22:30

An der Wall Street hat der Dow-Jones-Index am Donnerstag nachgegeben, er verlor 0,6 Prozent auf 30.961,82 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab 1,4 Prozent auf 11.552,36 Punkte nach und der breit gefasste S&P 500 büsste 1,1 Prozent auf 3.901,35 Punkte ein. Belastend bleiben die hohe Inflation, das künftige Zinsniveau und die konjunkturellen Folgen. Nervosität herrschte womöglich auch vor dem am Freitag anstehenden grossen Verfall an den Terminmärkten.

Auf Unternehmensseite kam es bei den Adobe-Anlegern gar nicht gut an, dass der Softwarekonzern die Web-Design-Softwarefirma Figma übernehmen will. Die Bereitschaft, dafür rund 20 Milliarden US-Dollar zu zahlen, löste einen Kurseinbruch um 16,8 Prozent aus. Analysten bezeichneten den Preis als hoch. Kirk Materne vom Analysehaus Evercore ISI vermutete als Grund, dass Adobe mit der Übernahme vermeiden will, dass Figma zu einem starken Gegner wird.

— Adobe (@Adobe) September 15, 2022

Im Schlepptau des Adobe-Kursrutsches standen Softwarefirmen, die auch dem Technologiesektor zugerechnet werden, allgemein weit oben auf den Verkaufslisten der Anleger. Die Papiere von Salesforce und Microsoft waren im Dow mit Abgaben von bis zu 3,4 Prozent die beiden grössten Verlierer.

Besser erging es den Banken, da sie etwa im Kreditgeschäft von höheren Zinsen profitieren können. In einem international starken Branchenumfeld zogen die Titel von Goldman Sachs und JPMorgan im Dow um bis zu 1,5 Prozent an. Analystin Magdalena Stoklosa von Morgan Stanley hält den positiven Zinseffekt in einer Branchenstudie für noch nicht angemessen gewürdigt.

Mit einer Kursrally um fünf Prozent hob sich Netflix an der Nasdaq positiv ab. Die Titel des Streaming-Anbieters zogen an, nachdem ihnen Evercore ISI eine positive Empfehlung ausgesprochen hatte. Analyst Mark Mahaney sieht vor allem enorme Chancen im günstigeren, werbefinanzierten Netflix-Abo, das 2023 starten soll. Zuletzt hatte der Streaming-König im hart umkämpften Markt zuschauen müssen, wie die Konkurrenz stärker wird.

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

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22:05

Der US-Standardwerteindex Dow Jones hat im Handelsverlauf anfängliche Gewinne abgegeben und schliesslich bei 30.961,82 Punkten 0,56 Prozent leichter geschlossen. Der breit gefasste S&P 500 büsste 1,13 Prozent auf 3901,35 Zähler ein und der technologielastige Nasdaq 100 verlor 1,71 Prozent auf 11.927,49 Punkte.

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21:20

US-Staatsanleihen haben am Donnerstag Kursverluste verzeichnet. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) fiel um 0,41 Prozent auf 114,50 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg im Gegenzug auf 3,46 Prozent. Sie lag damit leicht unter ihrem am Vortag markierten dreimonatigen Höchststand.

Anleihe-Investoren stellen sich bereits auf einen Abschwung ein. Weil sie vor allem kürzer laufende US-Anleihen aus ihren Depots werfen, stieg die Rendite der zweijährigen Bonds zeitweise auf ein 15-Jahres-Hoch von 3,879 Prozent.

Dieses Phänomen wird im Börsenjargon "inverse Zinskurve" genannt weil länger laufende Papiere üblicherweise höher verzinst werden als kürzer laufende. Experten gilt diese Entwicklung als Vorbote einer nahenden Rezession. "Aufgrund der bisherigen Prognosequalität sollten Börsianer die Warnung der inversen Kurve sehr Ernst nehmen", mahnte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

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21:00

Der US-Standardwerteindex Dow Jones fiel im Handelsverlauf zurück und notierte zuletzt bei 30.922 Punkten 0,7 Prozent leichter. Der breit gefasste S&P 500 büsste 1,3 Prozent auf 3894 Zähler ein und der technologielastige Nasdaq verlor 1,7 Prozent auf 11.519 Punkte.

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20:15

Der Euro hat sich am Donnerstag um die Parität zum US-Dollar bewegt. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung 0,9994 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 0,9992 (Mittwoch: 0,9990) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0008 (1,0010) Euro

Zum Franken bleibt der Euro mit 0,9598 Franken knapp bei der Marke von 96 Rappen, nachdem er am Mittag zeitweise auf ein Rekordtief von 0,95305 Franken gefallen war. Auch der US-Dollar hat sich zum Franken wieder erholt und notiert am späten Abend bei 0,9602 Franken.

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19:40

Die von robusten Konjunkturdaten geschürten Spekulationen auf weitere drastische US-Zinserhöhungen halten Anleger von der Wall Street fern. Der US-Standardwerteindex Dow Jones hielt sich am Donnerstag knapp im Plus bei 31.172 Punkten, während der breit gefasste S&P 500 und der technologielastige Nasdaq jeweils etwa ein halbes Prozent nachgaben.

Angesichts der guten wirtschaftlichen Lage in den USA erwarten Investoren eine Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte, einige sogar um einen vollen Prozentpunkt. "Wir gehen aber nicht davon aus, dass die Fed das tun wird", sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. "Es würde das Risiko deutlich vergrössern, dass die US-Wirtschaft in eine Rezession rutscht."

— cash (@cashch) September 15, 2022

Abwärts ging es vor diesem Hintergrund für die US-Rohölsorte WTI, die 3,4 Prozent auf 85,59 Dollar je Barrel (159 Liter) nachgab. "Es gibt viele Kräfte, die derzeit die Preisbewegungen auf den Ölmärkten diktieren, dabei steht der Faktor wirtschaftliche Unsicherheit ganz oben", sagt Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Titel von Chevron verbilligten sich um 1,2 Prozent, für Exxon Mobil ging es 2,5 Prozent abwärts.

