22:40

Die Talfahrt an den US-Börsen hält an. Von Rezessionsängsten geplagte Investoren zogen am Freitag bei riskanten Anlagen die Reissleine und schickten die Kurse an den Aktienmärkten auf die niedrigsten Stände seit knapp zwei Jahren. Der Ölpreis rauschte auf ein Acht-Monats-Tief, während die Weltleitwährung Dollar ein 22-Jahres-Hoch erklomm.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel um 486 Punkte oder 1,6 Prozent auf 29.590 Zähler, ein neues Jahrestief - damit lag er rund 20 Prozent unter seinem Rekordstand von Anfang Januar. Für charttechnisch orientierte Anleger ist das ein schlechtes Omen und markiert bei einem entsprechenden Schlussstand den Eintritt in einen sogenannten Bärenmarkt, in dem Pessimisten das Ruder übernehmen. Der breiter gefasste S&P 500 hatte diesen Punkt bereits im Juni erreicht und verlor 1,8 Prozent auf 3693 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sackte ebenso stark auf 10.867 Zähler ab. In der Gesamtwoche sackte der Dow damit vier Prozent ab, der S&P 4,6 und die Nasdaq 5,1 Prozent.

— cash (@cashch) September 23, 2022

"Die Wahrscheinlichkeit einer US-Rezession im Jahr 2023 steigt angesichts der restriktiven Fed", schrieben die Analysten der Citigroup. Die US-Notenbank hatte die Zinsen am Mittwoch um allgemein erwartete 75 Basispunkte erhöht und einen längeren Weg im Kampf gegen die Inflation signalisiert. "Obwohl allgemein bekannt ist, dass die Gewinnschätzungen angesichts eines solchen Rezessionsrisikos zu hoch sind, ist es unwahrscheinlich, dass der Markt durch sinkende Gewinne hindurchsehen kann." Auch der Krieg in der Ukraine zehrt an den Nerven der Investoren.

Am Devisenmarkt ging es für den Euro weiter abwärts. Die Gemeinschaftswährung markierte mit 0,9692 Dollar ein 22-Jahres-Tief. "Offensichtlich glaubt die Mehrheit auf dem Parkett nicht, dass die Europäische Zentralbank mit dem hohen Straffungstempo der US-Notenbank Fed Schritt halten kann", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Der Dollar-Index, der die Währung zu anderen wichtigen Devisen misst, kletterte um 1,5 Prozent auf 122,86 Punkte und stand so hoch wie seit Mai 2002 nicht mehr.

Im Zuge dessen fiel der Goldpreis mit 1643,47 Dollar je Feinunze auf den tiefsten Stand seit April 2020. Öl der Nordseesorte Brent verbilligte sich um rund vier Prozent auf 86,51 Dollar je Fass. Ein hoher Dollar-Kurs macht die in der US-Devise notierten Rohstoffe für Käufer aus anderen Währungsräumen teurer. Am Aktienmarkt verloren die Papiere der Öl-Produzenten Laredo Petroleum, APA, Marathon Oil, Occidental Petroleum und Devon Energy zwischen fünf und zwölf Prozent. Die der US-Ölkonzerne Exxon Mobil und Chevron verloren bis zu sieben Prozent.

— cash (@cashch) September 23, 2022

Technologie- und Wachstumsaktien zählten ebenfalls zu den Verlierern. Alphabet, Apple, Amazon.com und Microsoft gaben bis zu drei Prozent ab. Ebenfalls unter die Räder gerieten die Aktien der Autobauer. Tesla Inc , General Motors und Ford büssten bis zu 5,1 Prozent ein. Aktien des Grosshändlers Costco fielen um mehr als vier Prozent, nachdem die Gewinn-Margen im vierten Quartal geschrumpft waren.

Der durch beliebte Urlaubsregionen der Karibik fegende Hurrikan Fiona setzte die Aktien von US-Kreuzfahrt-Anbietern unter Druck. Die Papiere von Norwegian Cruise Line verloren rund sechs Prozent, Carnival 7,2 und Royal Caribbean rund fünf Prozent. Medienberichten zufolge hat NCL wegen des Sturms eine nach Bermuda geplante Kreuzfahrt nach Kanada umgeleitet. Auch Routen der anderen Anbieter seien betroffen. 

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22:05

Der Dow-Jones-Index fiel zwischenzeitlich auf das niedrigste Niveau seit Ende 2020 und schloss schliesslich 1,62 Prozent niedriger bei 29.590,41 Punkten. Der marktbreite S&P 500 verlor am Freitag 1,72 Prozent auf 3693,23 Zähler. Der Nasdaq 100 sackte um 1,66 Prozent auf 11.311,24 Punkte ab.

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21:15

Der Zinsauftrieb am US-Anleihemarkt bleibt stark. Am Freitag stieg die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen zeitweise bis auf 3,83 Prozent. Das war der höchste Stand seit April 2010, also seit gut zwölf Jahren. Zuletzt ging die Rendite aber mit 3,70 Prozent wieder etwas zurück. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) gab derweil um 0,10 Prozent auf 112,64 Punkte nach.

