22:30

Nach dem verlängerten Wochenende scheuten Anleger grössere Engagements an der Wall Street. Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss am Dienstag 0,6 Prozent tiefer auf 31.145 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 0,7 Prozent auf 11.544 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büsste 0,4 Prozent auf 3908 Punkte ein. Die größte Sorge für die meisten sei die Entwicklung der US-Zinsen, sagte Randy Frederick, Manager beim Brokerhaus Charles Schwab. "Es steht ausser Frage, dass die Fed die Zinsen anheben wird. Die Frage ist nur, wie stark und wie schnell." Investoren rechnen fest damit, dass die Notenbank bei ihrer Sitzung Ende des Monats den Schlüsselsatz zum dritten Mal in Folge um 0,75 Prozentpunkte anheben wird.

Der überraschende Anstieg des Barometers für die Stimmung der Einkaufsmanager im US-Dienstleistungssektor schürte Spekulationen, dass es darüber hinaus in ähnlich hohem Tempo weitergeht. Dies hievte den Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, um bis zu 0,9 Prozent auf ein 20-Jahres-Hoch von 110,57 Punkten. Gleichzeitig flogen bereits gehandelte, niedriger verzinste US-Staatsanleihen aus den Depots. Im Gegenzug stieg die Rendite der zehnjährigen Bonds auf ein Zweieinhalb-Monats-Hoch von 3,353 Prozent.

Bei den Unternehmen stach Digital World Acquisition (DWA) mit einem Kurssturz von mehr als elf Prozent heraus. Der Börsengang von Donalds Trumps neu gegründetem sozialen Netzwerk "Truth Social" droht zu scheitern. Das Übernahme-Vehikel Digital World Acquisition, das dem Betreiber der Twitter-Alternative zum Sprung an die Börse verhelfen will, bangt um die Zustimmung der Aktionäre zur erforderlichen Verlängerung der Übernahmefrist für die Trump Media & Technology Group (TMTG) um zwölf Monate. Digital-World-Chef Patrick Orlando verlängerte die Abstimmungsfrist um zwei Tage. Er braucht eine Mehrheit von 65 Prozent, um eine Liquidation des Unternehmens zu verhindern. Digital World braucht mehr Zeit, weil die US-Börsenaufsicht SEC die Übernahme von TMTG blockiert.

Gefragt waren dagegen die Papiere von Applied DNA, die sich um mehr als sieben Prozent verteuerten. Die Medizintechnik-Firma hat einen PCR-Test zur Bestimmung einer Affenpocken-Infektion entwickelt, der ab sofort in New York und einigen anderen US-Bundesstaaten eingesetzt wird.

Die Aussicht auf einen milliardenschweren Einstieg von State Farm bescherte ADT ein Kursplus von über 16 Prozent. Dem "Wall Street Journal" zufolge übernimmt der Versicherer 15 Prozent der Anteile des Alarmanlagen-Anbieters für insgesamt 1,2 Milliarden Dollar. Zudem schiesse Grossaktionär Google 150 Millionen Dollar für die Entwicklung neuer Produkte hinzu. 

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22:05

Der US-Standardwerteindex Dow Jones fiel am Dienstag um 0,55 Prozent auf 31.145,30 Punkte zurück. Der breit gefasste S&P 500 büsste 0,41 Prozent auf 3908,19 Zähler ein und der technologielastige Nasdaq Composite gab 0,74 Prozent nach auf 11.544,91 Punkte nach.

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21:20

Der Euro ist am Dienstag im US-Handel zeitweise auf den tiefsten Stand seit 20 Jahren gefallen. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 0,9909 US-Dollar. Mit zeitweise 0,9864 Dollar wurde wie schon am Vortag ein Tiefstwert seit Ende 2002 erreicht. 

Der USD/CHF-Kurs stieg in der Folge zeitweise bis auf 0,9861, nachdem er in der Nacht auf Dienstag bis auf 0,9765 abgesackt war. Aktuell notiert das Währungspaar bei 0,9845. Der EUR/CHF-Kurs bewegte sich derweil unter dem Strich nicht gross (aktuell 0,9755).

Zunehmend rückt unter Anlegern die Zinssitzung der EZB am Donnerstag in den Blick. Die Notenbank dürfte eine weitere Zinsanhebung als Mittel gegen die sehr hohe Inflation vornehmen. Die Grösse des Zinsschritts ist allerdings fraglich: Volkswirte gehen eher von einem Schritt wie im Juli um 0,5 Prozentpunkte aus, an den Märkten gehen die Erwartungen eher in Richtung eines grösseren Schritts um 0,75 Punkte.

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

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21:00

Die Kühne Holding will ihre Beteiligung an der Lufthansa aufstocken. «Unser Interesse an der Deutschen Lufthansa AG ist ungebrochen», erklärte Eigentümer Klaus-Michael Kühne. Nach einem «konstruktiven Gespräch» mit den Vorsitzenden von Vorstand und Aufsichtsrat habe er sich «der Absicht angeschlossen, bei sich bietenden Gelegenheiten weitere Lufthansa-Aktien zu erwerben», erklärte Klaus-Michael Kühne in einer am Dienstag in Schindellegi veröffentlichten Mitteilung. Die Kühne Holding hält bereits 15,01 Prozent an der Lufthansa.

