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17:40
Der Swiss Market Index schloss den Handel am Montag 1,3 Prozent tiefer. Der befürchtete grosse Aktien-Ausverkauf nach Ausbruch des Iran-Krieges ist damit ausgeblieben.
Die einzige Aktie im SMI, die den Handel im Plus beendete, ist Kühne+Nagel (+0,8 Prozent). Das schwierige Umfeld könnte die Frachtgebühren nach oben treiben, hiess es im Handel.
Aber auch Avolta (-6,5 Prozent) oder der Flughafen Zürich (-3,3 Prozent) sind von den Unterbrechungen im internationalen Flugverkehr betroffen.
Daneben kippten Investoren vorerst vor allem Finanzwerte wie die UBS, Julius Bär und Partners Group aus den Depots. Allerdings konnten die Aktien ihre Verluste gegen Handelsschluss deutlich wettmachen. Die UBS schloss noch 0,6 Prozent tiefer, Partners Group 1,8 Prozent.
Einen bemerkenswerten Satz von 23 Prozent nach oben machte die Aktie von Leonteq, nachdem sich Raiffeisen Schweiz als Ankeraktionär zurückzog und Rainer-Marc Frey seinen Anteil am Derivate-Spezialist deutlich ausbaute.
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17:15
Der Franken schwächt sich von seinem Rekord deutlich ab und stabilisiert sich auf einem klar tieferen Niveau. So wird der Euro wieder zu 0,9122 Franken gehandelt und der Dollar steht bei 0,7794 wieder knapp unter der Marke von 78 Rappen. Am Morgen war das Euro/Franken-Paar auf 0,9034 abgesackt und markierte damit ein neues Rekordtief, klammert man die Verwerfungen rund um die Aufhebung der Euro-Mindestgrenze 2015 aus. Auch der Dollar war kurz unter die Marke von 77 Rappen zurückgefallen.
Eine Stütze mögen dabei Aussagen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gewesen sein. «Angesichts der internationalen Entwicklung ist unsere Bereitschaft am Devisenmarkt zu intervenieren erhöht», hies es von der Notenbank.
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17:00
Der deutliche Ölpreisanstieg infolge des Iran-Kriegs belastet die US-Aktienmärkte nur moderat. Nach einem schwächeren Auftakt schlugen die wichtigsten Indizes einen Erholungskurs ein, der gestützt wurde von einer besser als erwarteten Stimmung in der US-Industrie.
Der Dow Jones Industrial fiel im frühen Handel um 0,4 Prozent auf 48'774 Punkte, womit sein bisheriger Jahresgewinn auf 1,6 Prozent zusammenschmolz. Mitte Februar noch war der wohl bekannteste Index der Wall Street erstmals über 50'500 Punkte geklettert.
Der marktbreite S&P 500 gab ebenfalls um 0,3 Prozent nach und stand damit bei 6860 Punkten. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,2 Prozent auf 24'903 Punkte abwärts.
Am Wochenende hatten die USA und Israel den Iran angegriffen und unter anderem das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet. Derzeit werden weiter Ziele angegriffen, die Teheran mit Gegenschlägen auf Israel und andere Länder beantwortet. Der Krieg hat inzwischen nicht nur die Golfstaaten, sondern auch den Libanon erfasst. Die Sorge vor einem Flächenbrand wächst.
Der Ölpreis schoss in die Höhe, was die Konjunktur weltweit beeinträchtigen könnte, sollte der Preis länger hoch bleiben oder sogar noch weiter steigen. Zeitweise erreichte Brent-Öl den höchsten Stand seit Juli 2024 und US-Öl den höchsten Stand seit Juni 2025. Damals hatte das US-Militär bereits Anlagen des Iran angegriffen.
Im Fokus steht nun die Strasse von Hormus, die eine der wichtigsten Engenstellen des weltweiten Handels mit Öl und Gas ist. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf. Iran hat den Schiffsverkehr eingeschränkt. «Eine längere Blockade der Strasse von Hormus könnte Öl deutlich verknappen», kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners.
Derweil ging der ISM-Einkaufsmanagerindex für die Industrie im Februar zwar im Vergleich zum Vormonat zurück, aber weitaus moderater als erwartet. Er liegt zudem weiter klar über der Schwelle, die auf Wachstum hindeutet.
