rund um das Geschäft mit Rechenzentren vorerst dämpfen. Auf VAT (-1,4 Prozent) strahlt dies bislang nur bedingt ab.

Derweil präsentierten in den hinteren Reihen Avolta (+2,6 Prozent) die Zahlen. Der Reisedetailhändler hat Umsatz und Profitabilität weiter gesteigert. Auch der Energiekonzern BKW (+0,8 Prozent) ist nach Jahreszahlen gegen den Trend leicht im Plus.

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08:10

Der Schweizer Aktienmarkt gemessen am SMI notiert im vorbörslichen Handel gut eine Stunde vor Handelsbeginn bei der Bank Julius Bär 0,19 Prozent im Minus bei 13'040 Punkten. Dabei tendieren alle SMI-Titel tiefer.

Die grössten Abschläge verzeichnen derzeit die Valoren von Richemont (-0,28 Prozent), gefolgt von Logitech und Roche mit je -0,24 Prozent und der UBS mit -0,23 Prozent. Die restlichen Aktien notieren in einer Bandbreite von -0,10 Prozent (Swisscom) bis -0,21 Prozent (Partners Group).

Auch der breite Markt tendiert mit 0,73 Prozent tiefer. Während die Mehrheit der Aktien Abschläge verzeichnet, sind die Valoren von Avolta (+0,79 Prozent) und BKW (+0,37 Prozent) nach Zahlen gefragt. Galderma hingegen fällt im vorbörslichen Handel über 4 Prozent, nachdem der Hautpflegekonzern die Platzierung eines grossen Aktienpakets kommuniziert hat, um eigene Aktien zurückzukaufen. Im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens wurden rund 1,6 Millionen Aktien erworben.

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07:56

An den Devisenmärkten haben sich die wichtigsten Währungspaare in der Nacht auf Mittwoch kaum bewegt. Die Unsicherheit rund um den Nahostkonflikt und um den Ölpreis bleibe aber hoch, heisst es am Markt. Auch könnten die US-Inflationsdaten am Nachmittag für Impulse sorgen.

So könnten die CPI-Daten für Februar gemäss den Prognosen einen leicht rückläufigen Preisdruck zeigen. Allerdings sei der jüngste Ölpreisschock darin noch nicht abgebildet, heisst es am Markt. Weiterhin bleibe die Dauer des Konflikts im Nahen Osten für die weitere Entwicklung entscheidend.

Das Dollar/Franken-Paar bewegte sich in der Nacht per Saldo nicht gross von der Stelle, zuletzt lag das Kursniveau bei 0,7770. Auch das Euro/Franken-Paar tendiert bei Kursen von 0,9040 mehr oder weniger seitwärts. Der Euro hat derweil zum Greenback leicht zugelegt auf 1,1635 nach 1,1615 US-Dollar am Vorabend.

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07:42

Spekulationen über eine Rekord-Freigabe von Ölreserven lassen die Ölpreise weiter sinken. Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge erwägt die ‌Internationale ⁠Energieagentur (IEA) wegen möglicher Engpässe im Zuge des Konflikts zwischen den USA, ⁠Israel und dem Iran die grösste Freigabe von Ölreserven in ihrer Geschichte. Ein ‌Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich ‌um ein Prozent auf 86,92 ​Dollar. Die US-Sorte WTI notierte 0,4 Prozent schwächer bei 83,10 Dollar. Nach einem historischen Preissprung zum Wochenanfang hatten die Ölpreise bereits am Dienstag um mehr als elf Prozent nachgegeben.

Dem Bericht zufolge würde die geplante ‌Freigabe die Menge von 182 Millionen Barrel übersteigen, die nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022 auf den Markt gebracht wurde. Nach Einschätzung ​der Analysten von Goldman Sachs würde eine ​Freigabe dieser Grössenordnung die Ausfälle von Exporten ​aus der Golfregion für zwölf Tage ausgleichen. Der französische Präsident Emmanuel Macron will im ‌Tagesverlauf mit den Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten per Video über die Lage beraten.

Einige Analysten zeigten sich jedoch skeptisch. «Noch wurde keine Freigabe offiziell angekündigt, ​und ​es gibt Zweifel am letztendlichen Tempo ⁠etwaiger Entnahmen aus diesen Reserven», konstatierte Philip ​Jones-Lux, Analyst bei ⁠Sparta Commodities. Gleichzeitig bleiben die Sorgen vor Lieferengpässen bestehen. So hat der ‌staatliche Ölkonzern Adnoc aus Abu Dhabi nach einem Drohnenangriff seine Raffinerie in Ruwais geschlossen. Zudem fielen die US-Bestände an ‌Rohöl, Benzin und Destillaten in der vergangenen Woche, wie ​aus Daten des Branchenverbands API hervorging.

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07:30

Die Nintendo-Aktie ist am Mittwoch um bis zu 10,5 Prozent gestiegen und hat damit ihren stärksten Anstieg seit April 2025 verzeichnet. Hinter der Rally steht der überraschende Erfolg des neuen Pokémon-Spiels, der an der Börse Bedenken über steigende Speicherkosten in den Hintergrund drängt.