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20:30

SGL Carbon ist abermals zuversichtlicher für das Gesamtjahr und hebt seinen Ausblick für Umsatz und Ergebnis an. Grund sei eine anhaltend gute Geschäftsentwicklung insbesondere im Geschäftsbereich Carbon Fibers, teilte der Grafitspezialist am Dienstagabend mit. Es werde nun für 2022 ein Umsatz von etwa 1,2 Milliarden Euro angepeilt (2021: knapp 1,01 Milliarden Euro). Zuvor hatte SGL Carbon 1,1 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Beim Betriebsergebnis (Ebitda) strebt SGL einen Wert zwischen 170 und 190 Millionen Euro an statt bisher 130 bis 150 Millionen Euro. Das Unternehmen kehrt in diesem Monat in den SDax zurück. SGL Carbon hatte erst Anfang Juni seine Umsatz- und Ergebnisprognose erhöht. 

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19:40

Nach dem verlängerten Wochenende scheuen Anleger größere Engagements an der Wall Street. Der US-Standardwerteindex Dow Jones bröckelte am Dienstag um 0,3 Prozent auf 31.236 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 und der technologielastige Nasdaq gaben ebenfalls leicht nach.

Die grösste Sorge für die meisten sei die Entwicklung der US-Zinsen, sagte Randy Frederick, Manager beim Brokerhaus Charles Schwab. "Es steht außer Frage, dass die Fed die Zinsen anheben wird. Die Frage ist nur, wie stark und wie schnell." Investoren rechnen fest damit, dass die Notenbank bei ihrer Sitzung Ende des Monats den Schlüsselsatz zum dritten Mal in Folge um 0,75 Prozentpunkte anheben wird.

Der überraschende Anstieg des Barometers für die Stimmung der Einkaufsmanager im US-Dienstleistungssektor schürte Spekulationen, dass es darüber hinaus in ähnlich hohem Tempo weitergeht. Dies hievte den Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, um bis zu 0,9 Prozent auf ein 20-Jahres-Hoch von 110,57 Punkten. Gleichzeitig flogen bereits gehandelte, niedriger verzinste US-Staatsanleihen aus den Depots. Im Gegenzug stieg die Rendite der zehnjährigen Bonds auf ein Zweieinhalb-Monats-Hoch von 3,353 Prozent.

Bei den Unternehmen stach Digital World Acquisition (DWA) mit einem Kurssturz von 15 Prozent heraus. Die geplante Übernahme des vom ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump gegründeten Twitter-Rivalen "Truth Social" ist gescheitert, weil zu wenige Aktionäre des Übernahme-Vehikels für eine Verlängerung der Angebotsfrist votiert hatten. Da Investitionszusagen an den Börsengang der Trump Media & Technology Group (TMTG) durch die Fusion mit DWA gebunden sind, ist die weitere Finanzierung von "Truth Social" unklar. Das Übernahme-Vehikel wird voraussichtlich am Donnerstag abgewickelt.

Gefragt waren dagegen die Papiere von Applied DNA, die sich um sieben Prozent verteuerten. Die Medizintechnik-Firma hat einen PCR-Test zur Bestimmung einer Affenpocken-Infektion entwickelt, der ab sofort in New York und einigen anderen US-Bundesstaaten eingesetzt wird.

Die Aussicht auf einen milliardenschweren Einstieg von State Farm bescherte ADT ein Kursplus von fast 15 Prozent. Dem "Wall Street Journal" zufolge übernimmt der Versicherer 15 Prozent der Anteile des Alarmanlagen-Anbieters für insgesamt 1,2 Milliarden Dollar. Zudem schieße Großaktionär Google 150 Millionen Dollar für die Entwicklung neuer Produkte hinzu. 

 

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19:00

Nach seinen kräftigen Abschlägen zu Wochenbeginn legte der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone am Dienstag um 0,29 Prozent auf 3500,14 Punkte zu. Der französische Cac 40 stieg um 0,19 Prozent auf 6104,61 Punkte. Der britische FTSE 100 gewann 0,18 Prozent auf 7300,44 Punkte.

Während zu Wochenbeginn ein Gaslieferstopp über die Pipeline Nord Stream 1 vor allem Automobil- sowie Chemieunternehmen auf Talfahrt schickte und Energiekonzerne reüssieren liess, zeigte sich am Dienstag ein umgekehrtes Bild. Aufholen konnten die grössten Vortagsverlierer ihren Kursrutsch allerdings nicht.

Europaweit waren auch Aktien von Essenslieferdiensten gefragt. Hier hatte sich Analystin Miriam Josiah von der Bank Morgan Stanley positiv zu der Branche geäussert. Die Expertin sieht zwar durchaus noch Risiken für den Sektor durch ein schwächeres Konsumklima, doch eröffnen die niedrigen Aktienbewertungen in der Branche laut ihrer Einschätzung mittlerweile auch gute Kaufgelegenheiten. So legten die Papiere von Just Eat Takeaway in Amsterdam um gut ein Prozent zu und für die Anteilsscheine von Deliveroo ging es in London um knapp vier Prozent nach oben.

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

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18:30

Der deutsche Leitindex Dax schloss am Dienstag 0,87 Prozent im Plus bei 12 871,44 Punkten. Der MDax der mittelgrossen Werte gewann 0,88 Prozent auf 24 885,30 Zähler.

Schnäppchenjäger trieben dabei den Dax wieder zurück in Richtung der Marke von 13 000 Punkten. Die Käufer langten vor allem bei Papieren zu, die zuletzt besonders unter der verschlechterten Börsenstimmung gelitten hätten, schrieb Marktbeobachter Andreas Lipkow.