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20:30

Der Euro ist am Freitag nach schwachen Konjunkturdaten auf den niedrigsten Stand zum US-Dollar seit rund 20 Jahren gefallen. Im New Yorker Devisenhandel kostete die Gemeinschaftswährung weniger als 0,97 US-Dollar, was den niedrigsten Stand seit Ende 2002 bedeutete. Zuletzt wurden 0,9682 Dollar bezahlt.

Generell beobachteten Marktteilnehmer am Freitag eine Flucht der Anleger in sichere Häfen, zu denen vor allem der Dollar zählt. Aber auch zum Schweizer Franken gab der Euro zu Wochenschluss deutlich Terrain her. Mit 0,9514 lag das Währungspaar aber wieder über der Marke von 95 Rappen. Der Dollar wird aktuell zu 0,9825 Franken gehandelt.

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

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19:45

Die Talfahrt an den US-Börsen hat sich am Freitag beschleunigt. Von Rezessionsängsten geplagte Investoren zogen bei riskanten Anlagen die Reissleine und schickten die Kurse an den Aktienmärkten auf die niedrigsten Stände seit knapp zwei Jahren. Der Ölpreis rauschte auf ein Acht-Monats-Tief, während die Weltleitwährung Dollar ein 22-Jahres-Hoch erklomm. "Die Wahrscheinlichkeit einer US-Rezession im Jahr 2023 steigt angesichts der restriktiven Fed", schrieben die Analysten der Citigroup

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel um 2,4 Prozent auf 29.356 Punkte - damit lag er mehr als 20 Prozent unter seinem Rekordstand von Anfang Januar. Für charttechnisch orientierte Anleger ist das ein schlechtes Omen und markiert bei einem entsprechenden Schlussstand den Eintritt in einen sogenannten Bärenmarkt, in dem Pessimisten das Ruder übernehmen. Der breiter gefasste S&P 500 hatte diesen Punkt bereits im Juni erreicht und verlor 2,5 Prozent auf 3662 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sackte ebenso stark auf 10.835 Zähler ab.

Technologie- und Wachstumsaktien zählten ebenfalls zu den Verlierern. Alphabet, Apple, Amazon.com und Microsoft gaben bis zu 2,8 Prozent ab. Ebenfalls unter die Räder gerieten die Aktien der Autobauer. Tesla Inc , General Motors und Ford büssten bis zu 5,9 Prozent ein. Aktien des Grosshändlers Costco fielen um mehr als drei Prozent, nachdem die Gewinn-Margen im vierten Quartal geschrumpft waren.

Der durch beliebte Urlaubsregionen der Karibik fegende Hurrikan Fiona setzte die Aktien von US-Kreuzfahrt-Anbietern unter Druck. Die Papiere von Norwegian Cruise Line verloren rund sieben Prozent, Carnival 7,5 und Royal Caribbean rund sechs Prozent. Medienberichten zufolge hat NCL wegen des Sturms eine nach Bermuda geplante Kreuzfahrt nach Kanada umgeleitet. Auch Routen der anderen Anbieter seien betroffen.

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

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19:15

Trübe Konjunkturaussichten im Zuge höherer Zinsen haben den europäischen Aktienmarkt am Freitag stark belastet. Der EuroStoxx 50 rutschte auf das niedrigste Niveau seit November 2020. Das Minus von 2,29 Prozent auf 3348,60 Punkte bedeutete am Ende den grössten Tagesverlust seit Anfang Juli. In der laufenden Woche büsste der Eurozonen-Leitindex 4,3 Prozent ein.

An den wichtigsten Länderbörsen gab es auch hohe Verluste: In Paris rutschte der Leitindex Cac 40 am Freitag um 2,28 Prozent auf 5783,41 Punkte ab. Ausserhalb der Eurozone büsste der britische FTSE 100 um 1,97 Prozent auf 7018,60 Punkte ein. Beide Indizes standen den Tag über aber noch etwas über ihrem Zwischentief aus dem März 2022.

Anleger flüchteten zum Wochenausklang aus risikobehafteten Anlagen, da Wirtschaftsdaten aus der Eurozone auf eine Rezession hindeuteten. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe der Eurozone fiel. "Die Zeichen könnten kaum deutlicher sein: Die Eurozone ist auf Rezessionskurs", schrieben die Experten der VP Bank. "Mehr noch, die Rezession dürfte im laufenden dritten Quartal bereits begonnen haben."

— cash (@cashch) September 23, 2022

Aufgrund der Konjunktursorgen besonders stark unter Druck gerieten Rohstoffkonzerne. Diese bekamen die sinkenden Preise für Metalle, Öl und Gas zu spüren: Shell zum Beispiel büssten in London 5,3 Prozent ein, während Totalenergies und Eni im EuroStoxx mit bis zu 4,9 Prozent Minus unter den grössten Verlierern waren. Im dritten Quartal dürften die Gewinne der Ölkonzerne erstmals seit sechs Quartalen nicht weiter steigen, schrieb Jefferies-Analyst Giacomo Romeo.

Nicht viel besser erging es den Sektoren Einzelhandel, Automobile und Banken mit Abschlägen von bis zu 4,1 Prozent bei ihren Teilindizes. Neue Tiefstände erreichten im Finanzsektor die Papiere der Credit Suisse wegen eines Medienberichts über eine mögliche Kapitalaufstockung. Die angeschlagene Grossbank soll mit Grossinvestoren Gespräche über eine milliardenschwere Kapitalerhöhung führen. Die Aktien weiteten ihr Minus auf mehr als 12 Prozent aus.

