+++Börsen-Ticker+++ - Hoffnung auf nahendes Ende der Virus-Krise treibt US-Börse

Der amerikanische Aktienmarkt setzt darauf, dass die grosse Krise ihren Wendepunkt erreicht hat. Für die Schifffahrtsgesellschaft Norwegian wird es allerdings eng.
05.05.2020 22:50
Schiff Norwegian Epic der Norwegian Cruise Line: Die Aktie ist in New York um 22 Prozent abgestürzt.
Schiff Norwegian Epic der Norwegian Cruise Line: Die Aktie ist in New York um 22 Prozent abgestürzt.
Bild: imago images / ZUMA Wire

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Zum Börsen-Ticker vom Mittwoch 6. Mai geht es hier.

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22:35

Die Lockerung der Coronavirus-Restriktionen in mehreren Staaten hat Anleger am Dienstag zum Wiedereinstieg in den US-Aktienmarkt ermuntert. Zuversichtlich stimmte Investoren ausserdem der Anstieg des Ölpreises. Der Dow Jones schloss 0,6 Prozent höher auf 23'883 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 1,1 Prozent auf 8809 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,9 Prozent auf 2868 Punkte zu.

An der Börse setze sich die Einschätzung durch, dass die Weltwirtschaft ihre Talsohle erreicht hat, sagte Jasper Lawler, Chef-Analyst des Online-Brokers LCG. "Dem zufolge kann es nur besser werden, wenn die Restriktionen gelockert und Medikamente entwickelt werden." Mut schöpften Investoren dabei aus dem Barometer für die Stimmung der US-Einkaufsmanager. Er brach zwar so stark ein wie noch nie seit Umfragebeginn 1997. Der Rückgang fiel aber nicht so stark aus wie befürchtet.

Der anstehende US-Arbeitsmarktbericht könnte aber einen Stimmungsumschwung auslösen, warnte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan. Am Mittwoch veröffentlicht die private US-Arbeitsagentur ADP Beschäftigungszahlen, die einen Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag liefern. Experten rechnen für April mit einem Abbau von gut 20 Millionen Stellen. Der bisherige Rekord aus dem Jahr 2009 lag bei 835.000 gestrichenen Jobs.

 

 

Gefragt waren auch die in den USA notierten Aktien von BioNTech, die sich um mehr als neun Prozent verteuerten. Die Mainzer Biotechfirma und ihr US-Partner Pfizer testen einen möglichen Coronavirus-Impfstoff nun auch in den USA. Pfizer-Titel legten 2,4 Prozent zu.

Die Titel von Norwegian Cruise Line brachen dagegen um mehr als 22 Prozent ein. Der Kreuzfahrt-Anbieter sieht wegen der Virus-Krise das eigene Überleben in Gefahr. Das Unternehmen habe nicht genügend Mittel, um seine finanziellen Verpflichtungen der kommenden Wochen zu erfüllen. Daher will es durch die Ausgabe von Aktien und Anleihen insgesamt 1,6 Milliarden Dollar einsammeln. Im Sog von Norwegian verloren die Aktien der Konkurrenten Carnival ("Aida") und Royal Caribbean ("Mein Schiff") bis zu zehn Prozent. 

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18:00

Die Ölpreise haben am Dienstag spürbar zugelegt. Händler nannten die Hoffnung auf eine geringere Angebotsschwemme als Grund. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 30,21 US-Dollar. Das waren 2,24 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI legte um 2,92 Dollar auf 24,02 Dollar zu.

Offenbar macht sich die verringerte Ölförderung insbesondere in den USA bemerkbar. So sind laut dem Dienstleister Genscape die Lagerbestände am Umschlagplatz für WTI in Cushing zuletzt deutlich schwächer gestiegen. Dennoch bleiben die weltweiten Lagerkapazitäten knapp.

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17:40

Der Leitindex SMI geht um 1,3 Prozent auf 9512 Punkten aus dem Handel. Bei den Anlegern setzte sich die Ansicht durch, dass der Wirtschaftsabschwung infolge der Coronavirus-Krise die Talsohle erreicht habe und es dank der Lockerung der einschneidenden Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie in mehreren Ländern mit der Konjunktur wieder aufwärts gehen dürfte.