Fest im Blick der Anleger bleibt der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) an diesem Donnerstag, denn auch dieser könnte für Kursbewegung an den Märkten sorgen: Während die Währungshüter höhere Zinsen als probates Mittel gegen die rasante Inflation betrachten, befürchten Börsianer Bremsspuren in der Wirtschaft. Allerdings wäre eine dauerhaft hohe Inflation noch schädlicher. Beobachter halten angesichts der rasanten Teuerung in der Eurozone einen Zinsschritt der EZB um 0,75 Prozentpunkte für möglich.

Auf Unternehmensseite zählten Volkswagen-Vorzüge zu den grossen Gewinnern im Dax mit einem Aufschlag von 3,7 Prozent. Hier gibt es endlich Klarheit beim Börsengang der Sportwagen-Tochter Porsche AG. So soll vorbehaltlich weiterer Kapitalmarktentwicklungen Ende September oder Anfang Oktober ein erster Teil der Aktien in Frankfurt gehandelt werden. Die Neuemission könnte bis zum Jahresende vollständig umgesetzt sein.

Kräftige Zuwächsen nach der jüngsten Kursschwäche verbuchten derweil Aktien von Internetwerten. Eine positive Studie der US-Bank Morgan Stanley zu Delivery Hero gab dem Sektor insgesamt Auftrieb. Die Papiere des Essenslieferdienstes zogen an der Spitze im MDax um 7,7 Prozent an. Im Dax sicherten sich die Anteile des Kochboxenlieferanten Hellofresh den ersten Platz mit 4,5 Prozent Kursaufschlag.

Dass der Abstieg von Hellofresh aus der ersten Börsenliga zum 19. September besiegelt ist, störte kaum. Dies sei so erwartet worden, hiess es am Markt. Im Gegenzug kommt die erst im Frühjahr abgestiegene Siemens Energy wieder in den Dax zurück - die Papiere gaben leicht nach.

Die Aktien der Lufthansa gewannen anderthalb Prozent. In letzter Minute hatten die Fluggesellschaft und ihre Piloten einen erneuten Streik abgewendet.

An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss kaum verändert.

Der Euro legte zu: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 0,9928 (Montag: 0,9920) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0073 (1,0081) Euro. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 1,45 Prozent am Vortag auf 1,42 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 131,93 Punkte. Der Bund-Future büsste 0,52 Prozent auf 146,94 Punkte ein.

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17:35

Der SMI gewann am Dienstag 0,14 Prozent auf 10'834.18 Punkte. Händler erklärten, die Anleger hätten die schwache Tendenz der vergangenen zehn Tage für Neuanschaffungen genutzt. Auslöser war dabei unter anderem die nachlassende Furcht vor Gas-Engpässen im Winter. Trotz der ausbleibenden russischen Gas-Lieferungen durch die Pipeline "Nord Stream 1" fiel der europäische Erdgas-Future um zehn Prozent.

Gesucht waren insbesondere Industriewerte. Die Aktien des Zementkonzerns Holcim, der ein energieintensives Geschäft betreibt, gewannen 1,85 Prozent. ABB verteuerten sich um 1,16 Prozent. BKW kletterten 2,49 Prozent. Der Stromkonzern hat im ersten Halbjahr seinen bereinigten Gewinn um gut ein Drittel gesteigert.

Die Aktien des Reise-Einzelhändlers Dufry sackten nach der Veröffentlichung neuer mittelfristiger Ziele um 3,74 Prozent ab. MCH Group verloren 5,45 Prozent. Zuvor hatte der Messebetreiber die Eckwerte der geplanten Kapitalerhöhung vorgelegt. Dabei peilt MCH einen Bruttoerlös von bis zu 80 Millionen Franken an. Auf den Verkaufszetteln standen auch der Computerzubehör-Hersteller Logitech und der Finanzinvestor Partners Group

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

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17:30

Der Euro ist am Dienstag erneut unter Druck geraten. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 0,9913 US-Dollar. Mit zeitweise 0,9864 Dollar wurde wie schon am Vortag ein Tiefstwert seit Ende 2002 erreicht. Am Morgen war der Euro zeitweise noch bis auf 0,9986 Dollar gestiegen.

Zum Schweizer Franken bewegte sich der Euro am Dienstag per saldo kaum. Am Nachmittag notierte die Gemeinschaftswährung bei 0,9746 Franken. Das Dollar-Franken-Paar legte dagegen leicht auf zuletzt 0,9835 zu.

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17:25

Die Ölpreise haben am Dienstag nachgegeben. Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 93,00 US-Dollar. Das waren 2,70 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel gegenüber Freitag um 12 Cent auf 87,75 Dollar. Der deutliche Unterschied bei der Preisentwicklung erklärt sich durch den Feiertag in den USA am Montag.

Am Dienstag sei die harte Corona-Politik Chinas stärker in den Blick geraten. Zuletzt riegelte die chinesische Regierung wieder vermehrt ganze Millionenstädte ab, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Das belastet die wirtschaftliche Entwicklung und damit auch die Nachfrage nach Rohöl.

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17:05

Die wichtigsten Indizes an der Wall Street pendelten am Dienstag zwischen Gewinnen und Verlusten. Nach wie besteht die Sorge, dass die US-Wirtschaft angesichts der kräftigen Zinserhöhungen der US-Notenbank in eine deutliche Rezession abgleitet.