— cash (@cashch) September 23, 2022

Airbus -Aktien waren bis zum Mittag noch ein positiver Ausreisser, am Ende konnten sie sich dem Abwärtsdruck mit einem moderaten Abschlag von 0,4 Prozent aber nicht ganz entziehen. Der am Kapitalmarkttag gegebene Ausblick dürfte beruhigen, schrieb der JPMorgan-Analyst David Perry. In der jüngsten Kurskorrektur sieht er eine "hervorragende Einstiegsgelegenheit".

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18:45

Rezessionssorgen haben am Freitag weltweit und auch am deutschen Aktienmarkt für einen tiefroten Wochenschluss gesorgt. Der Leitindex Dax verabschiedete sich mit einem Minus von 1,97 Prozent auf 12.284,19 Punkte in das Wochenende, nachdem er zuvor bei knapp 12.181 Zählern auf den niedrigsten Stand seit November 2020 gefallen war.

Auf Wochensicht weitete der deutsche Leitindex die Verluste auf mehr als dreieinhalb Prozent aus. Seit dem Jahreswechsel beläuft sich das Minus mittlerweile auf mehr als ein Fünftel. Der MDax der mittelgrossen Börsentitel lotete am Freitag ebenfalls neue Tiefstände aus. Er fiel im Handelsverlauf auf das niedrigste Niveau seit Mai 2020 und stand zum Schlussgong mit 3,12 Prozent im Minus bei 22.541,58 Punkten.

"Nicht nur, dass sich eine harte Zeit der ansteigenden Renditen abzeichnet, zugleich verdunkelt sich das konjunkturelle Umfeld in Europa zunehmend", beschrieb Marktbeobachter Andreas Lipkow die Lage. Für den Dax sieht er damit "alle Dämme gebrochen", und eine fortgesetzte Talfahrt in der kommenden Woche sei zu befürchten in Richtung 12 000 Punkte.

Auch auf Unternehmensseite bekommen die Anleger die Auswirkungen des konjunkturellen Gegenwinds weiter zu spüren. Der Batteriehersteller Varta setzte wegen weiter angezogener Energiepreise seine Ziele für das dritte Quartal und das Gesamtjahr aus. Die im MDax notierten Aktien brachen um 34 Prozent ein.

Für noch einen stärkeren Kurseinbruch sorgte der Finanzdienstleister Hypoport , der ebenfalls seine Jahresziele kassierte. Die Papiere schlossen rund 46 Prozent tiefer. Analyst Simon Keller von Hauck Aufhäuser Investment Banking nannte die Nachrichten "verheerend". Der Rückgang bei Immobilienkrediten scheine sich angesichts steigender Zinsen zu beschleunigen.

— cash (@cashch) September 22, 2022

Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich überraschte die Anleger dagegen mit einer aufgestockten Prognose. Die robuste Geschäftsentwicklung habe sich im dritten Quartal fortgesetzt, teilte das Unternehmen mit. Die Anleger freute dies besonders, nachdem Konkurrent Kion erst kürzlich mit einer Gewinnwarnung geschockt hatte. Die Jungheinrich-Aktien beendeten den Tag nach einem zunächst deutlicheren Kurssprung noch mit dreieinhalb Prozent Plus an der MDax-Spitze.

An die Spitze des Dax setzten sich nach einer Kaufempfehlung der US-Bank JPMorgan die Aktien des Aromen- und Duftstoffeherstellers Symrise mit einem Plus von 2,3 Prozent. Die konjunkturempfindlichen Autohersteller- und -zulieferer waren dagegen im Einklang mit dem Trend in Europa unter den grössten Verlierern zu finden. Am härtesten traf es Continental mit mehr als neun Prozent Minus auf dem letzten Dax-Platz.

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

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18:05

Der SMI sackte am Freitag um 1,6 Prozent ab auf 10'138 Punkte. Im Verlauf der gesamten Woche resultierte damit ein Minus von rund 4,5 Prozent. Händler erklärten, die aggressiven Zinserhöhungen von mehreren Notenbanken hätten den Konjunktursorgen der Anleger neue Nahrung gegeben. So hoben unter anderen die amerikanische Fed und die Schweizerische Nationalbank die Zinsen jüngst um jeweils 75 Basispunkte an. Damit steige auch die Gefahr einer Rezession.

Bei den Schweizer Standardwerten stürzten Credit Suisse um über zwölf Prozent auf ein Rekordtief ab. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass die Bank bei Grossanlegern eine Kapitalerhöhung auslotet. Auch andere Finanzwerte standen auf den Verkaufszetteln. Die UBS sackten 4,4 Prozent ab, der Versicherer Swiss Life 4,9 Prozent. Der einzige Bluechip mit Kursgewinnen war Givaudan. Die Aktien des Aromenherstellers kletterten 2,5 Prozent.

Zum ausführlichen Tagesbericht geht es hier.

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17:40

Der SMI schliesst 1,55 Prozent im Minus. Die CS verliert über 12 Prozent und der Wert der Aktie beträgt noch knapp vier Prozent. Tagesgewinner war Givaudan mit einem Plus von 2,51 Prozent.