Gefragt waren dagegen Eisenbahn-Betreiber wie Union Pacific oder Norfolk Southern, deren Papiere sich um bis zu 1,7 Prozent verteuerten. Die Konzerne legten den Tarifstreit mit ihren Beschäftigten bei und wendeten damit einen Streik ab. Dessen wirtschaftlicher Schaden wäre Experten zufolge in die Milliarden gegangen. "Das sind grossartige Neuigkeiten", kommentierte Analystin Ipek Ozkardeskaya von der Swissquote Bank. Eine weitere Störung der Lieferketten und zusätzlicher Preisdruck würden dadurch vermieden. Rivale CSX konnte seine Anfangsgewinne nicht verteidigen und büsste 2,5 Prozent ein. Firmenchef James Foote geht in den Ruhestand.

Am Kryptowährungsmarkt richteten Investoren ihre Blicke auf die lang erwartete Aktualisierung der Software für die Kryptowährung Ethereum, das offenbar reibungslos verlief. Das sei aber erwartet worden, sagte Andreas Wölfl, Gründer der Zertifikate-Emittenten iMaps ETI. Daher nutzten einige Anleger die Rally der vergangenen Monate zu Gewinnmitnahmen. Die nach Bitcoin zweitwichtigste Cyber-Devise verbilligte sich um knapp sechs Prozent auf 1511 Dollar.

— cash (@cashch) September 15, 2022

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19:15

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 setzte am Donnerstag seine jüngste Talfahrt den dritten Tag fort und büsste 0,72 Prozent auf 3541,79 Punkte ein. Anfängliche Gewinne hielten nicht. Auch die US-Börsen gaben keine positiven Impulse.

Für den französischen Cac 40 ging es noch stärker um 1,04 Prozent auf 6157,84 Zähler nach unten. Ausserhalb des Euroraums hob sich der britische FTSE 100 ab. Er ging knapp im Plus aus dem Handel. Sein Anstieg um 0,07 Prozent auf 7282,07 Punkte wurde mit steigenden Kursen im gewichtigen Bankensektor in Verbindung gebracht.

"Kauflaune sieht definitiv anders aus", stellte Marktexperte Andreas Lipkow mit Blick auf den Gesamtmarkt lapidar fest. Inflationsängste und Konjunktursorgen lasteten weiterhin auf den internationalen Börsen. Zahlreiche US-Konjunkturdaten gaben den Anlegern mit einem insgesamt durchwachsenen Bild keinen Anlass für Käufe.

— cash (@cashch) September 15, 2022

Bankentitel stiegen, ihr Teilindex zog 1,7 Prozent an dank steigender Marktzinsen, da Banken etwa im Kreditgeschäft davon profitieren können. Mit der Banco Santander und ING standen zwei Kreditinstitute mit Anstiegen um etwa 3,5 Prozent ganz vorne im EuroStoxx. ING wurde auch gestützt von einer Hochstufung durch die US-Bank Morgan Stanley.

Moderate Kursgewinne von rund einem halben Prozent gab es ansonsten nur noch im Reise- und Freizeitbereich sowie für den Versicherungssektor , dem steigende Marktzinsen ebenfalls in die Karten spielen.

Im Pharmabereich sorgte es für Gesprächsstoff, dass die Credit Suisse ihre Prioritäten in der Branche neu ordnete. Unter anderem wurde Roche nach oben gestuft, Novartis dagegen nach unten. Dies zog einen Anstieg um 1,8 Prozent bei Roche, aber einen Abschlag von 0,4 Prozent bei Novartis nach sich. Novartis ist zudem in einer Patentsache ins Visier der Schweizer Wettbewerbskommission geraten.

— cash (@cashch) September 15, 2022

Unter den grossen EuroStoxx-Verlierern versammelten sich vor allem Luxusgüter-Werte: LVMH , EssilorLuxottica , Kering und Hermes verloren zwischen 2,0 und 3,9 Prozent an Wert.

Weniger gut sah es auch bei den am Vortag noch starken Einzelhandelswerten aus. Die Bekleidungskette Hennes & Mauritz hatte Umsatzzahlen für das dritte Geschäftsquartal gemeldet, die überraschend schwach ausgefallen waren. Die Aktie der Schweden gab um 4,7 Prozent nach.

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18:45

Der Dax hat am Donnerstag weiter nachgegeben und ist wieder unter die Marke von 13.000 Punkten gerutscht. Zum Handelsschluss stand das Börsenbarometer mit 0,55 Prozent im Minus bei 12.956,66 Zählern. Die Sitzung war erneut von Vorsicht geprägt, da sich die Anleger wegen der anhaltenden Rezessionssorgen kaum vorwagen. Deutlich stärker büsste der Mittelwerte-Index MDax ein, der um 1,38 Prozent auf 24.455,09 Punkte nachgab.

"Die Aktienmärkte verarbeiten immer noch den Inflationsschock und den Ausverkauf an der Wall Street vom Dienstag", schrieb Konstantin Oldenburger von CMC Markets. Seit dem Erholungshoch vor zwei Tagen ist der Dax inzwischen um gut 600 Punkte abgesackt. Oldenburger verwies zudem auf den am Freitag anstehenden grossen Verfallstag an den Terminbörsen, weshalb sich viele Marktteilnehmer ebenfalls zurückgehalten hätten.

— cash (@cashch) September 15, 2022

Vor diesem Hintergrund waren europaweit abermals Bankaktien gefragt, denn höhere Zinsen verbessern in der Regel die Ertragschancen der Finanzinstitute. Auch am hiesigen Aktienmarkt war die Branche gefragt: So gewannen die Papiere der Deutschen Bank an der Dax-Spitze 2,4 Prozent. Im MDax zogen die Anteilsscheine der Commerzbank um rund zweieinhalb Prozent an.