Die Investoren griffen auf breiter Front zu. Gefragt waren sowohl die als eher defensiv geltenden Indexschwergewichte als auch konjunktursensitive Unternehmen. Die Aktien des Pharmariesen Novartis und des Lebensmittelkonzerns Nestlé zogen 2,35 beziehungsweise 2,0 Prozent an. Die Anteile des Elektrotechnikkonzerns ABB stiegen um 1,9 Prozent. SMI-Spitzenreiter war der Augenheilkonzern Alcon mit einem Kursplus von 5,1 Prozent. Dem Markt hinterher hinkten die Banken: Die Anteile der UBS verloren 2,6 Prozent, während die der Credit Suisse ein Prozent nachgaben.

Am breiten Markt schossen die ObsEva-Titel ein Fünftel hoch. Die auf Fruchtbarkeitsmedizin spezialisierte Biotech-Firma verringerte den Verlust im ersten Quartal und die Coronavirus-Krise beeinträchtigt die laufenden klinischen Studien und Patientenrekrutierungen bislang nicht.

Zum ausführlichen Schlussbericht der Schweizer Börse geht es hier.

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16:25

Der Dow Jones Industrial stieg im frühen Handel um 1,34 Prozent auf 24 067,50 Punkte. Am Montag war er zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit etwas mehr als einer Woche gefallen, erst eine Schlussoffensive hatte ihn zu Wochenbeginn noch knapp ins Plus gehievt.

Weltweit hebt es am Dienstag wieder die Stimmung, dass immer mehr Länder ihre seit Wochen bestehenden rigiden Isolationsmassnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus lockern möchten. Zudem legten die Ölpreise deutlich zu und auch Quartalszahlen vom Chemiekonzern Dupont kamen bei Anlegern gut an. Händlern zufolge steht die Erholung jedoch auf wackeligen Beinen, nachdem zuletzt der US-chinesische Handelsstreit wieder hochgekocht war.

Vor diesen Hintergründen ging es am Dienstag auch für den marktbreiten S&P 500 um 1,47 Prozent auf 2884,48 Zähler nach oben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 rückte gestützt auf eine allgemein gute Stimmung im Chipsektor um 1,48 Prozent auf 8965 Punkte vor.

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16:15

Die Handelsbilanz der USA hat im März ein deutlich höheres Defizit ausgewiesen. Wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington bekanntgab, erhöhte sich der Überschuss der Einfuhren gegenüber den Ausfuhren zum Vormonat um 4,6 Milliarden auf 44,4 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit einem Defizit von 44,2 Milliarden Dollar gerechnet.

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15:38

Der Dow Jones notiert zur Eröffnung 1 Prozent höher bei 23'982 Punkten. Der S&P 500 eröffnet 1 Prozent höher bei 2871 Punkten. Der Nasdaq startet mit 1,1 Prozent im Plus bei 8807 Punkten.

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15:10

Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsstart rund ein Prozent höher auf 23'978 Punkte. Am Vortag war dem Dow nach einem teilweise deutlich schwächeren Verlauf in einer späten Erholung noch der Sprung in die Pluszone geglückt.

Dass nun immer mehr Länder ihre seit Wochen bestehenden rigiden Isolationsmassnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus lockern, hebt die Anlegerstimmung weltweit. Zudem legten die Ölpreise am Dienstag deutlich zu. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um fast 10 Prozent. Händler verwiesen auf Berichte, wonach die Rohölschwemme an den Märkten abebben könnte. Offenbar mache sich die verringerte Ölförderung bemerkbar. Ferner scheine der jüngste Nachfrageeinbruch seinen Boden gefunden haben.

Positive Nachrichten kamen auch vom Chemiekonzern DuPont , dessen Quartalszahlen besser als befürchtet ausfielen. Der Umsatz sank in den ersten drei Monaten um 4 Prozent. Im vorbörslichen Handel stiegen die Aktien um 2,2 Prozent.

Der US-Industriekonzern General Electric (GE) kündigte wegen der Corona-Krise einen Stellenabbau in seiner Flugzeugsparte von rund 25 Prozent an. Damit wären insgesamt rund 13'000 Jobs betroffen. Der Abschwung in der Branche sei beispiellos, hiess es. Die Corona-Pandemie dürfte im zweiten Quartal zu einem Einbruch des Luftverkehrs um rund 80 Prozent führen. Die Aktien von General Electric stiegen vorbörslich um 1,5 Prozent.