Der Dow Jones Industrial legte zuletzt um 0,12 Prozent auf 31'356,42 Punkte zu. Zwischenzeitlich war der US-Leitindex auf den tiefsten Stand seit Mitte Juli zurückgefallen. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,14 Prozent auf 3929,82 Punkte aufwärts. Der technologielastige Nasdaq 100 sank um 0,10 Prozent auf 12'086,17 Zähler.

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16:40

Der SMI wechselt erneut das Vorzeichen und steht rund eine Stunde vor Handelsschluss bei einem Plus von 0,3 Prozent. Gefragt ist unter anderem Holcim, das 1,5 Prozent zulegt.

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16:20

Der überraschende Anstieg des Einkaufsmanager-Index für den US-Dienstleistungssektor gibt der Weltleitwährung Zusatzschub. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, steigt um 0,4 Prozent und markiert mit 110,297 Punkten zum dritten Mal in vier Handelstagen ein 20-Jahres-Hoch. Die starken Konjunkturdaten schüren Spekulationen, dass die Notenbank Fed bis auf weiteres an ihrem strammen Zinserhöhungskurs festhalten wird.

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16:15

Der SMI hat das Vorzeichen gewechselt und steht aktuell bei einem Minus von 0,2 Prozent. Am Mittag stand der Schweizer Leitindex bis zu 0,8 Prozent im Plus. Die Schwergewichte Novartis (-0,9 Prozent) und Nestlé (-0,6 Prozent) belasten. 

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15:50

Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung am Dienstag um etwa ein halbes Prozent, nachdem sie in der zweiten August-Hälfte insgesamt jeweils etwa zehn Prozent abgerutscht waren.

Die Erholung sei nur eine technische Reaktion und wohl nur vorübergehend, da Belastungsfaktoren wie Zinserhöhungen der Notenbanken zur Bekämpfung der Inflation noch vorhanden seien, sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan. Ein Rutsch unter die Tiefs vom Juni halte er allerdings für unwahrscheinlich. Bis dahin müssten die US-Indizes weitere vier bis acht Prozent fallen.

Bei den Unternehmen stach Digital World Acquisition (DWA) mit einem Kurssturz von 21 Prozent heraus. Insidern zufolge droht der Übernahme der vom ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump gegründete Twitter-Rivale "Truth Social" durch das Übernahme-Vehikel das Aus. Die geplante Verlängerung der Übernahmefrist für die Trump Media & Technology Group (TMTG) hat bislang nicht die notwendige Mehrheit der DWA-Aktionäre gefunden.

Nach dem Tod des Finanzchefs steigen Anleger bei Bed, Bath & Beyond aus. Die Titel des Einrichtungshauses fallen an der Wall Street um mehr als 17 Prozent. 

Die Markteinführung eines PCR-Tests zur Bestimmung einer Affenpocken-Infektion ermuntert Anleger zum Einstieg bei Applied DNA. Die Aktien der Medizintechnik-Firma steigen an der Wall Street um fast 17 Prozent. Die neuen Tests werde zunächst in New York und anderen US-Bundesstaaten, die die New Yorker Zulassung akzeptieren, eingesetzt.

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15:35

Der Dow Jones startet mit einem Plus von 0,4 Prozent. Auch der Nasdaq (+0,3 Prozent) und der S&P 500 (+0,4 Prozent) legen zu. 

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14:55

Der Broker IG taxiert den Dow Jones Industrial rund 0,6 Prozent höher bei 31'507,4 Punkten. In der vergangenen Woche hatte der bekannteste Wall-Street-Index noch ein Minus von fast drei Prozent verzeichnet. Für den technologielastigen Nasdaq 100 deutet sich am Dienstag ein Anstieg um 0,5 Prozent auf 12'162,3 Zähler an.

Am Vortag ruhte der Aktienhandel in den Vereinigten Staaten wegen eines Feiertages. Am Dienstag nutzten Anleger offenbar die Chance zum Einstieg, nachdem es an den US-Börsen wochenlang vor allem bergab gegangen war. Kurz nach Handelsbeginn dürften dann Einkaufsmanager-Indizes für den Dienstleistungssektor in den Fokus rücken.

Trotz des freundlichen Starts dürfte das Jahr für Anleger kein leichtes werden, wie Morgan-Stanley-Analyst Michael J. Wilson voraussagt. Er kassierte seine Prognose für den Gewinn je Aktie, weil die schwache Konjunktur auf den Aktienmarkt durchschlage. Auch 2023 rechnet er mit einem Rückgang von drei Prozent - selbst dann, wenn eine Rezession ausbleibe.

Unter den Einzelwerten dominierten am Dienstag zunächst negative Schlagzeilen. Aktien des Einzelhändlers Bed Bad & Beyond verloren vorbörslich rund 15 Prozent an Wert, nachdem bereits am Freitag der plötzliche Tod des Finanzchefs Gustavo Arnal bekannt wurde. Er war in Manhattan von einem Wolkenkratzer in den Tod gestürzt.

Bergauf ging es hingegen für das Sicherheitsunternehmen ADT, dessen Aktien vorbörslich um 15 Prozent zulegten. Wie Reuters unter Berufung auf informierte Kreise berichtete, hat sich ADT ein Investment in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar gesichert. Geldgeber sollen demnach State Farm und die Google -Mutter Alphabet sein. Eine Reuters-Anfrage liessen die beteiligten Konzerne zunächst unbeantwortet.