Die Nase vorn im MDax hatten die Aktien von Vantage Towers mit einem Aufschlag von mehr als elf Prozent. Der britische Telekommunikationsanbieter Vodafone hat Kreisen zufolge Interessenten zu einer Auktion für seine Funkturmtochter geladen. Unter den Bietern befänden sich die Finanzinvestoren KKR und Global Infrastructure Partners sowie EQT aus Schweden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Ebenfalls zu den MDax-Favoriten zählten die Lufthansa -Anteile mit einem Plus von gut zweieinhalb Prozent. Nach dem Ausstieg des Staates geht die Fluggesellschaft nun den Teilverkauf der Wartungssparte Lufthansa Technik an, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Insider berichtete. Geplant sei eine erste Runde der Gespräche für Anfang Dezember, wobei vor allem Private-Equity-Investoren Interesse haben sollen. Das Unternehmen wollte den Bericht nicht kommentieren.

— cash (@cashch) September 15, 2022

Der spanische Infrastrukturkonzern ACS stockt derweil seinen Anteil am deutschen Bauunternehmen Hochtief auf. Dessen Anteilsscheine führten mit einem Plus von 5,7 Prozent die Gewinnerliste im Nebenwerteindex SDax an.

Der Kurs des Euro bewegte sich kaum. Er kostete am Abend 0,9991 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 0,9992 (Mittwoch: 0,9990) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 1,0008 (1,0010) Euro gekostet.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 1,62 Prozent am Vortag auf 1,64 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,20 Prozent auf 130,61 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,53 Prozent auf 142,81 Punkte nach.

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18:20

Der SMI ging um 0,1 Prozent tiefer aus dem Handel bei 10'747 Punkten. Händler erklärten, die Anleger hätten eine abwartende Haltung eingenommen. Einerseits fielen die Konjunkturdaten mehrheitlich solide aus. So steigerten die US-Detailhändler ihre Umsätze im August überraschend, während in der vergangenen Woche weniger Amerikaner Arbeitslosenhilfe beantragten als gedacht. Dies bedeute auf der anderen Seite, dass die US-Notenbank die Zinserhöhungen weiter vorantreiben dürfte. In der kommenden Woche stehen geldpolitische Beratungen der Fed an.

Die Gewinner und Verlierer unter den Schweizer Standardwerten hielten sich in etwa die Waage. Ganz oben standen die Roche-Titel mit einem Plus von 1,8 Prozent. Zuvor hatten die Credit-Suisse-Analysten den Pharmakonzern auf "Outperform" hochgestuft. Novartis wurde von Credit Suisse dagegen auf "Underperform" zurückgestuft, die Aktien sanken 0,4 Prozent. Ins Gewicht fiel auch, dass die Schweizer Wettbewerbskommission eine Untersuchung in Zusammenhang mit einem Patent eingeleitet hat. Bei den Nebenwerten sackten die Aktien der Online-Apotheke Zur Rose zehn Prozent ab.

Zum ausführlichen Tagesbericht geht es hier.

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17:35

Der SMI schliesst 0,14 Prozent im Minus bei 10'739 Punkten.  Tagesgewinnerin war Roche mit einem Plus von 1,8 Prozent. Hingegen büssten die konjunkturabhängigen Titel Sika und Lonza stark ein mit einem Minus von 3,21 respektive 2,94 Prozent.

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16:35

Wegen eines 20 Milliarden Dollar schweren Zukaufs droht den Aktien von Adobe der grösste Tagesverlust seit zwölf Jahren. Sie fallen an der Wall Street um 15 Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief von 316,31 Dollar. Der "Photoshop"-Macher will Figma, einen Spezialisten für Software zur kollaborativen Online-Arbeit, übernehmen. Analysten monieren, dass Adobe zur Finanzierung der Akquisition voraussichtlich frisches Kapital aufnehmen müsse.

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16:00

Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 bröckelten zur Eröffnung am Donnerstag um 0,2 Prozent ab.

"Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind recht gut", sagte Mabrouk Chetouane, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters Natixis. Alles deute auf eine Zinserhöhung der Notenbank von 0,75 Prozentpunkten in der kommenden Woche hin. Die US-Detailhändler steigerten ihre Umsätze im August überraschend, während in der vergangenen Woche weniger Amerikaner Arbeitslosenhilfe beantragten als gedacht.

Vor diesem Hintergrund erwarten einige Investoren sogar eine Zinserhöhung um einen vollen Prozentpunkt. "Wir gehen nicht davon aus, dass die Fed das tun wird", sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. "Es würde das Risiko deutlich vergrössern, dass die US-Wirtschaft in eine Rezession rutscht."

Zu den Gewinnern am US-Aktienmarkt zählten wie Union Pacific, Norfolk Southern und CSX, die sich um bis zu 2,7 Prozent verteuerten. Die Eisenbahn-Betreiber legten den Tarifstreit mit ihren Beschäftigten bei und wendeten damit einen Streik ab. Dessen wirtschaftlicher Schaden wäre Experten zufolge in die Milliarden gegangen. "Das sind grossartige Neuigkeiten", kommentierte Analystin Ipek Ozkardeskaya von der Swissquote Bank. Eine weitere Störung der Lieferketten und zusätzlicher Preisdruck würden dadurch vermieden.

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15:35

Der Dow Jones verliert 0,23 Prozent auf 31'063 Zähler. Der S&P 500 liegt 0,46 Prozent im Minus bei 3927 Punkten. Der Nasdaq büsst 0,71 Prozent ein auf 11'636 Zähler.

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15:15

Der Franken steigt bis auf 95,31 Rappen zum Euro. Das ist der höchste Stand seit dem 15. Januar 2015, als die Schweizerische Nationalbank den Mindestkurs abgeschafft hatte.

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14:30

In den wichtigsten US-Indizes zeichnet sich am Donnerstag zunächst wenig Bewegung ab. Tags zuvor hatten sie sich wieder gefangen, nachdem die US-Inflationsdaten am Dienstag einen deutlichen Rückschlag ausgelöst hatten.