Wie bereits in Europa verkauften Investoren vor allem Aktien der Tourismusbranche, etwa von Hotelketten oder Fluggesellschaften. Wynn Resorts oder Hilton gaben zwischen 2,5 und 3,5 Prozent nach. Fluggesellschaften wie United Airlines oder American Airlines verloren 3,0 und 4,5 Prozent.
Unter den Öl- und Rüstungspapieren, die dagegen nach oben getrieben wurden, legten ConocoPhillips um 3,3 Prozent zu und ExxonMobil stiegen um 1,0 Prozent. Die Rüstungsaktien RTX gewannen 3,6 Prozent und die von Lockheed Martin 2,2 Prozent. Lockheed beliefert die US-Armee mit dem THAAD-Raketenabwehrsystem.
Unter den sogenannten Gloreichen Sieben gab es unterdessen mehr Verlierer als Gewinner: Apple ,Tesla ,Amazon und Alphabet gaben nach, wobei die Aktie der Google-Mutter mit minus 1,9 Prozent am deutlichsten schwächelte. Meta, Microsoft und Nvidia legten zu. Unter ihnen ragte der KI-Chiphersteller mit einem Plus von 2,2 Prozent am deutlichsten heraus.
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16:10
Nach der Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran geht es an der Wall Street leicht nach unten. Ein gross angelegter Ausverkauf nach der Eröffnung am Montag blieb jedoch aus.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 notierten jeweils rund ein halbes Prozent tiefer bei 48'642 und 6846 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor in etwa genauso viel auf 22'556 Zähler.
Die Verluste hielten sich in Grenzen, da Investoren in den vergangenen Wochen bereits mit einem Konflikt gerechnet hätten, sagte Stratege Adam Turnquist vom Vermögensverwalter LPL. «Der Markt steckt das relativ gut weg - auch mit Blick auf das aktuelle Ölpreisniveau.» Chris Beauchamp, Chefanalyst vom Broker IG, mahnte hingegen zur Vorsicht: «Da US-Präsident Donald Trump gesagt hat, dass die Kampagne vier Wochen dauern könnte, besteht erhebliches weiteres Abwärtspotenzial.»
Vor allem die Rüstungswerte grenzten die Verluste der wichtigsten US-Börsenbarometer ein. Konzerne wie AeroVironment, Kratos, Lockheed Martin und RTX legten um gut vier bis fast 16 Prozent zu. Der Sprung beim Ölpreis um fast sieben Prozent stützte zugleich Aktien aus dem Energiesektor: Occidental Petroleum und ConocoPhillips gewannen jeweils gut drei Prozent.
Dies glich Kursverluste bei Papieren aus dem Reisesektor teilweise aus. Die Fluggesellschaften American Airlines, United Airlines und Delta Air büssten zwischen gut zwei und fast 5,5 Prozent ein. Kreuzfahrtanbieter wie Carnival, Norwegian Cruise Line und Royal Caribbean verloren rund sechs bis elf Prozent. Um rund zwei Prozent nach unten ging es für Grossbanken wie Citigroup und Bank of America.
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15:40
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14:50
Vor Handelsbeginn notieren die Futures auf den Dow Jones Industrial 1 Prozent tiefer. Zeitweise haben die Futures gar die bisherigen Jahresgewinne ausradiert. Noch etwas ärger erwischte es den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100, jene Futures fallen 1,3 Prozent.
Grösster Stimmungsdämpfer ist zunächst die Entwicklung der Ölpreise. In der Nacht zum Montag stiegen die Notierungen für Brent-Öl aus der Nordsee und Rohöl aus den USA in den ersten Handelsminuten um jeweils mehr als zehn Prozent. Dabei erreichte Brent-Öl in der Spitze den höchsten Stand seit Juli 2024 und US-Öl den höchsten Stand seit Juni 2025. Damals hatte das US-Militär bereits den Atombunker des Iran angegriffen.
Im Fokus steht zudem die durch Gegenschläge des Iran bedrohte Sicherheit der Strasse von Hormus, einer der wichtigsten Adern der Weltwirtschaft. Durch sie strömten zwischen 20 und 30 Prozent der globalen Öl- und Gasversorgung, schrieb Matthew Lofting von JPMorgan. Für Ölwerte wie Exxon Mobil und Occidental Petroleum ging es vorbörslich kräftig aufwärts.