Die Aktien von Pfizer rückten vorbörslich um 1,8 Prozent vor. Der US-Pharmakonzern und sein deutscher Kooperationspartner Biontech gaben bekannt, erste Probanden in den USA mit einem Impfstoff zur Prävention von Covid-19-Infektionen behandelt zu haben.

Unterdessen bekommt das kriselnde Dessous-Label "Victoria's Secret" aufgrund der Corona-Krise nun doch keinen neuen Mehrheitsbesitzer. Der im Februar beschlossene Deal, bei dem die Modemarke mit 1,1 Milliarden Dollar bewertet worden war, sei aufgehoben worden, hiess es. Ursprünglich sollte der Finanzinvestor Sycamore Partners 55 Prozent an der Modemarke von deren Mutterkonzern L Brands übernehmen. Die Aktien von L Brands sackten vorbörslich um 3,6 Prozent ab.

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14:50

In Erwartung einer raschen Erholung der Weltwirtschaft und dank ermutigender Firmenbilanzen kehren Anleger in die europäischen Aktienmärkte zurück. "Wenn sich die Lage verbessert - die Zahl der Neuinfektionen fällt, und die Regierungen fahren die Wirtschaft bis zu einem gewissen Grad wieder hoch - wird diese Rezession zwar tief, aber kurz", sagte Volkswirtin Simona Gambarini vom Research-Haus Capital Economics. Daher ignorierten Investoren die aktuelle Konjunkturschwäche.

Der Dax stieg am Dienstag um knapp zwei Prozent auf 10'663 Punkte, und der EuroStoxx50 gewann 1,5 Prozent auf 2859 Zähler. Insidern zufolge wollen Bund und Länder bei ihren Gesprächen am Mittwoch den Weg für eine weitere Lockerung der Coronavirus-Restriktionen freimachen. Unter anderem sollten alle Handelsgeschäfte wieder öffnen dürfen.

Zu den Favoriten am europäischen Aktienmarkt zählte Total mit einem Kursplus von 6,6 Prozent. Der Gewinn des französischen Ölkonzerns sei weniger stark eingebrochen als am Markt befürchtet, urteilte Analyst Jason Gabelman vom Vermögensverwalter Cowen. Ausserdem hält das Unternehmen seine Dividende stabil.

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13:30

Die in den USA gelisteten Aktien des Mainzer Biotech-Unternehmens BioNTech legen im vorbörslichen Handel 8,1 Prozent zu, die Pfizer-Papiere gewinnen 2,7 Prozent. Die beiden Unternehmen testen ihren experimentellen Coronavirus-Impfstoff nun auch in den USA an Menschen. In Deutschland läuft die Studie seit Ende April.

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13:15

Der Kurs des Euro ist am Dienstag nach einem Urteil des Bundesverfassungesgerichts unter Druck geraten. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel bis zum Mittag auf 1,0845 US-Dollar zurück. Am Morgen hatte er noch über 1,09 Dollar notiert.

Ggenüber dem Franken bleiben die Einbussen jedoch sehr überschaubar. Derzeit wird der Euro zu 1,0523 gehandelt, nach 1,0531 am Vormittag und auch schon gestern Abend. Der US-Dollar hat dagegen auf 0,9707 von 0,9666 klar angezogen, womit er erstmals seit Ende vergangener Woche wieder über 97 Rappen notiert.

Das Bundesverfassungsgericht hat mehreren Klagen gegen die milliardenschweren Staatsanleihenkäufe der EZB überwiegend stattgegeben. Die Beschlüsse der Notenbank seien kompetenzwidrig ergangen. Das Gericht widersprach damit einer vorherigen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). Das Urteil bezieht sich auf das Programm PSPP, das im Jahr 2015 aufgelegt wurde. Das in der Corona-Krise neu aufgelegte Programm PEPP ist von dem Urteil nicht direkt betroffen.

Verfassungsgericht: Aufkauf von Staatsanleihen durch EZB war teilweise verfassungswidrig

Das Urteil könnte den Zusammenhalt der Eurozone gefährden. So legten an den Anleihemärkten die Renditen von italienischen Papieren besonders deutlich zu. Das Land wurde durch die Corona-Krise besonders hart getroffen und hatte schon zuvor eine hohe Verschuldung aufgewiesen.