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16:25

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel um mehr als ein Prozent auf 29'683 Punkte und markierte damit den niedrigsten Stand seit Mitte Juni. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 1,4 Prozent auf 3707 Punkte, der Index der Technologiebörse Nasdaq sackte um 1,5 Prozent auf 10'902 Zähler ab.

Aktienanleger zogen am Freitag angesichts des aggressiven Kampfes der Notenbanken gegen die Inflation und wachsenden Konjunktursorgen die Reissleine.

Die US-Notenbank hatte die Zinsen am Mittwoch um allgemein erwartete 75 Basispunkte erhöht und einen längeren Weg im Kampf gegen die Inflation signalisiert. "Die Wahrscheinlichkeit einer US-Rezession im Jahr 2023 steigt angesichts der restriktiven Fed", schrieben die Analysten der Citigroup. "Obwohl allgemein bekannt ist, dass die Gewinnschätzungen angesichts eines solchen Rezessionsrisikos zu hoch sind, ist es unwahrscheinlich, dass der Markt durch sinkende Gewinne hindurchsehen kann." Technologie- und Wachstumsaktien zählten zu den grössten Verlierern. Alphabet, Apple, Amazon.com, Microsoft und Tesla gaben bis zu 4,6 Prozent ab.

Der durch beliebte Urlaubsregionen der Karibik fegende Hurrikan Fiona setzte die Aktien von US-Kreuzfahrt-Anbietern unter Druck. Die Papiere von Norwegian Cruise Line verloren 4,9 Prozent, Carnival fielen um 4,5 Prozent und Royal Caribbean sacken um 3,4 Prozent ab. Medienberichten zufolge hat NCL wegen des Sturms eine nach Bermuda geplante Kreuzfahrt nach Kanada umgeleitet. Auch Routen der anderen Anbieter seien betroffen.

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15:35

Der Dow Jones eröffnet 1,03 Prozent im Minus bei 29'765 Punkten. Der S&P 500 liegt 1,16 Prozent im Minus bei 3714 Zählern. Der Nasdaq verliert 1,06 Prozent bei 10'949 Punkten.

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14:50

Die Angst vor einer Rezession hat die Aktienmärkte in den USA unverändert fest im Griff. Befeuert wurden die Sorgen auch am Freitag von dem resoluten Vorgehen der US-Notenbank Fed, die im Kampf gegen die Inflation auch wirtschaftliche Schäden in Kauf nimmt.

Mit Blick auf eine drohende Rezession verabschieden sich Investoren auch am Freitag von ihren Aktien. Der Broker IG indizierte den US-Leitindex Dow Jones Industrial rund eine halbe Stunde vor Handelsbeginn 1,1 Prozent niedriger auf 29 732 Punkte.

Damit taucht der Dow wieder unter die 30 000er Marke ab, die er am Vortag zum Schlusskurs noch halten konnte. Der Index droht auf den tiefsten Stand seit Ende 2020 zu fallen. Auf Wochensicht bahnt sich ein Verlust von 3,5 Prozent an.

Der technologielastige Index Nasdaq 100 wurde von IG Markets 1,3 Prozent niedriger taxiert. Schwergewichte wie Apple , Amazon , die Google-Holding Alphabet und Microsoft verloren vorbörslich ein bis zwei Prozent.

Die grosse Frage an den Finanzmärkten laute nun, ob die US-Konjunktur den steilen Zinskurs ohne grössere Schieflage überstehe, schrieb Ulrich Kater, Chefökonom der Deka-Bank. "Sobald das Ende der Zinstreppe absehbar ist, dürften die Aktienmärkte auch wieder Impulse nach oben erhalten." Das allerdings sei erst im kommenden Jahr zu erwarten.

Vor diesem Hintergrund schraubten die Experten der US-Bank Goldman Sachs ihre Prognose für den marktbreiten S&P 500 Index herunter. Weil die Zinsanstiege die US-Aktien nach unten ziehen, dürfte der Index laut den Experten bis Jahresende 16 Prozent tiefer liegen als bisher angenommen. Anleger seien gut beraten, vorerst in der Deckung zu bleiben.

Bergab ging es zunächst für die Papiere von Boeing . Der Luftfahrtkonzern muss im Streit mit der US-Börsenaufsicht SEC nach den zwei Abstürzen des Unglücksjets 737 Max 200 Millionen Dollar Strafe zahlen. Die SEC hatte dem Konzern und dem damaligen Boeing-Chef Dennis Muilenburg vorgeworfen, Investoren über die Sicherheit seiner 737 Max getäuscht zu haben. Vorbörslich verloren die Papiere gut zwei Prozent.

Einen genauen Blick dürften Anleger zu Handelsbeginn auch auf die Aktie von Amazon werfen. Das "Wall Street Journal" veröffentlichte einen kritischen Bericht, wonach der weltgrösste Online-Händler besonders unsichere Speditionen für Versand seiner Waren beauftragt haben soll. Vorbörslich rutschten Amazons Anteile um zwei Prozent ab.

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14:20

Der SMI fällt in einem zusehends angespannten Markt um 1,53 Prozent auf 10'140 Punkte. Die Schwergewichte Nestle (+0,04 Prozent), Novartis (-0,84 Prozent) und Roche (-0,91 Prozent) stabiliseren zwar, doch zahlreiche andere Aktien fallen stark zurück. Am härtesten trifft es die Credit Suisse (-10,35 Prozent), die wegen Berichten über eine milliardenschwere Kapitalerhöhung schwer unter die Räder gekommen ist.