Für den Dow Jones Industrial ging es zur Wochenmitte auf das tiefste Niveau seit Mitte Juli abwärts, letztlich schaffte er aber den Dreh ins Plus. Der Broker IG taxiert den US-Leitindex gut eine Stunde vor dem Handelsstart nun kaum verändert auf 31 134 Punkte.

Technologiewerte waren bei den Anlegern tags zuvor mehr gefragt und blieben auch über ihrem jüngsten Zwischentief. Der Auswahlindex Nasdaq 100 wird von IG nun 0,3 Prozent tiefer bei 12 096 Punkten erwartet.

Nach dem unerwartet deutlichen Preisauftrieb für die US-Verbraucher habe die Abschwächung auf Herstellerebene am Vortag geholfen, die Gemüter wieder etwas zu beruhigen, hiess es bei der Credit Suisse. Davon ungeachtet wächst aber die Überzeugung der Experten, dass die US-Notenbank ihren restriktiven Zinskurs weiterfährt, selbst wenn das Wachstum leidet. Die Erwartungen der Schweizer Investmentbank für den US-Zins sind nach den jüngsten Daten um 50 Basispunkte gestiegen. Letztlich rechnen sie nun damit, dass die Fed den Leitzins bis auf 4,50 Prozent anzieht.

— cash (@cashch) September 15, 2022

Drohende wirtschaftliche Folgen durch einen Streik im Güterzugverkehr konnten derweil noch abgewendet werden. Das Weisse Haus erzielte in Verhandlungen mit Gewerkschaften Einigung und wendete die am Freitag erwartete Arbeitsniederlegung ab.

Aufwärts ging es vorbörslich für die Papiere von Netflix mit plus 2,3 Prozent auf etwa 229 Dollar. Evercore ISI empfahl die Anteilsscheine des Streamingdienstes mit einem Kursziel von 300 Dollar. Analyst Mark Mahaney sieht vor allem enorme Chancen im günstigeren, werbefinanzierten Netflix-Abo, das 2023 starten soll. Zuletzt hatte der Streaming-König im hart umkämpften Markt zuschauen müssen, wie die Konkurrenz stärker wird. Vom Rekord bei gut 700 Dollar aus dem Herbst 2021 ist man meilenweit entfernt.

— CNBC (@CNBC) September 15, 2022

Bei den Adobe-Anlegern kam derweil weniger gut an, dass der Konzern offenbar kurz vor der Übernahme des Designsoftware-Unternehmens Figma steht. Aus informierten Kreisen hiess es, dass der Deal etwa 20 Milliarden Dollar kosten werde, und noch am Donnerstag offiziell werden könnte. Von Adobe werden zudem nach Börsenschluss Quartalszahlen erwartet.

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14:05

Der SMI steigt mit 0,2 Prozent und steht bei 10'773 Punkten. Die grössten Gewinne verzeichnen die Aktien von SGS (plus 1,98 Prozent) und Roche (plus 1,83 Prozent). Die grössten Verluste schreibt hingegen die Lonza-Aktie (minus 1,32 Prozent).

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13:50

Der Euro hat am Donnerstag gegenüber dem Dollar etwas zugelegt. Im Mittagshandel kostet die Gemeinschaftswährung 0,9978 US-Dollar. Der Euro bewegt sich damit weiterhin knapp unter der Parität zum Dollar. Am Morgen hatte er noch etwas niedriger notiert.

Dagegen bleibt der Euro zum Franken unter Druck und sinkt gar bei 0,9531 Franken auf ein neues Rekordtief. Aktuell kostet er nur minim mehr mit 0,9538. Am Morgen ging die Gemeinschaftswährung noch zu 0,9605 über den Tisch. Auch der Dollar hat gegenüber dem Franken an Wert eingebüsst und wird zuletzt zu 0,9561 Franken nach 0,9640 noch am Morgen gehandelt.

In der Eurozone wurden am Vormittag keine marktbewegenden Zahlen veröffentlicht. Nachmittags stehen zahlreiche Konjunkturdaten aus den USA auf dem Programm. Grosses Augenmerk dürfte auf Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel gelegt werden, da die Daten Hinweise auf die Stärke des privaten Konsums geben. Interesse dürften auch Preiszahlen vom Aussenhandel hervorrufen, da die Inflation derzeit eines der marktbeherrschenden Themen ist.

Unter Druck geraten ist erneut der chinesische Yuan. Der US-Dollar legte im Gegenzug auf fast 7 Yuan zu. Er kostete zuletzt 6,9967 Yuan. Dies ist der höchste Stand seit Juli 2020. Die chinesische Zentralbank hat die einjährige mittelfristige Kreditfazilität (MLF) unverändert bei 2,75 Prozent belassen.

Commerzbank-Expertin Charlie Lay sieht die Notenbank in einer Zwickmühle. Sie habe aufgrund der niedrigen Inflation einerseits genügend Spielraum für weitere Lockerungen. "Doch aggressive Zinssenkungen würden das Zinsgefälle gegenüber dem US-Dollar nur ausweiten." Dies könnte den Yuan zum Dollar weiter unter Druck bringen.

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13:00

Die Termingeschäfte deuten auf eine negative Eröffnung der US-Börsen hin.: 

Dow Jones Futures: -0,15 Prozent
S&P 500 Futures: -0,21 Prozent
Nasdaq Futures: -0,38 Prozent

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— cash (@cashch) September 15, 2022

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11:45

Die Aktien der Versandapotheke Zur Rose verlieren 5,5 Prozent auf 37,80 Franken und sind damit die zweitschlechteste Aktie im SPI. Seit Jahresbeginn steht der Titel 83 Prozent tiefer.

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11:30

Der SMI notiert um 0,5 Prozent höher auf 10'805 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, gewinnt 0,3 Prozent auf 1648 und der breite SPI 0,4 Prozent auf 13'839 Zähler.