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14:35

Die Aktien von Julius Bär gewinnen 1,1 Prozent auf 47,8 Franken.

JPMorgan erhöht das Kursziel für Julius Bär in einer Branchenstudie von 61 auf 62 Franken und belässt die Einstufung auf "Overweight". Das implizite Aufwärtspotenzial beträgt 30 Prozent.

Insgesamt bleibe er den europäischen Banken gegenüber für den Rest des Jahres 2022 zurückhaltend, schreibt Analyst Kian Abouhossein. Er beginne langsam, sich auf die risikobehafteten Gewinne zu konzentrieren. Der Konsens habe im Grossen und Ganzen einen Anstieg des Nettoinventarwerts, aber noch keine Kosteninflation und keine Verschlechterung der Qualität der Vermögenswerte eingepreist.

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13:35

Die erste Kürzung der Fördermenge durch die grossen Ölexportländer seit 2020 ist am Markt schnell verpufft. Nachdem die Ölpreise zwei Tage lang gestiegen sind, gaben sie am Dienstag erneut nach. "Die OPEC+-Nachrichten sind nun auf dem Markt und der Fokus hat sich vorübergehend auf wirtschaftliche und inflationäre Sorgen verlagert", sagte Tamas Varga vom Ölmakler PVM. Verlängerte Corona-Beschränkungen in China verstärkten erneut die Befürchtung, dass die hohe Inflation und steigende Zinsen die Nachfrage nach Rohöl dämpfen werden.

Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um mehr als drei Prozent auf bis zu 92,62 Dollar je Barrel. Aufgeflammte Rezessionsängste hatten den Preis in den vorangegangenen drei Monaten zeitweise mehr als 20 Prozent gedrückt, nachdem er nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Frühjahr auf ein Allzeithoch von 147 Dollar geklettert war.

Um den Preis zu stützen, vereinbarten das Exportkartell Opec und seine Verbündeten zum Wochenanfang eine geringfügige Kürzung der Fördermenge um 100'000 Barrel pro Tag ab Oktober. "Die Entscheidung, die Erhöhung um 100'000 Barrel pro Tag im September rückgängig zu machen, war eher symbolisch als von grundlegender Bedeutung", sagte Craig Erlam, Analyst beim Brokerhaus Oanda. "Aber es wird die Händler veranlassen, zweimal darüber nachzudenken, ob sie die Preise so weit nach unten treiben wollen, wie sie es in letzter Zeit getan haben."

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13:15

Die Termingeschäfte deuten auf eine positive Eröffnung der US-Börsen hin.: 

Dow Jones Futures: +0,68 Prozent
S&P 500 Futures: +0,68 Prozent
Nasdaq Futures: +0,69 Prozent

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11:30

Der SMI steigt um 0,8 Prozent auf 10'905 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, gewinnt 0,7 Prozent auf 1660 und der breite SPI 0,8 Prozent auf 14'008 Zähler.

Am Vortag hatte der Stopp russischer Gaslieferungen für tiefrote Kurse rund um den Globus gesorgt. Nun seien Schnäppchenjäger unterwegs, die die günstigeren Kurse zum Einstieg nutzten, hiess es im Handel. Ganz aus der Deckung wagen sich die Anleger aber nicht im Vorfeld der EZB-Zinsentscheidung vom Donnerstag. Beobachter halten angesichts der rasanten Teuerung beim anstehenden Entscheid der Europäischen Zentralbank einen Zinsschritt um 0,75 Prozentpunkte für möglich.

Händler rechnen mit einem anhaltend nervösen Geschäft bis zur EZB-Entscheidung. Neue Impulse könnten am Nachmittag mit den Handelsstart in den USA eintreffen, nachdem die Wall Street am Montag wegen eines Feiertags geschlossen hatte. Zudem könnte die Veröffentlichung des ISM-Dienstleistungs-PMI am Nachmittag den Markt beeinflussen. Dieser gibt über die Stimmung in den Chefetagen der US-Dienstleistungsunternehmen Auskunft und erlaubt Spekulationen auf die Geldpolitik des Fed.

Die Gewinner werden von Aktien angeführt, die in diesem Jahr stark gebeutelt worden. Dazu zählen die Papiere des Dentalunternehmens Straumann (+1,8 Prozent), der Bauzulieferer Geberit (+1,4 Prozent), Schindler (+1,0 Prozent) und Sika (+1,2 Prozent) sowie des Personaldienstleisters Adecco (+1,2 Prozent).

Bei den Banken machen Julius Bär 0,9 Prozent, Credit Suisse 1,0 Prozent und UBS 0,4 Prozent gut. In einer dieser Tage vielbeachteten Bankenstudie argumentieren die Experten der UBS, in den stark gefallenen Kursen sei bereits viel Negatives eingepreist. Zudem sollte das volatile Umfeld die Handelserträge antreiben.

Auf der anderen Seite schwächen sich Tech-Valoren von Ams-Osram um 0,4 Prozent ab. Auch VAT Group (+0,1 Prozent) halten sich nur knapp im Plus. Nicht mit dem Gesamtmarkt mithalten können auch die Versicherer Zurich (+0,1 Prozent).