 

— cash (@cashch) September 23, 2022

 

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13:05

Der Euro hat sich auch zur Schweizer Währung wieder abgeschwächt und notiert am Mittag mit 0,9580 Franken nun wieder unter der Marke von 96 Rappen. Wegen Faktoren wie dem Ukraine-Krieg, der drohenden Energiekrise und Konjunktursorgen werde der Franken tendenziell gefragt bleiben, heisst es in einem Kommentar der Commerzbank. Der US-Dollar zeigt sich zum Franken allerdings fester und kostet mit 0,9818 wieder mehr als 98 Rappen.

Die Unternehmensstimmung im Euroraum hat sich im September weiter verschlechtert. Der Indikator fiel auf den tiefsten Stand seit 20 Monaten. Er deutet auf eine schrumpfende Wirtschaft hin. "Angesichts der sich verschlechternden Geschäftslage und des zunehmenden Preisdrucks infolge steigender Energiekosten ist mit einer Rezession in der Eurozone zu rechnen", erklärte S&P-Chefökonom Chris Williamson. Von einer Rezession sprechen Ökonomen bei zwei Quartalen in Folge mit schrumpfender Wirtschaftsleistung.

"Die hohen Energiepreise würgen derzeit regelrecht die Konjunktur ab", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Die gestiegenen Gas- und Strompreise belasteten nicht nur den Verbraucher, sondern auch den Unternehmer. "Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges werden nun erst richtig sichtbar und könnten kaum brutaler sein", so Gitzel. Die Eurozone leidet unter den hohen Energiepreisen deutlich stärker als die USA, da sie in der Energieversorgung stark von Russland abhängig war.

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12:45

Die Ölpreise sind am Freitag kräftig gefallen. Nachdem die Notierungen am Morgen nur leicht gesunken waren, bauten sie die Verluste bis zum Mittag deutlich aus. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 88,66 US-Dollar. Das waren 1,80 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,82 Dollar auf 81,67 Dollar.

Belastet wurden die Erdölpreise durch trübe Konjunkturaussichten. Marktbeobachter verwiesen auf mehrere Notenbanken, die im Laufe der Woche ihre Leitzinsen im Kampf gegen die hohe Inflation deutlich angehoben haben. Durch die steigenden Zinsen gibt es unter Anlegern die Sorge, dass die Konjunktur weiter an Fahrt verliert und die Nachfrage nach Rohöl sinken könnte.

Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank werden die Ölpreise durch "hohe Konjunkturrisiken" in Schach gehalten. Ihrer Einschätzung nach hat sich der Preis für ein Fass Rohöl aus der Nordsee zunächst bei 90 Dollar eingependelt. Weil das Angebot an Rohöl relativ knapp ist, bewegen sich die Ölpreise immer noch auf einem vergleichsweise hohem Niveau.

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11:50

Die US-Futures stehen mehr oder weniger deutlich im Minus: 

Dow Jones Futures: -0,94 Prozent
S&P 500 Futures: -1,00 Prozent
Nasdaq Futures: -1,19 Prozent

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11:40

Der Markt bleibt angeschlagen, die Investoren verunsichert. Entsprechend geben die Kurse am Schweizer Aktienmarkt am Freitag auch zum Ende einer erneut verlustreichen Woche erneut nach. "Der Spagat zwischen Inflationsbekämpfung und möglicher Rezession zerrt an den Nerven der Anleger", fasst ein Experte zusammen. "Die Aussicht auf weiter stark steigende Zinsen macht Aktien im Augenblick recht unattraktiv."

So schienen sich nicht einmal mehr die Schnäppchenjäger aus der Deckung zu wagen. Nach den jüngsten Tiefschlägen laute die Devise eher abwarten. Zudem stehe das Wochenende vor der Tür, eine Gelegenheit für einige Anleger, sich von ihren Positionen zu trennen, um das Risiko aus dem Depot zu nehmen. Am Sonntag stehen in Italien Wahlen auf der Agenda, die den Markt aber eher kaum beeinflussen sollten. Etwas Sorgen bereitet einigen Akteuren dagegen die steigende Zahl an Unternehmens-Gewinnwarnungen. Derweil signalisieren die am Morgen veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes, dass die Eurozone auf Rezessionskurs ist.

Der SMI verliert 0,87 Prozent auf 10'208,42 Punkte und notiert damit erneut auf Jahrestief. Wie es in einem Kommentar von BNP Paribas heisst, hat sich das Chartbild weiter gravierend eingetrübt. Auf dem aktuellen Niveau notiert der SMI denn auch unter seinem Zwischentief von 10'238 Punkten, womit bis zum Korrekturtief vom Oktober 2020 bei 9'495 Punkten laut BNP kein signifikanter Support mehr im Weg stehe.

Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, verliert 1,10 Prozent auf 1540,51 Punkte und der SPI 0,77 Prozent auf 13'111,41 Punkte. Im SLI geben alle Titel bis auf drei nach.