Händler sprechen aber von einer etwas zähen Erholung. Ein Grossteil davon geht auf den schwergewichtigen Pharmatitel Roche zurück, der von einer Kaufempfehlung Rückenwind erhält. Händler hoffen, dass die Erholung noch etwas an Breite gewinnt - ähnlich wie in den USA am Vortag. Dort arbeiteten sich die Börsen nach einem schwachen Start sukzessive in die Gewinnzone vor. Die Erholung stehe aber auf tönernen Füssen, denn die Märkte stünden weiterhin unter der Fuchtel der Zins- und Inflationserwartungen. "Und diese können von den Konjunkturdaten immer wieder durchgeschüttelt werden", sagt ein Börsianer.

Der Markt sei dabei, die unerwartet hohen Inflationszahlen aus den USA vom Dienstag zu verdauen, sagt ein anderer Händler. Diese hatten die Märkte auf Talfahrt geschickt. Am Vortag kam es nach geringeren US-Produzentenpreisen zu einer Beruhigung. Denn die Zahlen signalisierten eine Abschwächung des Preisauftriebs. Dennoch gehen die Marktteilnehmer davon aus, dass die US-Notenbank Fed im Kampf gegen die steigenden Preise die restriktive Geldpolitik fortsetzen wird. "Auch wenn die Wirtschaft dadurch in eine Rezession rutscht", sagt ein Börsianer. Die am Nachmittag erwarteten US-Konjunkturdaten Detailhandelsumsätze, Importpreisindex, Kapazitätsauslastung sowie die konjunkturellen Frühindikatoren Empire Manufacturing und Philadelphia Fed Index dürften das Geschehen noch beeinflussen.

Im Zentrum des Interesses stehen die drei defensiven Schwergewichte. Roche legen dank einer Kaufempfehlung der Credit Suisse 2,2 Prozent zu. CS hat das Rating auf "Outperform" von "Neutral" erhöht. Der Pharmakonzern investiere im Branchenvergleich stark in Forschung und Entwicklung, und der Innovationserfolg dürfte das Unternehmen längerfristig vor der Konkurrenz schützen.

Dagegen hat Credit Suisse die Aktien von Novartis (-0,4 Prozent) auf "Underperform" von "Neutral" zurückgestuft. Die Analysten befürchten, dass Novartis unterdurchschnittlich wachsen dürfte. Als weiterer Belastungsfaktor gilt eine Untersuchung der Weko wegen des möglichen Einsatzes von Sperrpatenten. Die Aktien können im Verlauf die Abschläge aber klar eingrenzen.

Nestlé (+0,2 Prozent) erholen sich nur wenig von ihrem Kurseinbruch von 2,7 Prozent am Vortag. Händler erwähnen neben einer Verkaufsempfehlung von Exane BNP die bevorstehenden Indexanpassungen als mögliche Gründe für den gestrigen Kurseinbruch. Mit Alcon (+0,9 Prozent) stimmt ein weiterer defensiver Wert in die Erholung ein.

Gefragt sind ausserdem zyklische Anteile wie SGS (+2,3 Prozent). Geberit, Holcim und Kühne + Nagel gewinnen 0,5 bis 0,9 Prozent. Aber auch die Banken Julius Bär (0,7 Prozent), Credit Suisse und UBS (je +0,5 Prozent) stehen ebenfalls in der oberen Tabellenhälfte.

Dagegen werden bei den Versicherungsaktien Swiss Re (-0,5 Prozent) tiefer gehandelt, nachdem UBS die Verkaufsempfehlung bestätigt hat. Zurich (-0,1 Prozent) und Swiss Life (+0,1 Prozent) sind wenig verändert.

Grössere Verluste verbuchen Technologietitel wie Temenos (-1,8 Prozent), AMS- Osram (-0,7 Prozent) und Logitech (-0,4 Prozent) sowie Vertreter der Wachstumsbranchen wie Sonova und Straumann mit Einbussen von 0,3 und 0,5 Prozent. Swatch (-0,7) und Richemont (-0,6 Prozent) zählen zu den Verlierern.

Der Titel des Liftherstellers Schindler verliert 0,7 Prozent, nachdem Morgan Stanley die Empfehlung auf "Equal Weight" von "Overweight" abgestuft hat.

Am breiten Markt geben Clariant (-0,7 Prozent) nach. Sie leiden laut Händlern darunter, dass die US-Konkurrenten Dow und Eastman vor einem schwächeren dritten Quartal gewarnt haben und die deutsche Chemieindustrie die Produktion wegen der Energieversorgung drosseln will.

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10:30

Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt 0,7 Prozent auf 10'831 Punkte. Der Schweizer Leitindex wird von Roche (+2,3 Prozent) angeführt. Dahinter folgen SGS (+2,0 Prozent) und Givaudan (+1,0 Prozent). Grösster Verlierer ist hingegen Swiss Re (-0,6 Prozent).

SMI-Kurstableau (Quelle: cash.ch).

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10:25

Mit einem umfassenden Software-Update soll für die Kryptowährung Ethereum eine Zeitenwende eingeläutet werden. Der als Mitbegründer und konzeptioneller Ethereum-Erfinder geltende Vitalik Buterin meldete am Donnerstag über Twitter den Vollzug der erwarteten Massnahme, im Jargon "The Merge" genannt. Die Cyber-Devise kletterte daraufhin um zwei Prozent auf 1630 Dollar.

Die Verbesserungen sollen den Entwicklern zufolge Transaktionen mit der zweitwichtigsten Cyber-Devise beschleunigen und den Energiebedarf hierfür drastisch reduzieren. Experten gehen davon aus, dass Ethereum dadurch an Akzeptanz gewinnt und bei der Marktkapitalisierung den bisherigen Primus Bitcoin überflügeln könnte. Der Start von "Ethereum 2.0" war wegen technischer Probleme mehrfach verschoben worden.