Besonders stark waren auch die Aktien von Lockheed Martin gefragt. Der Konzern beliefert die US-Armee mit dem THAAD-Raketenabwehrsystem. In Europa waren bereits die Aktien des britischen Zulieferers der Infrarot-Zielerfassung der Lenkflugkörper des Sytems enorm gefragt. In den ersten Angriffen gegen den Iran im Juni 2025 seien Medienberichten zufolge zwischen 15 und 25 Prozent des gesamten THAAD-Arsenals gebraucht worden, um iranische Raketen gegen Israel abzufangen, erklärte der JPMorgan-Experte David Perry. Nun dürfte das Verschleisstempo weitaus höher liegen.
Deutlich unter Druck stehen derweil Aktien von US-Hotelketten wie Marriott, Hilton, Wynn oder Wyndham und die Werte der Airlines American, Delta, United und Southwest. Die Anleger sorgen sich um Flugstreichungen, operative Behinderungen, steigende Ölpreise und eine möglicherweise geringere Nachfrage.
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14:30
Die Märkte kommen mit dem geopolitischen Schock vergleichsweise gut zurecht, meint der Anlagechef von Standard Chartered, Steve Brice, in einem Interview mit CNBC. Trotz der Krise blieb der Aktienmarktrückgang mit rund 2 Prozent begrenzt, und die grundsätzliche Anlagestrategie bleibe bestehen: Kaufchancen bei grösseren Kursrückgängen nutzen. Brice geht davon aus, dass die Märkte zwar 5 bis 10 Prozent nachgeben könnten, bevor sich eine attraktive Einstiegsgelegenheit ergibt.
Allerdings könnte ein anhaltend hoher Ölpreis diese günstige wirtschaftliche Ausgangslage allmählich aushöhlen. Investoren konzentrierten sich nun darauf, mögliche Kursrückgänge in verschiedenen Szenarien abzuschätzen. «Die Frage ist: Wie stark könnten die Märkte in einem Basisszenario oder im schlimmsten Fall korrigieren – und wie sollten wir darauf reagieren?» so Brice.
Trotz der Unsicherheit bleibt er risikofreudig eingestimmt, behält die Entwicklungen aber genau im Auge. Die aktuelle Situation bezeichnete er als «grundsätzlich kurzlebig, auch wenn sie sich deutlich von allem unterscheidet, was wir bisher erlebt haben». Gleichzeitig räumte er ein, dass man flexibel bleiben und die Positionierung anpassen müsse, falls sich die Lage weiter verschlechtere.
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14:00
Die Aktien von US-Rüstungskonzernen steigen vorbörslich deutlich. Lockheed Martin legen um zeitweise 4,8 Prozent zu, Northrop Grumman um 4,6 Prozent, General Dynamics rund 1,9 Prozent, RTX um 5,7 Prozent und L3Harris um 3,8 Prozent.
Die Eskalation hat die Erwartungen an eine höhere Nachfrage nach Militärtechnik und Rüstungsausgaben gesteigert, da die Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts wächst.
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13:35
Die Aktie von Berkshire Hathaway gab um zeitweise 2 Prozent in der US-Vorbörse nach, nachdem das Unternehmen am vergangenen Wochenende einen Rückgang der betrieblichen Quartalsgewinne um fast 30 Prozent auf 10,2 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr meldete. Dies markiert zugleich das letzte Quartal von Warren Buffett als CEO des Konzerns. Besonders belastend wirkten sich die Versicherungssparten auf das Ergebnis aus.
Die Erträge aus dem Versicherungsgeschäft brachen um mehr als 54 Prozent auf 1,6 Milliarden US-Dollar ein, während die Erträge aus Versicherungsinvestitionen um etwa 25 Prozent auf 3,1 Milliarden US-Dollar sanken. Insgesamt fielen die betrieblichen Versicherungserträge 2025 um 13 Prozent auf 19,8 Milliarden US-Dollar. Demgegenüber zeigten die Sparten BNSF-Eisenbahn und Energie eine vergleichsweise robustere Performance.