Das Spiel Pokémon Pokopia, das am 5. März exklusiv für die Konsole Switch 2 erschienen ist, ist bei mehreren grossen Einzelhändlern in den USA bereits ausverkauft.

Der Schwung rund um die Switch 2 nehme «dank des viralen Hits stark zu» und helfe, dem «Gegenwind durch Speicherkosten» entgegenzuwirken, der die Nintendo-Aktie seit Ende 2025 belastet habe, schrieb Jefferies-Analyst Atul Goyal. Amazon habe den Preis für den Pokémon-Titel bereits auf rund 80 Dollar angehoben, was die hohe Nachfrage unterstreiche.

Zuvor hatte bei Anlegern die Sorge dominiert, dass rasant steigende Speicherpreise – angeheizt durch eine unstillbare Nachfrage aus dem KI-Bereich – die Margen des Unternehmens unter Druck setzen könnten.

«Das Pokémon-Spiel war ein Aussenseiter», sagt Hideki Yasuda, Analyst bei Toyo Securities. «Es war völlig vom Radar der Leute verschwunden, sodass seine Popularität eine positive Entwicklung ist.» Das Spiel im Stil von Animal Crossing gehe von Japan bis Kanada über die Ladentische, was seine weltweite Anziehungskraft illustriere.

Gegen 12:30 Uhr in Tokio notierte die Nintendo-Aktie am Mittwoch bei rund 10'000 Yen. Trotz des Kurssprungs liegen die Titel noch rund 30 Prozent unter dem Hoch vom November.

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07:25

Nachfolgend neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

- Also: UBS senkt auf 170 (310) Fr. mit Neutral (Buy)

- Lindt&Sprüngli: Kepler Cheuvreux senkt auf 126’000 (130’000) Fr. mit Buy

- Lindt&Sprüngli: Barclays senkt auf 103'000 (105’000) Fr. mit Underweight

- Lindt&Sprüngli: UBS senkt auf 137'000 (147'000) Fr. mit Buy

- Swiss Re: JPMorgan senkt auf 145 (155) Fr. mit Neutral

- Partners Group: Goldman Sachs senkt auf 1120 (1220) Fr. mit Neutral

- Flughafen Zürich: Jefferies erhöht auf 246 (239) Fr. mit Hold

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07:15

Der Dax wird am Mittwoch der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge ‌mit Verlusten ⁠in den Handel starten. Am Dienstag hatte ⁠der deutsche Leitindex 2,4 Prozent höher bei 23'968,6 Punkten ‌geschlossen.

Für gute Stimmung an den ‌Börsen sorgten die ​jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump, die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Krieges in Nahost schürten. Als erstes der grossen Forschungsinstitute seit dem ‌Ausbruch des Krieges in Nahost wird das Berliner DIW am Mittwoch neue Konjunkturprognosen vorstellen. Dabei dürfte der ​Blick neben den Wachstumsraten auch auf ​die Inflation gehen, die ​von den zuletzt sprunghaft gestiegenen Energiepreisen angeheizt werden dürfte. Die ‌Teuerungsrate in Deutschland dürfte im Februar gesunken sein. Klarheit bringen die ebenfalls zur Wochenmitte anstehenden detaillierten Daten ​des ​Statistischen Bundesamtes.

Am ⁠Nachmittag folgen die US-Inflationsdaten für ​den vergangenen Monat.

Auf ⁠der Unternehmensseite blicken Anleger unter anderem auf die ‌Geschäftszahlen von Rheinmetall und Porsche AG.

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06:20

Der Schweizer Aktienmarkt gemessen am SMI steht bei der Bank IG im vorbörslichen Handel 0,18 Prozent im Minus bei 13'034 Punkten.

Am Mittwoch legen der Reisehändler Avolta, der Glasverpackungshersteller Vetropack sowie die BKW ihre Ergebnisse für das Jahr 2025 vor. 

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05:30

Die widersprüchlichen Signale zum US-israelischen Krieg gegen den Iran haben die asiatischen Börsen am Mittwoch verunsichert. Trotz eines Berichts über ‌eine ⁠mögliche Rekord-Freigabe von Ölreserven durch die Internationale Energieagentur (IEA) blieben Anleger nervös.

Das «Wall ⁠Street Journal» meldete, die IEA plane die grösste Freigabe ihrer Geschichte, die sogar die ‌182 Millionen Barrel von 2022 nach Russlands Ukraine-Invasion ‌übertreffen würde. «Diese Nachricht über die ​Freigabe strategischer Reserven wird vom Markt begrüsst, weil dann im Falle eines kurzen Konflikts genug Öl vorhanden ist, um Rationierungen oder wirtschaftliche Auswirkungen zu vermeiden», sagte der Leiter der Asien-Aktienstrategie bei Societe Generale.

Die japanische Börse legte ‌zu: Der Nikkei-Index stieg um 2,1 Prozent auf 55'683 Punkte. In Südkorea kletterte der Kospi sogar um 3,2 Prozent. Die US-Futures zeigten sich ebenfalls ​fester. Gleichzeitig wachsen Sorgen über steigende Energiepreise und deren inflationäre ​Wirkung.