— cash (@cashch) September 15, 2022

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10:15

Die Nachricht von Aktienverkäufen aus der Führungsriege von Delivery Hero hat die Anleger des Essensliefer-Dienstes verstimmt. Die Papiere fielen am Donnerstag um bis zu 5,4 Prozent auf 45,47 Euro.

Wie aus einer Unternehmensmitteilung von Mittwochabend hervorgeht, haben Konzernchef Niklas Östberg und Chief Operating Officer Pieter-Jan Vandepitte Anteilsscheine im Wert von 9,9 Millionen Euro und einer Million Euro veräussert. Dabei habe der durchschnittliche Preis bei der am Montag getätigten Transaktion bei rund 49,62 und 50,01 Euro je Aktie gelegen. Der Verkauf sei ein negatives Signal, sagte ein Börsianer.

Die Aktien von Delivery Hero haben seit Jahresbeginn rund 50 Prozent verloren. Vom reinen Börsenwert her hätten es die Titel bei der jüngsten Index-Entscheidung der Deutschen Börse dennoch eigentlich in den Dax schaffen können. Doch die Firma war im Halbjahr tief im Minus geblieben. Nach dem Regelwerk der Deutschen Börse erfüllte Delivery Hero deshalb das Profitabilitätskriterium für Aufstieg in die erste Börsenliga nicht. Dafür muss ein Kandidat zwei Jahre in Folge ein positives operatives Ergebnis (Ebitda) vorlegen.

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Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

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09:45

Der SMI notiert um 0,6 Prozent höher auf 10'818 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, gewinnt 0,5 Prozent auf 1651 und der breite SPI steigt um 0,5 Prozent auf 13'856 Zähler.

Händler hofften auf eine Erholung. Ähnlich wie in den USA wo sich nach einem schwachen Start die Aktien noch in die Gewinnzone retten konnten. Sie waren am Tag zuvor allerdings nach unerwartet hohen Inflationszahlen auch regelrecht eingebrochen und hatten viel grössere Einbussen verzeichnet als die europäischen Märkte.

Am Vortag hatten geringere US-Produzentenpreise, die eine Abschwächung des Preisauftriebs signalisierten, die Gemüter beruhigen können. Wegen der hohen US-Inflation fürchteten die Anleger aber trotzdem, dass die US-Notenbank Fed im Kampf gegen die steigenden Preise die restriktive Geldpolitik fortsetzen wird und damit die Wirtschaft gefährden könnte. Damit dürfte die erhoffte Erholung auf tönernen Füssen stehen, heisst es weiter. Am Donnerstag könnten zahlreiche US-Konjunkturdaten das Geschehen beeinflussen. Veröffentlicht werden die Detailhandelsumsätze, der Importpreisindex, die Kapazitätsauslastung sowie die konjunkturellen Frühindikatoren Empire Manufacturing und Philadelphia Fed Index.

— cash (@cashch) September 15, 2022

Im Fokus stehen Novartis (-0,1 Prozent), die um 0,9 Prozent tiefer starten, dann aber die Verluste eingrenzen können. Auslöser der Kursbewegung sind die Weko, die eine Untersuchung wegen des möglichen Einsatzes von Sperrpatenten eingeleitet hat und die Credit Suisse. Die Bank hat die Empfehlung für die Aktien von Novartis auf "Neutral" von "Outperform" gesenkt.

Genau umgekehrt ist es bei Rivale Roche (+1,7 Prozent): Hier hat die CS das Rating auf "Outperform" von "Neutral" erhöht. Ebenfalls fester sind Swisscom (+1,0 Prozent). UBS hat das Rating für den Telekomtitel auf "Neutral" von "Sell" erhöht.

Gefragt sind ausserdem SGS (+1,5 Prozent), Swatch und Credit Suisse (je +1,1 Prozent). CS-Rivale UBS (+0,8 Prozent) hinkt etwas hinterher. Leicht tiefer bewertet werden Swiss Re (-0,1 Prozent), nachdem UBS die Verkaufsempfehlung bestätigt hat.

Zu den Verlierern zählen vor allem Wachstums- und Technologiewerte wie Sonova, Straumann und Lonza sowie Logitech und AMS-Osram mit Einbussen von 1,2 bis 0,2 Prozent. Schindler sinken um 0,4 Prozent, nachdem Morgan Stanley die Empfehlung auf "Equal Weight" von "Overweight" abgestuft hat.

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09:40

Die Gaspreise steigen erneut. Der europäische Future zog um sechs Prozent auf 229 Euro je Megawattstunde an. Bereits am Mittwoch hatten sich die Preise kräftig nach oben bewegt, was Marktteilnehmer unter anderem mit dem Ringen innerhalb der EU um einen Preisdeckel für russisches Erdgas begründet hatten.

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— cash (@cashch) September 15, 2022

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09:20

Die Aktien des Rückversicherers Swiss Re gewinnen 0,1 Prozent auf 82,3 Franken.

UBS erhöht in einer Branchenstudie das Kursziel für Swiss Re von 69 Franken auf 71 und belässt die Einstufung aber auf "Sell". Das implizierte Abwärtspotenzial beträgt minus 14 Prozent.

Swiss Re sei in der Branche am stärksten dem Inflationsdruck auf die Reserven ausgesetzt, schreibt Analyst Will Hardcastle. Auch sei der Verschuldungsgrad zu hoch, was die Dividendenauszahlungen einschränke und dazu führe, dass keine Aktienrückkäufe getätigt würden. Zudem sei das Katastrophenbudget weniger solide als bei anderen Unternehmen.

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09:05

Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt 0,1 Prozent auf 10'768 Punkte.

Die US-Börsen hatten sich am Mittwoch nach einem schwachen Start in die Gewinnzone retten können. Sie waren am Tag zuvor allerdings nach unerwartet hohen Inflationszahlen auch regelrecht eingebrochen und hatten viel grössere Einbussen verzeichnet als die europäischen Märkte.