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13:00
Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren vor dem Start so:
Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) notiert mit 1,4 Prozent im Minus.
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11:38
Der Schweizer Aktienmarkt vermag bis Mittag die Anfangsverluste einzudämmen. Gegen Mittag verliert der SMI 1,5 Prozent auf 13'807 Punkte. Damit notiert er allerdings mehr 100 Punkte über seinem bisherigen Tagestief, das er im frühen Handel bei 13'700 Punkte markiert hatte. Der SLI fällt um 1,4 Prozent auf 2184,6 Zähler und der breite SPI ebenfalls um 1,4 Prozent auf 18'988 Punkte. Gleichzeitig schnellt der Volatilitätsindex VSMI um 14 Prozent in die Höhe. Er gilt als Gradmesser der Nervosität.
Wie ein Blick auf die einzelnen Kurse zeigt, trennen sich Investoren vor allem von jenen Werten, die zuerst unter den Kriegsfolgen leiden, etwa Richemont (-6,5 Prozent) oder Swatch (-5 Prozent). Geopolitische Unsicherheiten treffen Hersteller von Luxusgütern oft stärker, da sie die Nachfrage belasten.
Aber auch Avolta (-7 Prozent) oder der Flughafen Zürich (-4,6 Prozent) sind von den Unterbrechungen im internationalen Flugverkehr betroffen.
Gegen den Trend gewinnen vor allem Kühne+Nagel mit +0,8 Prozent überdurchschnittlich stark hinzu. Das schwierige Umfeld könnte die Frachtgebühren nach oben treiben. Auch Schwergewicht Nestlé (+0,2 Prozent) gewinnen hinzu.
Wichtig ist für viele Beobachter, was mit dem Ölpreis passiert. Die Preise zogen zwar an, eine Panik blieb gleichwohl aus. Und dies, obwohl der Iran den Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels, eingeschränkt hat. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.
Mit Blick auf die Schweizer Wirtschaft würde für den Ökonomen Santosh Brivo von der Migrosbank ein lange Störung/Blockade der Strasse von Hormoz die Schweizer Aussenwirtschaft vor allem über Zweitrundeneffekte betreffen. «Die arabischen Länder setzen Ausfuhren über dieses Nadelöhr vor allem nach Asien ab - für die Schweizer Exporte ist sie nicht die primäre Route.»
In diesem Umfeld setzen Investoren denn auch verstärkt auf sichere Häfen. Das zeigt sich vor allem beim Schweizer Franken. Das Euro/Franken-Paar ist am Morgen auf den tiefsten Stand seit 2015 gefallen, hält Salah-Eddine Bouhmidi von IG Markets fest. «Das damalige Extremtief liegt zwar noch darunter, doch die aktuelle Bewegung bringt das Währungspaar zurück in eine historisch bedeutende Unterstützungszone.»
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10:55
Der Swiss Performance Index (SPI) notiert am Vormittag um 1,5 Prozent im Minus bei 18’972 Zählern. Lediglich Versorger (+0,3 Prozent) befinden sich in der Gewinnzone. Zyklischer Konsum (-4,8 Prozent), Pharma (-1,8 Prozent) und Grundstoffe (-1,5 Prozent) gehören zu den Schlusslichtern.
Von den 200 Unternehmen, sind 46 im Gewinn, 134 im Verlust und 20 unverändert.
Zur Heatmap der Schweizer Aktien geht’s hier lang.
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10:25
Die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten gibt den Aktien europäischer Öl- und Gaskonzerne Auftrieb. Ein entsprechender europäischer Energie-Index steigt um 3,5 Prozent auf ein neues Allzeithoch. Mehrere Händler und Analysten weisen darauf hin, dass die europäischen Öl- und Gaskonzerne von den steigenden Ölpreisen profitieren. Der Preis für die Rohölsorte Brent zog um bis zu dreizehn Prozent auf 82,37 Dollar je Barrel an und erreichte den höchsten Stand seit Januar 2025.
Anteilsscheine der Energiekonzerne Shell, BP und TotalEnergies ziehen jeweils in der Spitze mehr als sechs Prozent an. Die Aktien von Maurel & Prom, Galp, Equinor, Aker BP, Vaar Energi und Repsol steigen zwischen sieben und zehn Prozent. Die Papiere von Eni, Orlen und OMV legen zwischen 4,5 und sechs Prozent zu.
Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran am Samstag sind die Lieferungen von Rohöl, Treibstoff und Flüssigerdgas (LNG) durch die Strasse von Hormus beeinträchtigt. Mehr als 200 Schiffe, darunter Öl- und Flüssiggastanker, ankerten laut Schifffahrtsdaten vom Sonntag vor der Meerenge. Drei Tanker wurden bei Angriffen am Sonntag in Golf-Gewässern beschädigt und ein Seemann getötet.
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10:00
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran sorgt zum Wochenstart für Kursverluste an den wichtigsten Börsenplätzen weltweit. Für den hiesigen Leitindex SMI geht es im frühen Handel allerdings nicht ganz so stark abwärts wie für seine wichtigsten europäischen Pendants. Als Stütze erweist sich das defensive Schwergewicht Nestlé. Auch sonst sind sichere Häfen wie Gold und der Schweizer Franken gesucht.
Daneben kippen Investoren vor allem Finanzwerte wie die UBS, Julius Bär und Partners Group aus den Depots, wie die Abgaben von bis zu 3 Prozent zeigen.
Gegen den Trend gewinnen neben dem unveränderten Schwergewicht Nestlé vor allem Kühne+Nagel (+1,1 Prozent), Sandoz (+1,1 Prozent) und Schindler (+0,3 Prozent) überdurchschnittlich stark hinzu. Kühne+Nagel profitiert vom Gedanken, dass das schwierige Umfeld die Frachtgebühren nach oben treiben könnte.
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09:30
Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:
Adecco: Research Partners senkt auf 29,30 (34) Fr. - Kaufen
Barry Callebaut: JPM senkt auf Underweight (Neutral) - Ziel 1100 (1200) Fr.
Belimo: Research Partners senkt auf 838 (925) Fr. - Halten
Dätwyler: Kepler Cheuvreux erhöht auf 195 (185) Fr. – Buy
Dormakaba: Deutsche Bank senkt auf 80 (92) Fr. - Buy
Georg Fischer: Research Partners senkt auf 62,60 (77) Fr. - Kaufen
Huber+Suhner: UBS erhöht auf 230 (177) Fr. – Buy
Implenia: Research Partners erhöht auf 59 (52) Fr. - Halten
Logitech: ZKB erhöht auf Übergewichten (Marktgewichten)
Sulzer: Kepler Cheuvreux erhöht auf 196 (177) Fr. – Buy
Sulzer: Research Partners erhöht auf Kaufen (Halten) - Ziel 210 (200) Fr.
Schweiter: Research Partners senkt auf 450 (500) Fr. - Kaufen
Temenos: Research Partners senkt auf 104,20 (106,50) Fr. - Kaufen
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09:09
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran bestimmt zum Wochenstart das Geschehen an den Finanzmärkten. Der Schweizer Aktienmarkt notiert aktuell klar im Minus. Dies trifft auch auf die wichtigsten europäischen Märkte zu. In Asien haben die Börsen bereits mit Abgaben reagiert. Im Gegenzug sind sichere Häfen wie Gold und der Schweizer Franken gesucht.
Am Samstag hatten Israel und die USA den Iran angegriffen und dabei unter anderem das iranische Staatsoberhaupt, den Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion. Wie die VP Bank schreibt, sei die Lage undurchsichtig. «Ob es sich um einen kürzeren oder längeren Konflikt handelt, bleibt gegenwärtig nur schwer einschätzbar.» Fakt sei, dass die Ölpreise aufgrund befürchteter Lieferverzögerungen durch eine Blockade der Strasse von Hormus bereits gestiegen seien.
Der SMI notiert kurz nach Börsenstart um 1,7 Prozent tiefer bei 13'794 Punkten, wobei bis auf Nestlé (+0,8 Prozent) und Kühne+Nagel (+0,5 Prozent) alle übrigen Indexkomponenten deutlich nachgeben. Besonders Richemont (-4,5 Prozent), UBS (-3,3 Prozent) und Holcim (-2,9 Prozent) kommen unter Druck. Bei den Nicht-SMI-Titeln werden die Papiere von Swatch 6 Prozent tiefer gehandelt, jene des Reisedetailhändlers Avolta um 5,4 Prozent.