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05:00

Am Devisenmarkt behauptete sich der Dollar ​als bevorzugter sicherer Hafen. Er legte 0,1 Prozent auf 158,25 Yen zu. Der Euro notierte ‌schwächer bei 1,1624 Dollar, das britische Pfund gab auf 1,3440 Dollar nach. «Man hat nur einen sicheren Hafen, und das ist der US-Dollar», erklärte der Analyst.

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04:45

Die ​Ölpreise ​schwankten nach dem IEA-Bericht. Ein ⁠Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um ​0,2 Prozent auf 87,89 Dollar. ⁠Das US-Öl WTI notierte kaum verändert bei 83,47 Dollar. Der Goldpreis ‌stieg um 0,5 Prozent auf 5215,60 Dollar je Feinunze.

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23:00

Die US-Börsen haben am Dienstag vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs eher schwächer geschlossen. Der Dow ‌Jones blieb ⁠bei 47'707 Punkten fast unverändert, wie auch der technologielastige Nasdaq bei 22'697 Zählern. Der breit gefasste S&P 500 büsste dagegen 0,2 Prozent auf 6781 ⁠Stellen ein.

Zwar hatten die drei wichtigsten Indizes lange Zeit leicht im Plus gelegen, getragen von Spekulationen auf ein baldiges Ende des Konflikts nach entsprechenden Andeutungen von US-Präsident Donald Trump. ‌Ein Medienbericht, wonach es Anzeichen für iranische Vorbereitungen zum Legen von Minen in der Strasse von ‌Hormus gibt, sorgte jedoch im späten Handel für Ernüchterung. Die Meerenge ist ​von zentraler Bedeutung für den weltweiten Ölhandel.

«Der Markt hat Stärke gezeigt, dann aber alles wieder abgegeben», sagte Tim Ghriskey, leitender Portfoliostratege bei Ingalls & Snyder in New York. Unter den Anlegern herrsche grosse Verwirrung. «Man sieht Schlagzeilen aus dem Weissen Haus, die dem Markt Hoffnung machen. Dann aber siegt die Vernunft, und die Märkte erkennen, dass dies noch lange nicht vorbei ist.»

Trump hatte am Montag in einem Interview mit CBS News gesagt, ‌dass er den Krieg gegen den Iran «für so gut wie beendet» halte und dass man dem ursprünglichen Zeitrahmen «sehr weit voraus» sei. Dies drückte die Ölpreise, die nach dem Kriegsbeginn Ende Februar bis Montag um rund 50 Prozent angestiegen waren, tief ins Minus. Zum Ende des Aktienhandels in New York ​lag Brent 8,4 Prozent tiefer bei 90,68 Dollar je Barrel und die US-Sorte WTI 8,8 Prozent im ​Minus bei 86,45 Dollar.

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent ​dürfte der US-Energiebehörde EIA zufolge wegen des Iran-Kriegs in den kommenden zwei Monaten auf über 95 Dollar pro Barrel steigen. Danach werde sich die Lage jedoch entspannen und der ‌Preis bis Jahresende auf rund 70 Dollar fallen, teilte die Behörde am Dienstag in ihrem Monatsbericht mit. Grund für die erhöhten Preise seien die weitgehend blockierten Lieferwege durch die Strasse von Hormus, über die ein Fünftel der weltweiten Öltransporte abgewickelt wird. Dies führe zu Produktionskürzungen im Nahen Osten. Sobald der ​Transit ​wieder möglich sei, werde das weltweite Angebot die Nachfrage jedoch übersteigen, erklärte die ⁠EIA.

Bei den Einzelwerten konnten die Aktien der Fluggesellschaften American ​Airlines, United Airlines und Delta daher ⁠ihre vorbörslichen Gewinne nicht halten und fielen um 2,2 bis 3,6 Prozent. Die Papiere der Kreuzfahrtanbieter Carnival und Royal Caribbean fielen ebenfalls. Nach unten ‌ging es zugleich auch für die Aktien der Ölkonzerne ConocoPhillips und Exxon Mobil, die 2,5 und 1,5 Prozent einbüssten.

Unter Druck gerieten auch die Aktien von Boeing mit einem Minus von 3,2 Prozent. Mängel an Kabeln könnten die Auslieferungen von Jets des ‌Typs 737 MAX im ersten Quartal verzögern, teilte der Flugzeugbauer mit.

Um 2,2 Prozent nach oben ging ​es hingegen für Citigroup. Die US-Grossbank erwartet für das erste Quartal ein Wachstum im mittleren Zehner-Prozentbereich bei den Gebühren im Investmentbanking und bei den Handelserträgen. Als Grund für ihren Optimismus nannte Vorstandschefin Jane Fraser eine starke Nachfrage nach Aktien und festverzinslichen Wertpapieren. Zugleich stützten anhaltende Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung den Markt ‌für Fusionen und Übernahmen. 

(cash/AWP/Reuters)

Monique Misteli Ringier
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