Im weiteren Handelsverlauf könnten Wirtschaftsdaten aus den USA den Markt bewegen. So steht am Nachmittag mit dem Einkaufsmanagerindex ISM für den Dienstleistungssektor im April ein wichtiger Konjunkturindikator auf dem Kalender. Der Dienstleistungssektor wurde durch das Herunterfahren des öffentlichen Lebens besonders stark belastet.

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12:45

Die Futures auf den US-Aktienmärkten stehen im Plus, was auf eine höhere Eröffnung der Börsen schliessen lässt. Hier die Terminkontrakte nach Angaben von CNN:

U.S. Stock Futures

 S&P 500 +24.75  /  +0.88 Prozent
Level 2850.00
Fair Value 2834.12
Difference +15.88

Data as of 6:20am ET

 Nasdaq +83.25  /  +0.95 Prozent
Level 8878.75
Fair Value 8820.68  
Difference +58.07  

Data as of 6:20am ET

 Dow +212.00  /  +0.90 Prozent
Level 23'783.00

Data as of 6:21am ET

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12:25

Die Ölpreise haben am Dienstag deutlich zugelegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent lag zuletzt bei 29,27 US-Dollar. Das waren 2,07 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI legte um 2,00 Dollar auf 22,38 Dollar zu.

Händler verwiesen auf Berichte, laut denen die Rohölschwemme an den Märkten abebben könnte. Offenbar mache sich die verringerte Ölförderung bemerkbar. So sind laut einem Bericht des Datenunternehmens Genscape die Lagerbestände am Umschlagplatz für WTI in Cushing zuletzt so wenig gestiegen wie seit Mitte März nicht mehr. Nichtsdestotrotz blieben die weltweiten Lagerkapazitäten zuletzt weiter knapp. In Indien erreichten die Rohöl-Lager an Land ihre Kapazitätsgrenze. Laut dem Ölminister des Landes sind sogar die Tanks für die strategische Reserve voll.

Auch an anderer Stelle deutete sich eine leichte Verbesserung an. Der jüngste Einbruch der Nachfrage nach Rohöl scheine seinen Boden gefunden haben, sagten Händler. Allerdings werde es wohl eine sehr lange Zeit brauchen, bis der Ölmarkt angesichts des immer noch sehr hohen Angebots und der schwachen Nachfrage sein Gleichgewicht gefunden habe.

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11:55

Nach einem schwachen Wochenstart haben die Kurse an den europäischen Börsen am Dienstag wieder etwas Boden gutgemacht. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 legte gegen Mittag um 0,9 Prozent auf 2840,64 Punkte zu, wobei er in der Spitze sogar um mehr als zwei Prozent gestiegen war. Der französische Leitindex Cac 40 gewann zuetzt 1,4 Prozent dazu. Der Londoner FTSE 100 verbesserte sich um ein Prozent.

Den Mittagsbericht zu den europäischen Börsen finden Sie hier.

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11:40

Die Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für den Rohstoffkonzern Glencore auf 'negativ' von 'stabil' gesenkt. Für das langfristige Rating gilt weiter die Einstufung 'Baa1', wie die Agentur am Dienstag mitteilte.

Moody's begründete die Senkung des Ausblicks mit den Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die finanzielle Position des Konzerns im Jahr 2020. Bereits Ende 2019 sei das Kreditprofil gemessen an der "Baa1"-Einstufung schwach gewesen.

Die gute Liquidität und hohe finanzielle Flexibilität von Glencore werde anerkannt. Eine Normalisierung der Rohstoffnachfrage und der Preise dürfte eine Erholung der Kreditmatrix in den Jahren 2021 bis 2022 zur Folge haben.

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11:05

Der Dax hat nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, demzufolge der Aufkauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank teilweise gegen das Grundgesetz verstösst, einen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben. Der deutsche Leitindex notierte noch 0,7 Prozent im Plus, nachdem er zunächst um bis zu 2,4 Prozent zugelegt hatte.