Die mit Abstand grössten Verluste fahren einmal mehr die Aktien der CS (-6,7 Prozent) ein. Ein Medienbericht über eine mögliche Kapitalaufstockung schreckt Investoren merklich auf. Die angeschlagene Grossbank soll mit Grossinvestoren Gespräche über eine milliardenschwere Kapitalerhöhung führen, berichtete Reuters am späten Donnerstagnachmittag.

Beim Konkurrenten UBS (-1,3 Prozent) fallen die Abgaben deutlich milder aus. Auch europaweit stehen Bankaktien weit oben auf den Verkaufslisten. Hier sprechen Händler zum Teil von Gewinnmitnahmen. Auch die übrigen Finanzwerte werden zum Wochenschluss aus den Depots geworfen. Entsprechend kommen Werte wie Julius Bär, Swiss Re, Swiss Life, Partners Group oder auch Zurich um bis zu 1,3 Prozent zurück.

Die anhaltenden Rezessionssorgen tragen auch bei Vertretern zyklischer Branchen zu Kursverlusten bei. Adecco Holcim oder auch SGS verbilligen sich zwischen 2,9 und 1,8 Prozent.

Technologiewerte wie AMS Osram, VAT, Temenos (allesamt -1,5 Prozent) oder auch Logitech (-0,9 Prozent) knüpfen angesichts der schwachen US-Vorgaben an ihre seit Jahresbeginn anhaltende Abwärtsbewegung an. Gerade bei diesen Wachstumswerten sorgen die Rezessionsängste immer wieder für verstärkten Abgabedruck.

Dass der Markt im Laufe des Vormittags etwas tiefer ins Minus gerutscht ist, liegt auch an den beiden Pharmaschwergewichten Roche (-0,7 Prozent) und Novartis (-0,6 Prozent). Im frühen Handel hatten sie noch zeitweise klar zugelegt und damit den Gesamtmarkt gestützt. Auch bei Schwergewicht Nummer drei, Nestlé (-0,2 Prozent), sind die frühen Gewinne abgeschmolzen.

Lediglich drei Titel, Schindler, Sika und Swisscom, stemmen sich mit unveränderten Kursen etwas gegen den Markt.

In den hinteren Reihen knüpfen die Aktien vom Biotechunternehmen Spexis (+0,4 Prozent) an die Vortagesentwicklung an, wenn auch mit gedrosseltem Tempo. Ermutigende Studienergebnisse hatten die Aktien gestützt. Branchenkollege Santhera steigt mit +4,7 Prozent sogar noch etwas stärker.

Dagegen sacken Obseva-Aktien um mehr als 8 Prozent ab. Mit Kinarus (-7,4 Prozent), Evolva (-4,2 Prozent) und Medartis (-3,6 Prozent) werden noch weitere Werte aus der Gesundheitsbranche aus den Depots entfernt.

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11:00

Der SMI sinkt im Verlauf des Vormittags tiefer ins Minus und notiert um 1,07 Prozent bei 10'187 Punkten tiefer. Derzeit steht keine der 20 SMI-Aktien im Plus. Stark unter Druck bleibt die Aktie der Credit Suisse (-5,75 Prozent).

Reuters hatte am Vorabend unter Berufung auf Insider berichtet, dass die skandalgeplagte Credit Suisse mit Grossinvestoren Gespräche über eine milliardenschwere Kapitalerhöhung führt. Die Bank habe bereits vor einigen Wochen damit begonnen, bedeutende Anleger auf eine solche einzustimmen, hiess es. Im Juli hatte das CS-Management bereits angekündigt, dass man im Rahmen der Strategieüberprüfung vor allem im Investment Banking auch Optionen für das Geschäft mit verbrieften Krediten (Securitized Products) prüfe. Vom Markt werde der Wert dieses Bereichs auf bis zu 2,5 Milliarden US-Dollar geschätzt, schreibt die ZKB am Freitag in einem Kommentar. Der Verkauf einer Beteiligung des Bereichs "Securitized Products" könnte andere Kapitalmassnahmen begrenzen, daher sehe er das positiv, schreibt ein UBS-Analyst. Es seien in naher Zukunft grosse Ankündigungen zu erwarten, das sei ebenfalls potentiell positiv.

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09:45

Zum Ende dieser Notenbank-Woche präsentiert sich der Schweizer Aktienmarkt zunächst etwas orientierungslos. Zahlreiche Notenbanken haben in dieser Woche ihre Zinsen weiter angehoben. Diese weitere Straffung der Geldpolitik erhöhte die Rezessionssorgen und sorgte damit für Unsicherheit an den Märkten, fasst ein Stratege zusammen. Hinzu komme die steigende Zahl an Gewinnwarnungen, was ebenfalls ein Warnsignal sei. Entsprechend vorsichtig dürften Anleger agieren.

Im Handelsverlauf stehen in zahlreichen Ländern Einkaufsmanagerindizes auf der Agenda. Sie dürften voraussichtlich kein besonders positives Bild der Wirtschaftstätigkeit zeichnen, ist sich ein Händler sicher. Vielmehr dürften sich die Zahlen für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor weiter verschlechtern und in den Bereich der Schrumpfung rutschen. Derweil stellten die anstehenden Wahlen in Italien am Sonntag für die Kapitalmärkte ein überschaubares Risiko dar.