Zwar sind die Ölpreise zuletzt gestiegen, eine Panik blieb gleichwohl aus. Und dies, obwohl der Iran den Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels, eingeschränkt hat. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.
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08:10
Der Schweizer Aktienmarkt (SMI) wird im vorbörslichen Handel bei der IG Bank 1,6 Prozent tiefer auf 13’814 Punkten indiziert. Bei Julius Bär werden alle der 20 SMI-Titel vorbörslich im Minus gehandelt. Die Kursverluste fallen zwischen -0,7 Prozent (Kühne+Nagel) und -3,3 Prozent (Richemont). Die SMI-Schwergewichte Novartis, Nestlé und Roche fallen 1,7 Prozent, 1,5 Prozent und 2 Prozent.
Der breite Markt dürfte ebenfalls mit Verlusten in den Tag starten – mit einem Minus von rund 1,9 Prozent. Die höchsten Bewegungen werden bei den Aktien von Avolta (-6,8 Prozent), Barry Callebaut (-5 Prozent), Flughafen Zürich (-3,7 Prozent) und Leonteq (-3,5 Prozent) prognostiziert. Keiner der Small- und Midcaps ist vorbörslich im Plus.
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07:25
Am Montag könnten die nachfolgenden Unternehmensmeldungen für Bewegung bei den entsprechenden Aktien führen:
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird ihre Jahresergebnisse vorlegen, was insbesondere für Anlegerinnen und Anleger von Interesse sein dürfte, die auf Signale zur Geldpolitik oder Bilanzentwicklungen achten.
Bei Roche steht eine positive Studie im Fokus: Der Wirkstoff Fenebrutinib hat in der dritten Phase-III-Studie (Fenhance 1) sein Potenzial als BTK-Hemmstoff zur Behandlung von schubförmiger und primär progredienter Multipler Sklerose (MS) bestätigt.
Der Prüf- und Zertifizierungskonzern SGS gab bekannt, Granite River Labs Services zu übernehmen, was die Expansion des Unternehmens im Bereich Technologie- und Laborprüfdienstleistungen weiter vorantreiben könnte. Mehr dazu hier. Avolta hat zudem die Streichung von 4,9 Millionen eigenen Aktien abgeschlossen.
Aus den Unternehmensmitteilungen geht hervor, dass die Raiffeisen-Gruppe einen Grossteil ihrer Beteiligung an Leonteq veräussert hat, was bei den Aktien des Derivatespezialisten für Bewegungen sorgen könnte. Gleichzeitig veröffentlichte Gurit seine Jahreszahlen und meldete einen Nettoumsatz von 319,6 Millionen Schweizer Franken. Investorinnen und Investoren werden die Ergebnisse dem bisher nach Plan verlaufenden Turnaround gegenüberstellen.
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06:55
Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank um 1,2 Prozent tiefer bei 13'879 Punkten.
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06:17
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 1,2 Prozent niedriger bei 13'879 Punkten.
An den Finanzmärkten herrscht nach den US-israelischen Luftangriffen gegen den Iran und dessen Vergeltungsschlägen Nervosität. Wie stark Aktien, Anleihen, Devisen und Rohstoffe wie Öl reagieren, ist allerdings offen. Entscheidend dürfte laut Marktbeobachtern sein, ob der Konflikt eskaliert, und ob er zu anhaltenden Störungen bei Energie und Logistik führt. Der Schifffrachtverkehr zwischen Europa und Asien in der Strasse von Hormus wurde am Wochenende unterbrochen.
Im Fokus steht dabei die Strasse von Hormus als zentrales Nadelöhr des Energiehandels. Schon eine teilweise Beeinträchtigung - etwa durch langsamere Durchfahrten, Umleitungen oder Zwischenfälle - könnte die Risikoprämie an den Öl- und Gasmärkten erhöhen. Beobachtet werden zudem Signale zu steigenden Versicherungs- und Frachtkosten, die das Angebot verknappen könnten.