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09:55

Freundliche Vorgaben der US-Börsen haben am Dienstag den deutschen Aktienmarkt stabilisiert. Nach einem zweitägigen deutlichen Kursrutsch legte der Dax im frühen Geschäft um 1,9 Prozent auf 10'668,93 Punkte zu. Für den MDax ging es um 2,3 Prozent auf 22'935,18 Punkte nach oben. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Eurozone, stieg um 2,0 Prozent auf 2873,49 Punkte.

"Das zurückeroberte Kursniveau von 10'600 Punkten im Dax ist kein Anzeichen von relativer Stärke, sondern lediglich dem nachlassenden Verkaufsdruck geschuldet", erklärte Andreas Lipkow, Marktexperte der Comdirect Bank. Die meisten Anleger befänden sich weiter eher auf dem Rückzug, da die derzeitige politische Lage kaum kalkulierbar sei. Die deutsche Wirtschaft kämpfe weiter mit den Folgen der Corona-Krise und laufe Gefahr, abermals im US-chinesischen Handelskonflikt zwischen allen Stühlen zu sitzen.

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09:40

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag mit festeren Kursen auf breiter Front in die Sitzung gestartet. Damit kommt es zu einem Stabilisierungsversuch, nachdem der SMI an den vorangegangenen drei Tagen insgesamt um rund 500 Punkte nachgegeben hatte. Unterstützung kommt dabei von der Wall Street, wo die Kurse gegen Handelsende nach einer Schlussoffensive noch ins Plus gedreht haben. Sehr gesucht sind Adecco nach Quartalszahlen.

Der SMI steht um 9:40 Uhr 0,8 Prozent höher bei 9463 Punkten. Der SLI, in dem die Gewichtung der drei Schwergewichte stärker begrenzt ist, zieht um 1,0 Prozent auf 1380 Punkte an und der breit gefasste SPI um 0,8 Prozent auf 11'738 Punkte.

Der SMI um 09:38 (Quelle: cash.ch).

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09:10

Der SMI gewinnt 1,0 Prozent auf 9'483 Punkte.

Einerseits helfe den Aktien die Entspannung bei den Ölpreisen, welche sich zuletzt etwas erholt hätten, heisst es am Markt. Andererseits kamen beruhigendere Signale aus den USA: Nachdem Präsident Trump zuletzt mit einer schärferen Rhetorik die Angst vor einem Wiederaufflackern der Handelskonflikte mit China angefacht - und sich China umgehend gegen die Vorwürfe gewehrt hatte - hiess es nun aus dem Weissen Haus, dass nicht mit einer Erhöhung der Zölle auf Importe auf chinesische Güter zu rechnen sei. Dies habe zu einer leichten Beruhigung der Nerven der Investoren geführt, heisst es.

Adecco fallen mit einem Plus von 3,0 Prozent positiv auf. Insbesondere ist der Umsatzrückgang im ersten Quartal weniger dramatisch ausgefallen als befürchtet. In ersten Kommentaren wurde nebst der Umsatzentwicklung auch die Widerstandskraft der Marge gelobt.

Mit Notierungen von mehr als 1 Prozent über dem Schlusskurs vom Montag glänzen zudem ABB, Alcon, LafargeHolcim oder auch CS, welche am Vortag noch arg unter Druck standen.

UBS hingegen werden 0,4 Prozent tiefer gestellt. Das Minus von 4 Rappen ist allerdings deutlich geringer als die heute abgezogene Dividende von 0,375 US-Dollar.

Im breiten Markt stehen Oerlikon (+0,9 Prozent) nach Zahlen klar im Plus. Ex-Dividende werden zudem Stadler Rail, BCV und Zuger Kantonalbank gehandelt.

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08:20

Der Kurs des Euro hat sich am Dienstag nach deutlichen Vortagesverlusten über 1,09 US-Dollar stabilisiert. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,0908 US-Dollar gehandelt. Sie lag damit ungefähr auf dem Niveau vom Vorabend.

Auch gegenüber dem Franken zeigt sich der Euro im Bereich von leicht über 1,0530 stabil. Derzeit wird er zu 1,0535 Franken gehandelt. Der US-Dollar tritt mit aktuell 0,9657 ebenfalls mehr oder weniger an Ort.