Für eine Erholung sorgten die Produzentenpreise, die eine Abschwächung des Preisauftriebs in den USA signalisierten, heisst es am Markt. Dies habe die Gemüter beruhigen können. Wegen der hohen US-Inflation fürchteten die Anleger aber, die US-Notenbank Fed werde im Kampf gegen die steigenden Preise die restriktive Geldpolitik trotzdem fortsetzen und damit letztlich die Wirtschaft in eine Rezession stürzen. Damit dürfte die erhoffte Erholung auf tönernen Füssen stehen, heisst es weiter. Am Donnerstag könnten zahlreiche US-Konjunkturdaten das Geschehen beeinflussen. Veröffentlicht werden die Detailhandelsumsätze, der Importpreisindex, die Kapazitätsauslastung sowie die konjunkturellen Frühindikatoren Empire Manufacturing und Philadelphia Fed Index.

Novartis (-0,6 Prozent) schwingen nach unten aus. Die Weko hat eine Untersuchung wegen des möglichen Einsatzes von Sperrpatenten eingeleitet. Zudem hat Credit Suisse die Empfehlung für die Aktien von Novartis auf "Neutral" von "Outperform" gesenkt.

— cash (@cashch) September 15, 2022

Genau umgekehrt ist es bei Rivale Roche (+0,8 Prozent): Hier hat die CS das Rating auf "Outperform" von "Neutral" erhöht.

Swisscom (+0,9 Prozent) gehört ebenfalls zu den Gewinnern. UBS hat das Rating für den Telekomtitel auf "Neutral" von "Sell" erhöht. Leicht höher indiziert sind Swiss Re (+0,1 Prozent auf 82,12 Fr.) - und dies obwohl die UBS bei einem leicht erhöhten Kursziel von 71 nach 69 Franken die Verkaufsempfehlung bestätigt hat.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der Bank Julius Bär vorbörslich 0,24 Prozent tiefer geschätzt. Einzig Roche (+0,4 Prozent) und Swisscom (+0,7 Prozent) befinden sich im Plus. Das grösste Kursminus verzeichnen vorbörslich die Aktien von Novartis (-1,4 Prozent).

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Der breite Markt steht 0,19 Prozent tiefer. Der grösste Kursabschlag verzeichnet Schindler (-0,9 Prozent). Morgan Stanley hat das Rating für den Liftbauer gesenkt.

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07:55

Der stärkere US-Dollar und die Aussicht auf weitere aggressive Zinsanhebungen der Fed drücken den Goldpreis auf den niedrigsten Stand seit fast zwei Monaten. Die Feinunze des Edelmetalls verbilligt sich um 0,6 Prozent auf 1685 Dollar. Der Dollar-Index steigt um 0,2 Prozent und nähert sich damit den jüngsten Höchstständen. An den Terminbörsen wird eine Wahrscheinlichkeit von 37 Prozent gesehen, dass die US-Notenbank die Zinsen bei ihrer Sitzung nächste Woche um 100 Basispunkte anheben wird. Das würde dazu führen, dass Gold unter die Marke von 1680 Dollar je Feinunze falle, sagte Finanzexperte Michael Langford von der Beratungsfirma AirGuide.

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07:40

Der Euro hat sich am Donnerstagmorgen zunächst kaum von der Stelle bewegt. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 0,9966 US-Dollar und damit etwas weniger als ein Dollar.

Auch zum Franken hat sich der Euro mehr oder weniger seitwärts bewegt und kostet aktuell 0,9605 Franken nach 0,9611 am Vorabend. Gegenüber dem Dollar hat der Franken minim an Wert verloren und wird derzeit zu 0,9640 Franken gehandelt nach 0,9630 am Mittwochabend.

Am Donnerstag stehen nachmittags zahlreiche Konjunkturdaten aus den USA auf dem Programm. Grosses Augenmerk dürfte auf Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel gelegt werden, da die Daten Hinweise auf die Stärke des privaten Konsums geben. Interesse dürften auch Preiszahlen vom Aussenhandel hervorrufen, da die Inflation derzeit eines der marktbeherrschenden Themen ist. Aus der Eurozone äussern sich einige ranghohe Zentralbanker.

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07:30

In Erwartung wichtiger US-Konjunkturdaten wird sich der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag stabilisieren. Am Mittwoch hatte er wegen anhaltender Spekulationen auf ein verschärftes Zinserhöhungstempo der Notenbank Fed 1,2 Prozent auf 13'028 Punkte verloren.

Unter diesem Gesichtspunkt werden Börsianer auch die US-Einzelhandelsumsätze betrachten. Experten rechnen für August mit einer Stagnation. Die Kauflaune der US-Verbraucher gilt als Hauptstütze der weltgrössten Volkswirtschaft. Die ursprünglich für den Tagesverlauf geplanten Beratungen der Bank von England (BoE) wurden wegen der Trauerfeierlichkeiten für Queen Elizabeth II. auf kommende Woche verschoben. Wegen der anhaltend hohen Inflation gilt inzwischen eine Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte als sicher. 

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06:15

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich gemäss der IG Bank um 0,11 Prozent tiefer.

Die Anleger müssen sich erneut auf eine erhöhte Volatilität einstellen. Gemessen am Volatilitätsindex VSMI wird sich der SMI am (heutigen) Donnerstag in einer grossen Schwankungsbreite von 1,02 Prozent bewegen. Dies entspricht +/- 110 Punkten gegenüber dem letzten Schlusskurs von 10'754,40 Punkten. Der VSMI ist am Mittwoch um 4,2 Prozent auf 19,50 Punkte gestiegen.

Die Schweizer Börse startet nach dem schwachen Mittwoch ohne klare Vorgaben aus den USA in den neuen Handelstag. Die US-Indizes haben sich am Mittwoch zwar nach dem "Inflationsschock" und den Kursverlusten des Vortags wieder stabilisiert, nach Börsenschluss in Europa haben sie sich unter dem Strich allerdings nicht mehr stark bewegt. Die Investoren an der Wall Street zeigten sich unsicher, ob sie zu den tieferen Kursen nun wieder einsteigen sollten oder ob es noch einmal weiter nach unten gehen könnte.