Der SMI tritt gegen 09.15 Uhr mit +0,01 Prozent auf der Stelle bei 10'298,33 Punkten. Nachdem der Leitindex am Vortag mit Schwung unter das Juni-Tief bei 10'350 Punkten gerutscht war habe sich das Chartbild weiter gravierend eintrübte, heisst es in einem Kommentar von BNP Paribas. Allerdings sei der Markt bereits überverkauft, was Hoffnung auf eine nahende Gegenbewegung mache.

Die mit Abstand grössten Verluste fahren einmal mehr die Aktien der CS (-5,9 Prozent) ein. Ein Medienbericht über eine mögliche Kapitalaufstockung schreckt Investoren merklich auf. Die angeschlagene Grossbank soll mit Grossinvestoren Gespräche über eine milliardenschwere Kapitalerhöhung führen, berichtete Reuters am späten Donnerstagnachmittag.

Gestützt wird der SMI von den drei Schwergewichten Roche (+0,8 Prozent), Novartis und Nestlé (beide +0,4 Prozent), die in dem aktuellen Umfeld gesucht sind.

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09:10

Der SMI notiert nach Börsenstart um 0,21 Prozent bei 10'276 Punkten tiefer. Die Märkte schwimmen im Kielwasser der Geldpolitik: In einer regelrechten Welle haben nach dem Fed am Mittwochabend zahlreiche Notenbanken wie die SNB und die Bank of England am gestrigen Donnerstag ihre Leitzinsen erhöht und damit die Angst vor einer Rezession bei den Investoren verstärkt.

Im Gegenzug ziehen die Anleihen-Renditen weiter an. In den USA erreichten die Renditen für die viel beachteten zwei- und zehnjährigen Staatsanleihen Höchststände, die sie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr gesehen hatten. In diesem Umfeld hätten es Industriewerte, zyklische Konsumgüter, wachstumsstarke Technologieunternehmen und Halbleiter eher schwer, kommentierte ein Händler. Die derzeitige Volatilität werde von vielen Marktteilnehmern zudem als Zeichen gesehen, dass mehr Investoren akzeptieren, dass eine Rezession bevorstehen könnte.

Die Aktie der Credit Suisse (-6,33 Prozent) setzt ihre Talfahrt fort. Um die Bank machen Kapitalerhöhungsszenarion die Runde. Die angeschlagene Grossbank soll mit Grossinvestoren Gespräche über eine milliardenschwere Kapitalerhöhung führen, berichtete Reuters am späten Donnerstagnachmittag. Ausserdem gibt es Berichte, die Bank wolle ihr US-Geschäft verkleinern oder aufgeben - was die CS aber dementiert hat. Auch die Aktie der UBS (-1,28 Prozent) notiert deutlich tiefer.

Bei Novartis (unv.) gab es im Anschluss an den gestrigen Kapitalmarkttag zahlreiche Analystenkommentare, in denen sich die Experten grundsätzlich wohlwollend äusserten.

Der Tag ist vergleichsweise arm an Unternehmensnews. Ausnahmen: Huber+Suhner (+0,25 Prozent) hat die Kapitalmärkte über den Geschäftskurs informiert. Zur Rose (-1,08 Prozent) hat ein Rückkaufangebot für eine ausstehende Anleihe über 115 Millionen Franken angekündigt.

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08:25

Wieder aufgeflammte Konjunktursorgen drücken die chinesischen Aktienmärkte ins Minus. Die Börse Shanghai fiel am Freitag um ein halbes Prozent auf 3094 Punkte, der Hongkonger Leitindex markierte mit 17.952,16 Zählern zeitweise den niedrigsten Stand seit elf Jahren. Die japanischen Finanzmärkte blieben wegen eines Feiertags geschlossen.

"Die Verschlechterung der Anlegerstimmung wird vor allem von den Coronavirus-Ausbrüchen und geopolitischen Unsicherheitsfaktoren getrieben", schrieben die Analysten der Bank Morgan Stanley. Vor einigen Tagen hatte US-Präsident Joe Biden Taiwan für den Fall eines chinesischen Angriffs militärische Hilfe zugesichert. China betrachtet die Insel als Teil seines Territoriums. Die südkoreanische Börse geriet ebenfalls unter Druck und büsste zwei Prozent ein. Ihr machten Kursverluste der Batterie-Anbieter zu schaffen.

Die Aktien von LG Energy, Samsung SDI und SK Innovation fielen um bis zu sechs Prozent. Grund hierfür war ein Ausverkauf bei den Papieren des Elektroautobauers Tesla, der in den USA 1,1 Millionen Fahrzeuge wegen Problemen mit den Fensterhebern zurückruft. Tesla-Titel rutschten an der Wall Street um vier Prozent ab. 

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08:10

Julius Bär berechnet den SMI minim höher bei 10'302 Punkten. In den 20 Titeln des Leitindex' bewegt sich kaum etwas. Die Titel sind alle bis etwa 0,1 Prozent höhergestellt. 

Am breiten Markt stechen Huber+Suhner (+1,1 Prozent) heraus. Die Industriegruppe hat Ziele und Dividendenpolitik bestätigt. Zur Rose (-0,9 Prozent) sind nach einer Anliehen-Rückzahlungsnachricht etwas tiefer gestellt. 

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08:05

Die Ölpreise haben am Freitag im frühen Handel leicht nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 90,28 US-Dollar. Das waren 18 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 28 Cent auf 83,21 Dollar.