Der US-Dollar hatte am Vortag zu vielen Währungen zugelegt. Der Konflikt zwischen den USA und China in der Corona-Krise sorgt für Verunsicherung. Die USA machen China für den Ausbruch des Virus verantwortlich. An den Märkten wird jetzt ein Wiederaufflammen des Handelskonfliktes befürchtet. Dies unterstützt den Dollar, der als Weltleitwährung gesucht wird.

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08:10

Der Swiss Market Index wird vorbörslich 0,8 Prozent höher geschätzt. Neun von zehn SMI-Titeln sind im Plus. Die Grossbank UBS bildet der negative Ausreisser mit minus 2,3 Prozent ex Dividende. 2 Prozent im Plus steht hingegen die Aktien von Adecco. Dies obwohl der Personalvermittler die Analysten mit einem Reinverlust überrascht hat. 

Adecco überrascht Analysten mit Reinverlust

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07:45

Die Rücknahme weiterer Corona-Einschränkungen und die Förderkürzungen stützen den Ölpreis. Ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Öl verteuert sich um 6,3 Prozent auf 21,69 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent kostet mit 28,34 Dollar 4,2 Prozent mehr. Seit Montag sind die von den Opec-Staaten und Verbündeten beschlossenen Drosselungen der Ölförderung in Kraft.

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05:45

Die Börse in Tokio blieb aufgrund eines Feiertags geschlossen. Die Börse in Shanghai lag 1,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans fiel um 2,8 Prozent.

"Der Markt kostet die Idee aus, dass sich die Dinge verbessern", sagte Gene McGillian, Vize-Präsident des Marktforschungsinstitutes Tradition Energy in Connecticut. Der Aufschwung basierte auf den optimistischere Aussagen der Gouverneure von Kalifornien und New York in Bezug auf die Wiedereröffnung von Unternehmen. Andrew Cuomo aus New York skizzierte am Montag eine stufenweise Öffnung in dem von der COVID-19-Pandemie am stärksten betroffenen US-Bundesstaat.

Der Optimismus über eine wirtschaftliche Erholung nach dem Ausbruch des Coronavirus überwog daher zumindest kurzzeitig das jüngste Wortgefecht zwischen China und den Vereinigten Staaten, der am Montag asiatische und europäische Aktien nach unten gezogen hatte: US-Präsident Donald Trump bekräftigte seine Vorwürfe, China hätte eine weltweite Ausbreitung des Virus verhindern können und dass SARS-CoV-2 aus einem Labor in Wuhan stamme. Chine wies die Schuldzuweisung entschieden zurück.

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05:40

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 106,61 Yen und stagnierte bei 7,0602 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9654 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,0905 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0530 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,2 Prozent auf 1,2461 Dollar.

(cash/Reuters/Bloomberg/AWP)

 
Aktuell+/-%
DOW JONES25'885.92+0.70%
NASDAQ10'558.63+0.10%
S&P 5003'166.93+0.47%
BioNTech Sp ADS69.50+5.93%
Pfizer Rg33.63+0.49%
USD/JPY106.9080-0.31%
Carnival Rg9.860+4.45%
EUR/USD1.1303+0.16%
Ölpreis (Brent)42.99+1.45%
Ölpreis (WTI)39.57-3.16%
SMI10'229.97+0.85%
Novartis N82.00+0.12%
Nestle N107.16+1.50%
ABB N22.96+0.70%
Alcon Rg52.98-0.04%
UBS Group N11.135+1.23%
CS Group N9.860+2.09%
NASDAQ 10010'771.03+0.15%
Adecco Group N44.51+0.07%
General Electric Rg6.625+0.68%
EURO STOXX 503'296.22+1.07%
DAX12'633.71+1.15%
EUR/CHF1.0635+0.20%
FTSE 1006'095.41+0.76%
Moody's Rg292.84-0.49%
Glencore Rg1.754+1.07%
MDAX26'562.00-0.63%
Comdirect bank I13.760+0.58%
SLI1'543.41+1.02%
SPI12'670.41+0.82%
LafargeHolcim N42.49+1.68%
OC Oerlikon N7.935+1.47%
Stadler Rail N38.34+0.47%
ams I16.350+6.07%
Goldman Sachs Gr Rg203.65+3.46%
Morgan Stanley Rg49.13+3.41%
GBP/CHF1.1884+0.24%
EUR/GBP0.8951-0.01%
Total33.32+0.48%