Die am Mittwoch veröffentlichten Produzentenpreise deuteten zwar auf eine gewisse Abschwächung der Teuerung hin, hätten aber auch gezeigt, dass der Preisauftrieb in der Breite ankomme, hiess es. Zudem sei der Weg noch sehr weit, bis das Teuerungsziel der US-Notenbank Fed mit Inflationsraten von 2 Prozent wieder in Reichweite gelange.

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Für die Fed-Sitzung von kommender Woche haben die Marktteilnehmer mittlerweile eine Zinserhöhung von 75 Basispunkten eingepreist. Auch eine grössere Erhöhung um ein ganzes Prozent wird nun nicht mehr ausgeschlossen. Damit wächst die Sorge, dass das Fed den Bogen bei den Zinserhöhungen überspannt und eine Rezession in der grössten Volkswirtschaft der Welt drohen könnte.

Am Schweizer Markt dürfte es am Donnerstag derweil ruhig bleiben. Von Unternehmensseite wird das Biotechunternehmen Newron seine Halbjahreszahlen vorlegen, zudem führt das Industrieunternehmen SFS einen Investorentag durch. Das Bundesamt für Statistik publiziert ausserdem die Zahlen zu den Logiernächten im August.

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05:45

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt 0,5 Prozent höher bei 27'946 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt um 0,4 Prozent und liegt bei 1954 Punkten.

Die Börse in Shanghai liegt 0,7 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verliert 0,5 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich am Donnerstag ohne gemeinsame Richtung. "Die Aktienmärkte befinden sich derzeit im Niemandsland", sagte Sean Darby von Jefferies in Hongkong. Die Anleger wägen das Risiko ab, ob die US-Notenbank Fed kommende Woche eine Zinserhöhung um 100 Basispunkte ankündigen wird, um die hartnäckige Inflation zu bekämpfen. "Bessere makroökonomische Nachrichten, die die Erträge stützen könnten, werden als Notwendigkeit einer weiteren Straffung zur Eindämmung des Wachstums abgetan, während die Verbraucherpreisindizes nicht schnell genug sinken", erklärte Darby. "Die beste Metapher ist, dass die Fed die Wirtschaft nicht nur mit dem Rückspiegel steuert, sondern nun gezwungen ist, das Gaspedal für die Zinserhöhung zu drücken, während die Anleihemärkte eine Überstraffung erwarten."

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— cash (@cashch) September 14, 2022

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05:40

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,2 Prozent auf 143,38 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,9671 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9633 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 0,9969 Dollar und notierte kaum verändert bei 0,9605 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,1529 Dollar.

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00:00

Nach dem Inflationsschock und hohen Kursverlusten am Vortag haben sich die US-Börsen am Mittwoch stabilisiert. Der Dow Jones Industrial schloss mit leicht positivem Vorzeichen 0,1 Prozent höher bei 31'135,09 Punkten. Zeitweise war er erstmals seit Mitte Juli wieder unter die Marke von 31'000 Punkten gesunken.

Andere New Yorker Indizes verbuchten etwas höhere Kursgewinne: Während der breit aufgestellte S&P 500 0,3 Prozent auf 3946,01 Zähler zulegte, stieg der technologielastige Nasdaq 100 um 0,8 Prozent auf 12'134,40 Punkte. Die als besonders zinsabhängig geltenden Tech-Werte waren am Vortag eingebrochen. Sie hatten besonders stark darunter gelitten, dass die US-Notenbank Fed bei ihren geldpolitischen Straffungen unter Druck bleibt.

Im Mittelpunkt stand die Nachlese der ernüchternden US-Inflationsdaten vom Vortag. Frisch veröffentlichte Erzeugerpreisdaten zeigten, dass sich der Preisauftrieb in den USA auf Herstellerebene zwar stärker als erwartet abschwächt, aber in der Breite ankommt.

"Die Hoffnungen auf ein schnelles Ende der hohen Inflation haben sich erst einmal zerschlagen", urteilte der Marktexperte Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets. Die Angst, dass die US-Notenbank Fed den Bogen bei den Zinserhöhungen überspannt, habe wieder dramatisch zugenommen. Als gesetzt gilt mittlerweile eine Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte in der kommenden Woche. Selbst ein noch grösserer Schritt wird nicht mehr ausgeschlossen.

Auf Unternehmensseite hoben sich die Aktien von Johnson & Johnson im Dow positiv ab mit einem Anstieg um 2,1 Prozent. Dafür verantwortlich gemacht wurde die Ankündigung milliardenschwerer Aktienrückkäufe. Ausserdem hat der Pharma- und Konsumgüterkonzern den Jahresausblick bekräftigt.

Kursgewinne gab es ansonsten noch im Ölsektor, unter anderem mit dem Dow-Wert Chevron , der an der Spitze des Leitindex 2,4 Prozent zulegte. Der gestiegene Ölpreis galt in der Branche wieder einmal als Zugpferd. Andere Ölwerte wie ConocoPhillips oder ExxonMobil gewannen 4,8 und 2,5 Prozent.

Positiv fiel unter den Nebenwerten die Starbucks -Aktie mit einem Kurssprung um 5,5 Prozent auf. Die Kaffeehauskette hat überraschend anspruchsvolle Geschäftsziele formuliert. Das Unternehmen erwartet nun, dass der bereinigte Gewinn je Aktie in den nächsten drei Geschäftsjahren um 15 bis 20 Prozent steigen wird.

Negatives gab es hingegen für die Anleger von Nucor , hier sackte der Kurs um 11,3 Prozent ab. Der Stahlproduzent enttäuschte mit seiner Gewinnprognose für das dritte Quartal. Dem Kursrutsch folgten auch andere Metallunternehmen, darunter US Steel und der Aluminiumkonzern Alcoa mit Abschlägen von 8,6 und 10,9 Prozent.

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(cash/Bloomberg/AWP/Reuters)