Belastet werden die Erdölpreise schon seit einiger Zeit durch die trüben Konjunkturaussichten. Die Folgen des Ukraine-Kriegs und die deutlichen Zinsanhebungen vieler Notenbanken lasten auf der konjunkturellen Entwicklung und damit auf der Nachfrage nach Rohöl und Ölprodukten wie Benzin oder Diesel. Da zugleich aber das Angebot relativ knapp ist, bewegen sich die Ölpreise immer noch auf hohem Niveau.

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08:00

Der Euro hat sich am Freitag gegenüber dem US-Dollar knapp über seinem am Vortag markierten 20-jährigen Tiefstand gehalten. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 0,9824 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend.

Das Euro/Franken-Paar bewegt sich in einer engen Spanne um die 0,96er Marke. Am Vortag war es vor dem Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) noch bis auf ein Rekordtief von 0,9461 gefallen, bevor es im Anschluss an die Zinserhöhung bis auf 0,9616 anzog. Die Commerzbank erachtet die kurzzeitige Frankenschwäche eher als vorübergehend, wie aus einem aktuellen Devisenkommentar hervorgeht. So dürften "externe Faktoren wie der Ukraine-Krieg, eine drohende Energiekrise und Konjunktursorgen schnell wieder die Oberhand gewinnen und der Franken tendenziell gefragt bleiben". Der US-Dollar zeigt sich bei einem Stand von 0,9785 Franken unterdessen nur wenig bewegt seit dem Vorabend.

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06:30

Der Euro notiert zum Franken bei 0,9609. Der Franken-Kurs fiel gestern deutlich, nachdem die Marktreaktion auf den SNB-Zinsschritt von 75 Basispunkten auf 0,5 Prozent als "enttäuschend" gewertet wurde. 

"Der Entscheid hat dazu geführt, dass Euro-Franken- und Pfund-Franken-Shorts stärker wurden, weil das 'Marktgeflüster' einen grösseren Zinsschritt erwartet hatten", schrieb Citigroup-Devisenanalyst Vasileios Gkionakis in einem Marktkommentar. 

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06:10

Gemäss ausserbörslichen Indikationen der IG Bank tendiert der SMI minim im Minus. 

Der Leitindex SMI sank am Donnerstag um 1,26 Prozent auf 10'297.65. Das entschlossene Vorgehen der Notenbanken gegen die Inflation fachten die Rezessionsängste der Anleger an. Die US-Notenbank Fed und die Schweizerische Nationalbank (SNB) erhöhten die Leitzinsen jeweils um 0,75 Prozentpunkte, die Bank von England um 0,5 Prozentpunkte.

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06:05

Der japanische Ministerpräsident hat sich bereiterklärt, nach einem historischem Eingriff am Devisenmarkt den Yen wieder zu stützen. Die übermässigen Bewegungen der japanischen Währung aufgrund von Spekulationen seien nicht zu übersehen und die Regierung müsse "mit grosser Wachsamkeit" handeln, erklärte Fumio Kishida am Donnerstag. "Sollte es zu einer übermässigen Volatilität kommen, werden wir Massnahmen ergreifen." Wenige Stunden zuvor hatte ein Regierungsvertreter bekanntgemacht, die japanische Zentralbank habe zum ersten Mal seit 1998 zur Stützung des schwächelnden Yen in den Devisenmarkt eingegriffen. 

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22:30

Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss am Donnerstag 0,35 Prozent niedriger auf 30.076,68 Punkten. Zwischenzeitlich war das Börsenbarometer erstmals seit drei Monaten unter die runde Marke von 30.000 Zählern gefallen. Andere Indizes verbuchten höhere Verluste: Der marktbreite S&P 500 verlor 0,84 Prozent auf 3757,99 Zähler. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 fiel um 1,17 Prozent auf 11.501,65 Punkte. Die Technologiewerte gelten als besonders anfällig für steigende Zinsen.

Volkswirte betonen vor allem die von den steigenden Zinsen ausgehenden Risiken: "Wir erwarten einen schnelleren Rückgang des Wachstums, sehen Aufwärtsrisiken für die Arbeitslosigkeit und gehen davon aus, dass die Inflation im nächsten Jahr etwas langsamer sinken wird", schrieb etwa David Page, Chefökonom von Axa Investment Managers.

An die Spitze des Leitindex Dow setzten sich die Aktien von Merck & Co mit einem Aufschlag von 3,5 Prozent. Dem Pharmakonzern wurde in einem Patentstreit mit dem Arzneimittelhersteller Viatris im Segment Tiergesundheit von einem Gericht im Bundesstaat Virginia Recht zugesprochen.

Aktien des Software-Entwicklers und SAP -Konkurrenten Salesforce stiegen um 1,7 Prozent. Hier lobten Analysten die Ziele für die Profitabilität im Jahr 2026.

Anteilscheine von Ely Lilly verteuerten sich um fast fünf Prozent, nachdem die Investmentbank der UBS zum Kauf der Papiere des Pharmakonzerns geraten hatte. Die Aktien von Fedex reagierten mit einem Kursplus von 0,8 Prozent auf die Ankündigung milliardenschwerer Kosteneinsparungen.

(cash/Reuters/AWP/Bloomberg)