Je nach Nachrichtenlage könnten allerdings laut Experten defensive Anlagen wie Staatsanleihen und Gold gesucht sein, während zyklische Titel und energieintensive Branchen unter Druck geraten könnten. Für den Euroraum wäre ein länger hoch bleibender Ölpreis ein zusätzlicher Inflationstreiber und könnte das Wachstum dämpfen, warnte die Commerzbank in einem Kommentar vom Sonntag.
Impulse dürfte diese Woche auch die weiter auf Hochtouren laufende Berichtsaison liefern. Hierzulande legen insgesamt 28 Unternehmen ihre Zahlen vor, darunter die zwei Blue Chips Kühne+Nagel und Galderma. Den Auftakt machen unter anderem der Backwarenkonzern Aryzta sowie der Verbundstoff-Hersteller Gurit.
Ausserdem werden zum Wochenstart hierzulande der PMI und Detailhandelsumsätze veröffentlicht. Aus Europa und den USA stehen zudem Frühindikatoren für die Wirtschaftsentwicklung an.
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05:20
Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten hat am Montag die asiatischen Börsen belastet. Anleger flüchteten angesichts der militärischen Auseinandersetzungen zwischen dem Iran auf der einen und den USA sowie Israel auf der anderen Seite in als sicher geltende Anlagen wie den Dollar und Gold. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,4 Prozent auf 58.038,36 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notierte 1,4 Prozent niedriger bei 3.881,71 Zählern. Die Börse in Shanghai blieb fast unverändert, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagnierte.
Besonders die Börse in Japan litt unter der Sorge vor einem Ölpreisschock, da das Land fast seinen gesamten Ölbedarf importiert. Zu den grössten Verlierern zählten daher die Aktien von Fluggesellschaften sowie die Chip-Schwergewichte Advantest und Tokyo Electron mit Kursverlusten von jeweils rund zwei Prozent. Gefragt waren hingegen Energieaktien. So sprangen die Papiere des Öl- und Gasförderers Inpex um sieben Prozent in die Höhe. «Die unmittelbarste und greifbarste Entwicklung (...) ist die faktische Einstellung des Verkehrs durch die Strasse von Hormus», sagte Jorge Leon, Analyst bei Rystad Energy.
Gegen den Trend hielten sich die Börsen in Shanghai und Shenzhen stabil. Händler verwiesen auf die Erwartung, dass die Regierung in Peking vor einer wichtigen Parlamentssitzung im Laufe der Woche die Märkte stützen könnte. Kursgewinne bei Energiekonzernen wie CNOOC und PetroChina sowie bei Rüstungsfirmen glichen Verluste bei Fluggesellschaften wie Air China aus. In Hongkong hingegen, das stärker von der globalen Marktstimmung beeinflusst wird, ging es bergab. Auch andere asiatische Märkte wie Taiwan und Singapur verzeichneten deutliche Verluste.
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04:04
Am Devisenmarkt war der Dollar als sicherer Hafen gefragt. Die US-Währung profitierte davon, dass die USA ein Netto-Energieexporteur sind. Der Dollar gewann 0,2 Prozent auf 156,26 Yen und legte 0,2 Prozent auf 6,8691 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7679 Franken vor. Parallel dazu fiel der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1791 Dollar und gab um 0,4 Prozent auf 0,9055 Franken nach.
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03:20
Die Ölpreise zogen kräftig an. Grund waren Befürchtungen, dass der Konflikt die Lieferungen durch die strategisch wichtige Strasse von Hormus beeinträchtigen könnte. Durch die Meerenge wird rund ein Fünftel des weltweit auf dem Seeweg gehandelten Öls transportiert. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 6,2 Prozent auf 77,42 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notierte 6,1 Prozent fester bei 71,10 Dollar.
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01:00
Die US-Börsen hatten am Freitag schwächer geschlossen. Belastet wurden die Kurse von Sorgen um den Kreditmarkt nach dem Kollaps eines britischen Hypothekenfinanzierers sowie von Nervosität bei KI-Aktien. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verabschiedete sich mit einem Minus von 1,0 Prozent bei 48.977,92 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 verlor 0,4 Prozent auf 6.878,88 Zähler, und der technologielastige Nasdaq gab 0,9 Prozent auf 22.668,21 Stellen nach.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