Bei den defensiven Pharmaschwergewichten zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Während Roche um deutliche 1,5 Prozent anziehen, stagnieren die Papiere der Konkurrentin Novartis (+0,3 Prozent). Die Roche-Bons hätten in diesem Jahr deutlich schlechter als Novartis abgeschnitten, erklärten Marktbeobachter die "Nachholkäufe" am Berichtstag. Nestlé (+1,0 Prozent) werden von der positiven Marktstimmung mitgetragen.

Im breiten Markt ziehen die Papiere des Stromkonzern BKW nach Halbjahreszahlen um 3,9 Prozent an. Die BKW musste zwar einen Gewinnrückgang um zwei Drittel hinnehmen, hat operativ die Erwartungen aber übertroffen. Vor allem aber hat der nicht-kotierte Mitbewerber Axpo vom Bund eine milliardenschwere Kreditlinie erhalten. Dies gebe den Papieren eine "Too-big-to-fail"-Note, sagten Beobachter.

Dagegen reagieren die Aktien von Dufry (-2,3 Prozent) mit Abgaben auf Neuigkeiten vom Investorentag. Der Reisedetailhändler hat über die Übernahme des Konkurrenten Autogrill informiert und neue Ziele vorgestellt. Insgesamt seien die neuen Ziele wenig überraschend, erklärten Analysten. Zudem seien die gross versprochenen Ausführungen zum Thema ESG bisher noch wenig ausgeführt worden.

Mit den MCH-Aktien geht es um 8 Prozent nach unten. Die finanziell angeschlagene Messebetreiberin hatte am Morgen die Details der dringend benötigten Kapitalerhöhung genannt. 68 Millionen der angepeilten 80 Millionen Franken wurden bereits vom Kanton Basel und dem Grossaktionär James Murdoch versprochen.

Spexis springen um 13,5 Prozent nach oben. Das aus dem "reverse takeover" der Firma Polyphor hervorgegangene Unternehmen kann seinen Betrieb mit den vorhandenen Barmitteln bis in den Monat Januar 2023 finanzieren. Um die weitere Entwicklung der Produktkandidaten voranzutreiben, würden eine Vielzahl von Partnerschafts- und Finanzierungsoptionen intensiv geprüft.

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10:30

Die Aktien des Rohstoffkonzerns Glencore gewinnen 0,6 Prozent auf 4,74 britische Pfund. Die Kursrendite seit Jahresbeginn beträgt 26 Prozent.

Credit Suisse erhöht das Kursziel für Glencore von 5,70 auf 7,20 britische Pfund und belässt die Einstufung auf "Outperform". Das implizite Aufwärtspotenzial beträgt damit neu 52 Prozent.

Aufgrund ihrer neuen Rohstoffpreisprognosen hätten sie ihre Schätzungen aktualisiert, schreiben die Analysten. Thermalkohle werde auch bei einem Abschwung stark blieben. Und da Glencore darin am stärksten engagiert ist, sei er nun ihr bevorzugter diversifizierter Bergbaukonzern. Die angespannten Energiemärkte und die höheren Energiekosten dürften zudem zu anhaltend hohen Steinkohlepreisen führen. Von diesen profitiere Glencore in hohem Masse und sie dürften die Erträge, das Free-Cashflow-Wachstum sowie die Aktionärsrenditen stark unterstützen, so die Experten.

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10:25

Fortum punktet bei Anlegern mit der Beschaffung einer Kapitalreserve. Die Aktien des Uniper-Hauptaktionärs steigen an der Börse in Helsinki um knapp acht Prozent, nachdem der Konzern sich beim finnischen Staat eine Brücken-Finanzierung über 2,35 Milliarden Euro gesichert hat. Die Vereinbarung könne nicht zur Deckung des Sicherheitenbedarfs von Uniper verwendet werden, teilte Fortum mit. Uniper-Aktien geben rund ein Prozent nach.

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09:35

Der SMI steigt um 0,5 Prozent auf 10'873 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, gewinnt 0,6 Prozent auf 1659 und der breite SPI 0,5 Prozent auf 13'980 Zähler.

Der Markt stabilisiere sich nach dem schwachen Wochenstart, sagen Händler. Das Geschäft verlaufe aber eher ruhig. Zum einen fehlten wegen eines US-Feiertags am Montag die Impulse von der Wall Street, zum anderen wollten sich die Anleger vor dem am Donnerstag erwarteten Zinsbeschluss der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht aus dem Fenster lehnen. Die Erwartungen an die EZB sind laut Marktteilnehmern sehr hoch: Eine Zinserhöhung um 75 Basispunkte würde kaum überraschen.

Die Anleger seien ausserdem verunsichert wegen des Gaslieferstopps Russlands. Sie befürchteten, dass eine Rezession in Europa infolge der Energiekrise immer wahrscheinlicher wird. Und es sei nicht zu erwarten, dass Russland die Gaslieferungen so bald wieder aufnehme, sagt ein Händler. Die Gefahr für weitere Rückschläge an den Aktienmärkten schätzt er deshalb als erheblich ein. Am Nachmittag könnte aber die Veröffentlichung des ISM-Dienstleistungs-PMI den Markt trotzdem noch beeinflussen. Dieser gibt über die Stimmung in den Chefetagen der US-Dienstleistungsunternehmen Auskunft und erlaubt Spekulationen auf die Geldpolitik des Fed.

An der Spitze der Gewinner stehen die Aktien der Banken Julius Bär (+2,0 Prozent), CS (+2,3 Prozent) und UBS (+1,5 Prozent) sowie der Titel des Banksoftware-Herstellers Temenos (+1,5 Prozent) und der Partners Group (+1,5 Prozent). Sie standen am Vortag stärker unter Druck.

Deutlich fester sind BKW (+4,5 Prozent). Der Stromkonzern hat im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang um 66 Prozent auf 71 Millionen Franken eingefahren. Operativ hat die BKW die Erwartungen aber übertroffen.

Dagegen reagieren die Aktien von Dufry (-0,4 Prozent) kaum auf die Neuigkeiten vom Investorentagt. Der Reisedetailhändler hat anlässlich des Investorentags über die Übernahme von Autogrill informiert und neue Ziele vorgestellt.

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09:25

Die Aktien des Computerzubehör-Herstellers Logitech gewinnen 1,2 Prozent auf 48,18 Franken.

UBS senkt das Kursziel für Logitech von 70 auf 68 Franken. Die Einstufung lautet weiterhin "Buy". Das implizite Aufwärtspotenzial beträgt 41 Prozent.

Der zuständige Analyst begründet sein neues Kursziel damit, dass bei der Vorlage der Q2-Zahlen mit einer weiteren Guidance-Senkung gerechnet werden müsse. Das Unternehmen brauche wohl mehr Zeit als erhofft, um seine Kosten an die sinkenden Umsätze anzupassen.

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09:15

Die Aktien von BKW gewinnen 2,9 Prozent. Der Stromkonzern hat im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang um 66 Prozent auf 71 Millionen Franken eingefahren. Operativ hat die BKW die Erwartungen aber übertroffen.

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Neue Kursziele für Schweizer Aktien:

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09:05

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 0,05 Prozent höher bei 10'824 Punkten. 

Da die US-Börsen wegen eines Feiertags geschlossen waren, fehlten richtungsweisende Impulse von der Wall Street, wie es am Markt heisst. Die Anleger seien sehr verunsichert wegen des Gaslieferstopps Russlands. Sie befürchteten, eine Rezession werde in Europa infolge der Energiekrise immer wahrscheinlicher. Es sei nicht zu erwarten, dass Russland die Gaslieferungen so bald wieder aufnehmen werde, sagt ein Händler. Die Gefahr für weitere Rückschläge an den Aktienmärkten sei erheblich.

Für Zurückhaltung am Markt sorgt ausserdem die am Donnerstag bevorstehende Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). Es wird mit einem kräftigen Zinsschritt von möglicherweise 75 Basispunkten gerechnet. Zuletzt hätten sich zahlreiche EZB-Ratsmitglieder deutlich ins Zeug gelegt, um den Markt von ihrer Entschlossenheit zu überzeugen, die Inflation einzudämmen. Daher seien die Erwartungen EZB Sitzung am Donnerstag hoch, heisst es n einem Kommentar der Commerzbank. Zunächst aber könnte die Veröffentlichung des ISM-Dienstleistungs-PMI den Markt noch beeinflussen. Dieser gibt über die Stimmung in den Chefetagen der US-Dienstleistungsunternehmen Auskunft.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der Bank Julius Bär vorbörslich 0,07 Prozent tiefer geschätzt. Einzig Lonza und Logitech (je +0,5 Prozent) befinden sich im Plus. Lonza und das britische Biotechnologieunternehmen Touchlight kooperieren in der mRNA-Herstellung. Logitech profitiert von einer Kaufempfehlung eines Analysten.

Der breite Markt steht 0,06 Prozent tiefer. Die grössten Kursavancen weisen nach Zahlen die Aktien von BKW (+2,4 Prozent) auf. Dahinter folgt Dufry mit plus 1,4 Prozent. Der Reisedetailhändler Dufry hat sich für die Nach-Coronazeit neue Wachstumsziele gesetzt. Auch dank Synergien aus der laufenden Autogrill-Übernahme soll die Profitabilität weiter verbessert werden.

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07:55

Der Euro hat sich am Dienstag im frühen Handel etwas erholt. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 0,9964 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vortag. Zu Wochenbeginn war der Euro mit 0,9878 Dollar auf den tiefsten Stand seit knapp 20 Jahren gefallen.

Auch zum Franken hat der Euro über Nacht Boden gut gemacht und wird aktuell zu 0,9752 Franken gehandelt nach 0,9738 am späten Montagnachmittag. Gegenüber dem Dollar ist der Franken etwas stärker geworden. Derzeit kostet ein Greenback 0,9788 Franken nach 0,9817.

Am Dienstag dürften Anleger vor allem auf Auftragsdaten aus der deutschen Industrie achten. Das verarbeitende Gewerbe wird seit längerem durch zahlreiche Probleme belastet, darunter brüchige internationale Lieferketten und hohe Energiepreise. Die Auftragslage gilt ungeachtet dessen immer noch als gut, wobei die Unternehmen Probleme haben, die Aufträge aufgrund der Knappheit an Vorprodukten abzuarbeiten.

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07:50

Die Aussicht auf den Börsengang der Sportwagentochter Porsche Ende September lässt Anleger zu Aktien von Volkswagen greifen. Die Titel des Autokonzerns steigen vorbörslich bei Lang & Schwarz um 1,7 Prozent, nachdem die Gremien am Vorabend grünes Licht für einen Börsengang der Vorzugsaktien der Porsche AG gegeben haben. Die Aktien des Grossaktionärs des Wolfsburger Autokonzerns, die Familienholding Porsche SE, legen vorbörslich um 2,8 Prozent zu. 

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07:20

Am Dienstag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge erneut niedriger starten. Zum Wochenauftakt hatte die Furcht vor einer Rezession in Europa infolge der gestoppten russischen Gaslieferungen hektische Verkäufe an den Aktienmärkten ausgelöst und den deutschen Leitindex um 2,2 Prozent auf 12'761 Punkte gedrückt.

Anleger treiben weiter die Gaskrise und ihre Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft um. Der russische Energieriese Gazprom hatte vor dem Wochenende mitgeteilt, bis auf weiteres kein Gas über die Ostseepipeline Nord Stream 1 nach Deutschland und in andere europäische Staaten zu liefern und damit den Gaspreis weiter nach oben getrieben. Zunehmend beschäftigt Börsianer, wie die aktuelle Lage sich auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag auswirkt. Weitere Hinweise auf die Konjunkturaussichten erhoffen sich Investoren von den anstehenden Zahlen zu den Auftragseingängen der deutschen Industrie.

Zudem verdauen Dax-Anleger die am Vorabend bekanntgegebene neue Index-Zusammensetzung, die zum 19. September greift. Inmitten der Energiekrise kehrt der Energietechnik-Konzern Siemens Energy in die erste deutsche Börsenliga zurück und ersetzt den Lebensmittel-Lieferdienst Hellofresh. Die als Aufsteiger in den Dax gehandelte Commerzbank muss dagegen auf die Rückkehr noch warten.

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06:15

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich gemäss der IG Bank um 0,22 Prozent tiefer.

Die Volatilität am Schweizer Aktienmarkt bleibt hoch. Gemessen am Volatilitätsindex VSMI wird sich der SMI am (heutigen) Dienstag in einer grossen Schwankungsbreite von 1,03 Prozent bewegen. Dies entspricht +/- 111 Punkten gegenüber dem letzten Schlusskurs von 10'819,54 Punkten. Der VSMI ist am Montag um 4,8 Prozent auf 19,67 Punkte gestiegen

Für den heutigen Handelstag gibt es keine US-Vorgaben, weil die New Yorker Börsen am Montag wegen eines Feiertags geschlossen blieben. Somit richtet sich der Blick nach Asien, wo das Bild uneinheitlich ist.

Die Verunsicherung unter den Investoren ist nach wie vor gross. Die Angst vor einer Rezession infolge der Energiekrise geht um. Analysten schätzen die Gefahr für weitere Rückschläge an den Aktienmärkten daher als erheblich ein. Das Hauptereignis des Tages dürfte die Veröffentlichung des ISM-Dienstleistungs- PMI sein, welcher über die Stimmung in den Managementetagen der US- Dienstleistungsunternehmen Auskunft gibt.

Abgesehen davon warten die Investoren auf News zum Thema Energie und auf den Zinsentscheid der Europäische Zentralbank (EZB), der am Donnerstag ansteht. Es wird mit einem kräftigen Zinsschritt von möglicherweise 75 Basispunkten gerechnet.

Hierzulande legt am Berichtstag der Stromkonzern BKW Halbjahreszahlen vor. Er dürfte von den gestiegenen Energiepreisen profitiert haben. Analysten gehen von einer gut 11 Prozent höheren Gesamtleistung und einem knapp 9 Prozent höheren Betriebsgewinn aus. Die Verbesserungen reflektieren aber auch eine Grossübernahme. So gehört seit Anfang 2022 der Schweizer IT-Dienstleister UMB zu 100 Prozent zum Berner Energiekonzern. Mit der Übernahme wurde die sich noch im Aufbau befindende IT-Sparte auf einen Schlag um rund 500 Mitarbeiter vergrössert.

Neben BKW legen noch die Immobiliengesellschaft Fundamenta sowie das Biotechunternehmen Spexis Zahlen vor. Und der Reisedetailhändler Dufry, der vor der Übernahme von Autogrill steht, hält einen Investorentag ab.

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05:50

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt im Verlauf faktisch unverändert bei 27'615 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index blieb unverändert und liegt bei 1928 Punkten.

Die Börse in Shanghai liegt 0,4 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen tritt auf der Stelle.

Die Märkte in Asien treten am Dienstag vor einer Reihe anstehender Zentralbanksitzungen auf der Stelle. Die Anleger hoffen auf mehr Klarheit über die künftige Zinspolitik. "Der Fokus liegt heute auf der RBA", sagte John Milroy, Anlageberater bei Ord Minnett. "Wie alle anderen erwarten wir eine Erhöhung des Leitzinses um 0,5 Prozent. Allerdings erwarten und hoffen wir auch, dass wir einige Kommentare bekommen, dass sie sich dem Ende ihres Erhöhungszyklus nähern."

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird sich am Donnerstag treffen, um über Zinsmassnahmen zu beraten, gefolgt von einer Sitzung der US-Notenbank am 21. September. "Es scheint, dass die nächste Zinserhöhung um 75 Basispunkte im September eine Verlangsamung nach sich ziehen wird", sagte Sean Darby, weltweiter Strategie-Chef bei Jefferies in Hongkong.

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05:45

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 140,55 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,9370 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,9775 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,3 Prozent auf 0,9952 Dollar und notierte kaum verändert bei 0,9729 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,6 Prozent auf 1,1582 Dollar.

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(Reuters)